Heizlastberechnung für Einfamilienhaus

11.08.2010



Hallo Welt,

Ich weiß, die Frage ist etwas provokant! … Trotzdem!

Kann jemand mal einen ehrlichen Erfahrungswert beisteuern, welchen Vorteil man aus der Dimensionierung einer Heizungsanlage auf Basis einer raumweisen Heizlastberechnung gegenüber einer solchen nach Daumenregel ziehen kann!? Macht das bei einem Einfamilienhaus (sieh unten ) wirklich Sinn?

Ich frage, weil meine Erfahrung leider zeigt, daß sich hier scheinbar kein Heizungsbauer richtig rantraut. …Vielleicht zu aufwändig oder zu ungenau? … Vielleicht aber auch nur zu viel Arbeit für das ansonsten auch so ganz gut verdiente Geld! … Ich würds gern verstehen!

Nach dem was man so ließt, wird das ja im Prinzip empfohlen! Bisher war meine Anfrage diesbezüglich aber wohl nur insofern gut, daß man gemerkt hat, wenn Einer sich nicht viel Mühe machen wollte, sondern nur seinen Standardkram vom Teuersten verkaufen.

Kennt jemand einen guten Heizungsbauer im Raum Berlin, der demgegenüber offener ist, oder würdet Ihr eher generell davon abraten da sowieso Quatsch?


Gruß,
Stephan




Vielleicht noch ein paar Angaben zum Haus zur besseren Einschätzung: …

Baujahr 1920, Bauweise massiv, Planungen nach E-Beratungsbericht würden mit Innendämmung (wegen Denkmalschutz) zu einem Jahresprimärenergiebedarf von etwa 90 kWh/a m² führen.



Heizlastberechnung für Einfamilienhaus



Bin auch nur "Kunde" aber trotzdem mal meine Meinung dazu:
Wie wichtig eine genaue Abschätzung ist, hängt denke ich
stark davon ab, womit geheizt wird. Bei einer Wärmepumpe ist
das wesentlich kritischer als bei einer Gasheizung, wo man im
unteren Leistungsbereich (15 kW) eh kaum Auswahl hat und
das untere Ende des Modulationsbereichs auch nicht so groß
verschieden ist. Bei uns hat es der Heizungsbauer am Ende gemacht,
als es drum ging, den hydraulischen Abgleich zu machen (Reihenhaus).





Was heisst "genau"? Jede Kalkulation beruht auf Annahmen, und hier spielen die Gewohnheiten der Bewohner eine wesentliche Rolle.

Wenn Du viel zu Hause arbeitest und Planungsfreiheit hast, solltest Du das Büro nicht in der abgelegensten Ecke des Hauses haben. Wenn Du die Schlafräume oben hast und kein offenes Treppenhaus bis unters Dach, dann brauchst Du erheblich weniger Heizung, wenn diese Räume nicht auf voller Wohntemperatur gehalten werden. Du willst es aber nicht dem Heizungsplaner überlassen, zu beschliessen, ob Du das Schlafzimmer heizen willst oder nicht.

Es kommt auch noch auf das Heizsystem an. Wenn Du z.B. mit Fernwärme heizest und die Räume einzeln regeln kannst, spielt es weniger eine Rolle, als wenn du mit etwas heizest, wo der optimale Wirkungsgrad nur bei annähernd Vollast erreicht werden kann.
Schliesslich dürfte es relativ einfach sein bei einem Neubau, wo man die Wärmeleitwerte der Wände und des Daches genau kennt. Da ist es im wesentlichen ein Software-Problem.
Im Altbau hingegen ...

Bei einigermassen gedämmten Einfamilienhäusern bist Du sowieso in einem Leistungsbereich, wo man nicht auf das kW genau die Heizung dimensionieren kann. Wenn nun die Unterschiede der verschiedenen Berechnungsweisen nicht so gross sind, dass das die Wahl eines anderen Brenners zur Folge hätte, dann kann man sich den Aufwand der raumweisen Berechnung mit allen Unsicherheiten sparen.

In Mietwohnungen von Mehrfamilienhäusern ist es dagegen üblich, die Heizkosten verbrauchsbasiert individuell abzurechnen. Dazu wird in jedem Raum die Temperatur des Heizkörpers protokolliert. Hier macht auch die raumbasierte Berechnung Sinn, zumal sich die unterschiedlichen Gewohnheiten der Benutzer gegenseitig ausmitteln.


Zum "Standardkram vom Teuersten": Bei einer Heizung sind die Verbrauchskosten über die Lebensdauer grösser als die Investition. Genau rechnen, was billiger ist!
Auch häufige Störungen, die eigenartigerweise immer dann auftreten, wenn man heizen will, gehen ganz schön auf den Nerv. Hier bitte nicht an der Qualität sparen!
Standard ist bei Heizungen ein Vorteil. Weil es eben nicht nur einen einzigen gibt, der sich damit auskennt, und weil eine etablierte Firma störunanfällige Geräte entwickeln kann, was sich nur über hohe Stückzahlen rentiert.



Hallo Stephan,...



Jens hat ja entscheidente Punkte schon benannt.
Die Frage ist was für einen Umbau planst Du, nur Wärmeerzeuger oder auch Heizkörper + Leitungsnetzt, Flächenheizung.
Eine detaillierte Berechnung ist notwendig zB. für die sinnvolle (Über)Dimensionierung der HK und Sicherstellung des notwendigen Volumenstromes, Stichwort Niedertemperatur/Brennwert. Bei Flächenheizung natürlich Verlegeabstand/Heizkreislänge.

Gehe mal aufs Haustechnikforum, da gibt es x Beiträge zu diesem Thema und auch kompetente Mitglieder und Kontakte zu regionalen HB's.

Gruß
Jörg



Daumenregel



Nach Daumenregel ergeben sich für 90 kWh/m2/a ein Leistung pro qm von 0,056 kW / m2 (@Heizlast-Wiki/Weiersmüller/mit 1600h gerechnet).
Bei mir stimmt der Wert sehr gut, die Heizlastberechung ergab fast das doppelte. Jetzt ist der Kessel natürlich viel zu groß - der übliche Fehler, wenn "gerechnet" wird.
Bis 200 qm bekommst du mit 90 kWh auf Werte um die 10 kW das ist so ziemlich das kleinste was du bekommen kannst, da spielt dann Warmwasser die Hauptrolle bei der Auslegung.



...



Mmh! ... Das gibt ja in etwa schon mal eine Richtung vor.

Über das Haustechnikforum bin ich schon gestolpert. War mir aber zugegeben erstmal zu häftig, weil ja schon ziemlich ins Detail gehend. Da ich grad auch andere Baustellen habe, wollt ich's ersmal schieben! Macht aber vielleicht doch Sinn sich mal das Wochenende dafür frei zu halten.

Unsere groben Vorstellungen sehen für das Haus (ausgebaut etwa 130m² beheizte Grudnfläche) erstmal eine Gasbrennwerttherme mit solarer Warmwasseraufbereitung vor ( wegen Denkmalschutz nur max 3.0m² machbar). Die Heizlastberechnung wollten wir eigentlich gern als Entscheidungsgrundlage dafür nutzen, welche Heizflächen wir wo nehmen können (FBH,Plattenheizkörper...). ... Schon dieser Ansatz schien für den Heizungsbauer recht ungewöhnlich zu sein. Über die Wandaufbauten bin ich mir eignetlich ganz gut im Klaren, auch wird das mit der Innendämmung nicht mehr ganz so entscheidend, da die eh schon im Kalten ist. Einzig Wärmebrücken sind nicht ganz überschaubar.

Hat das irgendeinen Einfluß auf Eure Aussagen?
Gruß,
Stephan





Nur 3 m2 Panelfläche ist doof ...
Beantrage bei der Denkmalschutzbehörde eine Ausnahemgenehmigung, damit Du wenigstens auf 6 m2 kommst, was für Warmwasserautonomie im Sommerhalbjahr reichen sollte. Sonst lohnt sich das ja nicht.
Vielleicht erst bei einem Amt vorsprechen, das Solar fördert, und dann damit zum Denkmalschutz.
Vielleicht kann man die Panels auch im Gelände aufständern. Etwa 60 Grad Neigung wären optimal.





Hallo,

hier war noch nicht die Rede davon, welchen Einfluß die örtlichen Klimadaten haben !
Die 1600 Jahresvollbenutzungsstunden entsprechen etwa dem vorderen Sauerland. Wenn man nicht gerade auf einen 100jährigen Winter auslegen will, kommt man in Duisburg bei einem konventionellen Altbau schon mit 1450 h aus, mit gedämmten Wänden sind es, weil die Heizgrenztemperatur niedriger liegt entsprechend weniger, vielleicht 1.300 und im Passivhaus noch viel weniger.

Grüße vom Niederrhein



Moin Stephan,



"
Über das Haustechnikforum bin ich schon gestolpert. War mir aber zugegeben erstmal zu häftig, weil ja schon ziemlich ins Detail gehend. "

Da muss ich ja erstmal grinsen...schliesslich willst du's doch so genau wissen, oder?

Die Heizungsbauer die ich kenn', arbeiten lieber aus'm Bauch raus, dimensionieren etwas grösser, hauptsache nich' frieren.... und ob's dir das gerechne wirklich bringt, wage ich zu bezweifeln.

Für die Therme isses recht egal, wie du schon gelesen hast, bei zu kleinen Heizkörpern geht bei starkem Frost die VL-Temperatur einfach hoch, gesteuert über die Heizkurve (sonst wären wir noch ohne Dämmung, aber schon runterdimensioniertem HK-Volumen letzen Winter etwas "abgekühlt").

Nur bei der FB-Heizung ist da nach oben hin Sense - also lieber 'ne Schlange mehr rein.....das kost' weniger, als eine aufwändige Berechnung.....

Ich finde da die Untersuchungsergebnisse viel spannender, dass ein warmer Fussboden eine Absenkung der Raumtemperatur um 2' Grad ermöglicht, bei gleicher "empfundener Behaglichkeit". Deshalb haben wir im EG die Rücklaufleitung schlangenförmig unter den Fliesen verlegt, damit diese im Winter etwas temperiert werden.

Habt ihr schon über Wandheizung nachgedacht? Wir hier bei Innendämmung oft empfohlen.

Gruss, Boris



...



@Boris:
Jup! ... Genau wissen will ich's schon, aber ich überlasse die wirklichen Details auch gern den Fachleuten. Wir wollen ja schließlich irgendwann dieses Jahr auch noch einziehen ... ;)!

Ne hast ja recht! Ist schon ein klasse Forum. … Trotzdem! Mein Problem ist immer, daß ich's dann oft auch wirklich genau wissen möchte und es am Ende praktisch selber machen kann. Die Anlage wäre dann wohl erst im Februar fertig, und ob das die Frau mitmacht!? . … Also! Ich werd es mal vorsichtig angehen!

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Die Heizlastberechnung sollte uns zunächst schon mal bei der richtigen Auswahl und Dimensionierung der Heizflächen helfen. Von den Nachbarn her weiß ich, daß die trotz Daumen im Winter "kalte Füße" haben. Offensichtlich war hier der Daumen auch falschen Grundannahmen unterlegen. Der Ansatz mit der extra Heizschleife mag OK sein!


Trotzdem! Wir haben uns grundsätzlich das Ziel gesteckt ein möglichst effizientes Niedertemperatursystem in unserem Haus zu schaffen. Damit wollen wir uns für Später die Option zur weiteren Vergrößerung des solaren Anteils oder aber den Umstieg auf andere moderne Heiztechniken wie Wärmepumpe, etc. offen halten.

Das mit der Beschränkung auf 3m² ist erstmal vor allem dem geschuldet, daß das Denkmalamt hier absolut nicht mit diesem Thema um kann. Meine Genehmigung für den Kollektor hat letztendlich den Status eines Pionierprojekts und wird entsprechend beobachtet werden. Hat ganz schön Mühe gekostet, bis ich das durch hatte! Bei richtig großen Dachfenstern hätte ich hier weniger Probleme gehabt, was letztlich völlig unverständlich ist.


Abschließend nochmal nachgehackt. Auf welcher Grundlage steht denn eigentlich die Daumenregel. Gibt es hier Daumen auch für Innendämmsysteme? Einen Faktor sehe ich auch in dem schnelleren Aufheizen der Räume durch Innendämmung … Aber vielleicht stelle ich diese Frage einfach mal im Haustechnikforum … Ist glaube schon etwas weit weg vom Fachwerkthema.

Danke +Gruß,
Stephan





Grundregel (Daumenregel)

Leistung x Zeit = Jahresarbeit.
Oder
Leistung = Jahresarbeit / Zeit.

Zur besseren Handhabung werden Jahresvollbenutzungsstunden genommen. Man kann sein excel-sheet oder spezielle Programme aber auch ein Testreferenzjahr durchrechnen lassen: Also jeden Tag schön die Mitteltemperaturen eingeben, geht auch stundenweise, sind dann aber 24*365 Zeilen.

Grüße



Raumweise Heizlastberechnung ist sinnvoll



Hallo Stephan,

die Raumweise Berechnung der Heizlast ermöglicht Ihnen die Dimensionierung der Heizkörper und verlangt zeitgleich von Ihnen die Betrachtung/Berechnung der Umfassungsflächen. Wieviel Aussenwände hat der Raum, Boden gegen unbeheizt, Decke gegen unbeheizt usw. Summiert erhalten Sie den ersten Wert einer Gesamtheizlast.

Informativ kann auch eine Feuchtemessung der Bauteile mit einem Feuchteindikator (zerstörungsfrei) sein, denn jahrelanges Trockenheizen feuchter/nasser Bauteile lässt sich im Vorfeld ermitteln.

Summa Summarum stellt sich noch die Frage ob Sie eine Luftheizung (Thermodynamik) oder Strahlungsheizung (Quantenmechanik) in Ihre Berechnung einfließen lassen. Bei der Gegenüberstellung der Heizsysteme erhalten Sie wertvolle und informative Einblicke im Energieverbrauch.

MgG
Peter Grolms



Moin Stephan,



ich gehöre auch zu diesen nervigen Bauherren, die unbedingt genau kapieren wollen, was wie funktioniert. Dazu gesellt sich dann noch etwas Angst vor Konrollverlust, wenn hier jemand irgendwo einen Nagel in die Wand haut, ohne das ich dabei war.....;-). Is sowas wie ein Gratisticket direkt in die Anstalt.....und bringt rein garnix kann ich aus eigener Erfahrung sagen.

Wirkprinzip verstehen ja, das rumgerechne interessiert mich nur, weil ich ein KfW-Darlehen hab und gewisse Standards einhalten muss.

Ich denke dass die Energieberater bzw. grössere Heizungsbauer über entsprechende Software verfügen, das müssten die im Haustechnikforum wissen... aber ob die angenommenen Werte dann auch stimmen?????

Beton ist nicht gleich Beton und Ziegel nicht gleich Ziegel, Ostfriesland nicht Bayern und so eine 25 Jahre alte Tanne vorm Haus.....die Liste der Joker ist lang und dein Gesicht evtl. später auch ("Die haben aber doch alles genau berechnet...").

Rechtzeitig locker lassen, sach ich.

Gruss, Boris





Wegen dem Denkmalschutz, die sind generell kritisch gegenüber allem Neuen. In der Schweiz gibt es eine Verordnung von "ganz oben", d.h. für alle Kantone gültig, wonach Solarpanels grundsätzlich zu bewilligen sind. Die ist vielen Gemeinden offenbar noch nicht bekannt. Es hilft, bei der Einreichung der Unterlagen diese zu erwähnen.
Du musst Dir halt die Mühe machen, die für Euch einschlägigen Gesetze herauszusuchen, und diese zusammen mit wegweisenden Entscheiden für vergleichbare Bauten dem Denkmalamt vorzulegen. Alles, was früher noch nicht war, lehnen die gefühlsmässig erstmal ab.
Vielleicht kann dir im Haustechnikforum jemand weiterhelfen.



Heizlastberechnung für Einfamilienhaus



Moin, Moin, ich heiße Ralf und bin Heizungsbauer. Ich habe euer Forum durch Zufall entdeckt, versuche hier mit den dargestellten Halbwiesheiten aufzuräumen.Zum Thema Innendämmung: maximal erlaubte Dämmdicke beträgt hier 4 cm. Achtung!! atmungsaktives Material verwenden, Taupunktabstand zur bestehenden Wand Einberechnen. (ist abhänig vom verwendeten Baumaterilal der zu dämmenden Wand und der Dämmung). Taupunktbildung ist immer der Tod für das Mauerwerk. Heizlastberechnung:Faustformeln und Hochrechnungen sind im Altbau zulässig und Sinnvoll. Hier sollte mann aber zwischen m2 und m3 differenzieren. Die Normdechenhöhe beträtgt nur 2.40m , also ist im Altbau nicht mit einem m2 Wert zu rechnen. Des weiteren sollte man sich den technischen Neuerungen anpassen, und nicht nach DIN rechnen. Hier sieht die HAV die Wert:70/65/20 vor.Das heist 70° Vorlauf, 65° Rücklauf, 20° Raumtemperatur, bezogen auf die bewohnte Klimazone. Meine Erfahrungswerte haben folgende Werte ergeben: Klimazone -14°C ,Vorlauf 65°, Rücklauf 50°, Raumtemperatur 22°.Hiermitt lieget mann immer rictig.Es kann mit diesen Werten vorausschauent auf kommende Wärmeerzeuger die Heizlast für die zu berechnenden Räume bestimmt werden. Formel für m2: Länge x Breite x 90W/m2 x 1,43 = Watt nach DIN für Heizkörper. Für Altbau mit Deckenhöhe 3.05m ist den m2 der Faktor 1,25 hinzuzurechnen.Der Wärmebedarf für die einzellnen Räume sind wichtg, um einen Gesamtwärmebedarf für das Gebäude zu ermittelen. Hier ist der zu ermittelnde Volumenstrom aussagekräftig für das vorgeshene Heizungskonzept. Ein Hydraulischer Abgleich des Systemes ist für moderne Heizungsanlagen Grundvoraussetzung. Hier werden Energiemengen von ca 30% verheizt bzw Kapputgefahren. Mann sollte sich immer vor Augen halten das wir die Wärmeenergie im Medium ausnutzen wollen. Die Wärmeabgabe erfolgt immer über die Fläche. Je größer die Fläche mit dem entsprechenden Volumenstrom , ergibt die vorgesehene Temperaturspreizung (Qa= m x C xAt)und damit die Energieausnutzung. Mann sollte immer beachten das die Raumtemperatur an den Thermostatventilen nicht unter den eingestellten Wert der Nachtabsenkung in der Heizungsregelung eingestellt sind. Abgestellte Heizflächen ergeben immer einen Heizverlust, der von den betriebenen Heizflächen Kompensiert werden muß um ein angenehmes Raumklima zu erzeugen. Dies erfolgt dann durch erhöhung der Vorlauftemperatur und des Volumenstromes der Heizungsumwälzpumpe. Beides ist Energietechnisch unwirtschaftlich. (Kein Mensch kocht Wasser auf 100°C um mit stark fliesendem Wasser die Temperatur auf 38°C abzusnken!!) Die Heizmedumstemperatur sollte immer so niedrig wie möglich gewählt werden.
Elektronische Heizungspumpen helfen immer den benötigten Volumenstrom zu liefern.(immer den Volumenstrom an den Heizflächen Voreinstellen, Hydraulischer Abgleich)
Solarflächen: Punkt erlaubte Fensterflächen, aber keine Solarkollektoren: die firma Schüko liefert kollektoren die die gleichen Einfassungen für Fenster und Kollektorn haben. Kollektor und Fenster haben das gleich Weichbild.
Ich hoffe einwenig Verwirrung gestifftet zu haben und verbleib. MFG



Moin Ralf,



nö, Verwirrung reicht noch nicht.......jetzt das Ganze nochmal für FBH...oder lässt man die der Einfachheit halber dann auch mit 70° Vorlauf durchgluckern?

;-), Boris



verwirrung für Boris



Fußbodenheizung wird grundsätzlich anders berechnet als Heizkörper. Hier sollte die eingebrachte Vorlauftemperatur nicht mehr als 48°C betragen. Bei Einzellraumregelung (Badezimmer usw.)kann man auch die Rücklauftemperatur über Rücklauftemperaturbegrenzerventile (RTL) regeln. Dabei spielt dann die Vorlauftemperatur keine Rolle(auch 70°C möglich). Hierbei sind aber die Raumgrößen, somit auch die länge der Heizrohre zu beachten. Max Heizkrisgröse für RTL Ventile = 120m Rohrlänge. Dies entspricht Max 12m2. Emphelenswert sind Max Rohrlängen von 80m. Ansonsten sind Hydraulisch zu hohe Pumpenleistunge für die erforderlichen Durchflußmengen bei dem entsprechnden wiederständen im System nötig.Elektronische Pumpen würden dann die Aufheizzeiten und damit die Reaktionszeit der FB verlängern.Der Wiederstand des RTL Ventils ist dann zu groß. Für eine komplette FBH im Haus sollte mann immer mit VT/RT 55/45°C rechnen und entsprechen die Kesselkreiß oder Mischerregelung einstellen. Spart viel Energie.(Erinnerung an Heizmitteltemperatur auf 100°C für 38°C benötgte Temperatur).Daher sollte mann dann auch mitangeschlossene Heizkörper auf 55/45° C auslegen. Für Badezimmer sollte mann immer einen Badheizkörper mit Einplanen um eine Schnellaufheizung zu gewährleisten.Reaktionszeiten für FBHZ liegen im günstigsten Fall bei ca. 40 min. E-heizpatronen im Badheizkörper helfen in der Übergangszeit das morgendliche Fröstelen einzudämmen.Verlängerte Rücklaufleitungen (ich leg den Rücklauf als Heizschlange) sollte mann wegen der unkontrllierten Temperatur vermeiden. Hier muß immer ein Heizkörper Vorgeschaltet sein und der muß Hydraulisch dem Heizsystem angepast sein.Temperaturtechnisch Funktioniert es irgenwie, aber die Möglichkeit von ungewollten Tanzdarstellungen in kalten Tagen ist sehr groß.Fugen brechen auf und Fliesen lösen sich: Finger weg. Grunsätzlich sollte mann sich für FBHZ eine Berechnung vom entsprechen Systemanbieter machen lassen. (Gewährleistung) Ist bei Seriösen Anbietern Kostenlos.