Balkenverzahnung

29.09.2016 MartinS

Balkenverzahnung

Hallo. Ich muss nun eine Schwelle im Haus erneuern, hierbei komme ich auf eine läänge von 8 Metern, habe aber nur 5 Meter Eichenbalken. Nun suche ich seit tagen die verzahnung (siehe Bild ) und deren Winkelangaben um sie nachzubauen. (Büchereich und Internet bisher erfolglos)(Videos zuhauf) Wie heißt, diese Verbindung den korrekt?(Bild dient der Aufmerksamkeit)
Grüße
Martin



Holzverbindung



ich glaube schräges Hakenblatt, aber schau nochmal nach unter
www.fachwerk-lehmbau.de da gibt es auch Herstellungshinweise.





Super genau sowas habe ich gesucht. Vielen dank, für deine schnelle Hilfe;)



"schräg eingeschnittenes Hakenblatt"



als Suchbegriff eingeben. Auf "Fachwerk-lehmbau.de" werden Sie fündig.



hinterschnitten



Hallo

Das Teil auf dem Bild ist auch noch "hinterschnitten) … dh die obere und untere Flanke ist schräg und grösser als die auf der LehmbauFachwerkvorlage

In die 4eckige Öffnung gehört ein 4KantStab oder 2 Keile Hartholz

Im Holzbau bitte NIE Holzdübel aus Rotbuche verwenden!

Viel Erfolg

Florian Kurz



Rotbuchendübel



Hallo Florian Kurz, hab ich nicht gewußt, gibts da auch einen Grund dafür?



Schwellenverlängerung



Als Verlängerung einer Schwelle genügt auch ein einfaches gerades Blatt das unter einen Stiel positioniert wird. Sichern kann man es durch einen Eichendollen der auch ins Hirnholz des Stieles greift und so die Zapfung überflüssig macht.
Hakenblätter sind als (mehr oder weniger) biegesteife Verlängerungen von Deckenbalken o.ä. gedacht. Sie funktionieren dort nur durch Verkeilung. Dazu werden zwei gegenläufige Keile in das viereckige Loch gesetzt.



Rotbuche



Hallo

Hallo Florian Kurz, hab ich nicht gewußt, gibts da auch einen Grund dafür?

Ja

dieses Holz wird bei Kontakt mit Feuchte schnell stockig und verfault … 
im Möbelbau OK aber nicht im Hausbau …

im Aussenwandbereich beim Fachwerkbau hat Eisen, Stahl, V2A etc meines Erachtens nichts verloren … diese "verniedlichenden" Kommentare mit der rechnerischen Oberfläche … die "vernachlässigbar" sei … und die Kondensation dort nichts ausmache finde ich leichtfertig … aber so lange sowas nicht in einer DIN aufgeführt ist, scheint es auch in der Realität kein Problem zu sein …

Allerdings halte ich auch sei ein "planloses" Rumbasteln am Fachwerkhaus mit intensiver Zuhilfenahme des omnipotenten WWW für fahrlässig … denn man muss die GESAMTHEIT im Auge behalten und nicht nur das EINZELTEIL beachten … 

trotzdem:

Gutes Gelingen …

Florian Kurz



Fachwerkfassade



Dann muß ich noch einen "verniedlichenden" Kommentar nachschieben:
Da waren alle Generationen vor Dir auf dem falschen Weg Florian die an Giebelwänden Zuganker zur Anbindung der Wand an die Deckenlagen gesetzt haben. Große, teils handgeschmiedete Anker die nach innen auf die ersten drei Balkenlagen greifen- schöne Kühlrippen mit mehr als ein paar cm² Oberfläche. Trotzdem funktioniert es.



Richtig …



… diese Balkenanker waren nie innerhalb der Balken sondern immer AN den Balken dran … meist im Wandbereich im Kalkmörtelbett und erst im "warmen Bereich" mit Metallbolzen im Balken verankert … 

Zitat:
DIN-Normen sind jedoch keine Lehrbücher. Deshalb muss jemand, der sie anwendet, soviel Sachverstand haben, dass er die Verantwortung für sein Handeln selbst übernehmen kann.
© 2005 DIN Deutsches Institut für Normung e. V.


Florian Kurz



Deckenverankerung


Deckenverankerungen, aus dem Holzbaubuch von A. Opderdecke (Reprint)

Sag niemals nie...
Um es noch mal zu präzisieren:
Es geht zwar nicht um Sichtfachwerk aber um den Kondensatausfall von Metallbauteilen die bis in die Deckenlagen reichen und der Gefahr das sich hier, im wärmeren Bereich, Kondensat an den wie Kühlrippen wirkenden Metallteilen absetzt.
Deckenbalken von Holzbalkendecken spannen im klassischen Längswandbau immer von Traufe zu Traufe, sie liegen also auf/in den Längswänden auf. Beim Fachwerk sind sie auf den Rähm aufgekämmt, in einer Mauerwerkswand manchmal durch auf das Hirnholz oder die Oberseite aufgenagelte Bandeisen o.ä. mit der Wand verankert.
Insofern stimmt Deine Aussage zum Teil, Florian.
An den Giebelseiten stimmt das nicht- und um einen Giebel ging es hier.
Da laufen-streichen- die Deckenbalken parallel zur Giebelwand. Die Zuganker laufen demgemäß quer über die ersten Balken und durch die Wand nach außen. Die runden Dinger, die senkrechten in einen Stab eingesteckten Bänder oder die geschmiedeten Kreuze die man an den Giebeln in Deckenhöhe sieht.
Das ist zwar kein Fachwerk aber das Prinzip ist dasselbe, Stahl der von außen bis in die Decke reicht. Wenn da solche Eisentrumms über mehr als hundert Jahre in der Decke liegen, warum soll ein Bolzenkopf der etwas größer als ein zwei Eurostück ist (das niedlich kommt von Dir) eine Gefahr darstellen?
Übrigens, das ist der falsche Thread, es ging um die Frage mit dem stehenden Blatt.