Massivholz Dielenbodenaufbau bei grossem Tragbalkenabstand

13.04.2011



Hallo,

Erstmal: Super so viele (freundliche) Antworten in den Foren lesen zu können!!! Hochachtung!

Ich möchte einen neuen Dielenboden (Massiv-eiche 20mm stark , fallende Längen 140 mm * (1100 - 2200mm) ) Einbauen.
Meine frage ist: Da die Tragbalkenabstände (Eiche 250*200mm) ca. 1m sind (siehe Bild) muss ich wohl zusätzlich verstärken.

Eigentlich ist Schallschutz nicht von Bedeutung jedoch fand ich eine Möglichkeit im Internet von der ich wissen möchte ob Sie was taugt:

Die Tragbalken mit Brettern an der Seite nivellieren.
Die Zwischenraume mit Perlite oder so was füllen.
Schallschutz (Kork z.B.) auf die Bretter auflegen. Dann in die Zwischenraume auf das Dämmmaterial Tragleisten (70*50) auflegen und die Dielen daran verschrauben.
( Gilt das als schwimmende Verlegung?)

Macht das Sinn und ist das zu empfehlen?


Da ich weniger Wert auf Schallschutz lege, dachte ich ich könnte den Aufbau ohne Dämmung aber mit zusätzlicher Verschraubung auf den Tragbalken machen.
Ist das totaler Unsinn?

Falls alles was ich vorhabe Unsinn ist, so freue ich mich wenn jemand eine Idee vorträgt wie es Besser geht!


Vielen dank für die Antworten & und sonnige Grüße
Thilo



Deckenaufbau



Was für ein Raum befindet sich unter der Decke?
Gehört er mit zur Wohnung?



Deckenaufbau



Esszimmer mit Holz verkleideter Decke.
(Die obere Etage war vermutlich früher mal ein Korn/Stroh Speicher und die Eigentlichen Wohnräume ( bis ca. 1960 ) nur unten.

Und ja alles unser Haus!

Bis gerade dachte ich die Decke wäre abgehängt, - iss aber nich, das heißt Schallschutz wäre vielleicht doch interessant...


danke Thilo



hallo



1 m Abstand für 20 Dielen erscheint mir schon ein wenig gewagt, 25 mm sollten sie schon haben, mehr wär besser. Schalldämmung ist auch so ein Thema für sich. Trittschall kann man reduzieren durch Hanfdämmstreifen auf den Balken. den anderen Schall(Luftschall) sollten sie mit einem schweren Material eindämmen wie zum Beispiel Hanf-Lehmschüttung. Vielleicht wollen sie mehr wissen. Rufen sie mich einfach an ich helfe Ihnen gern bei der Produktauswahl. Gern lasse ich Ihnen auch ein paar Datenblätter zu kommen
MfG
Die Lehmschwalbe
Ralf Pawlik



Verstärken?



Das heißt es ist nicht möglich den Unterbau so zu konstruieren, das das schwingungsfrei wird?

Von meiner (simplizistischen) Warte aus hätte ich gedacht, mit den Mittelleisten würde genügend Stabilität aufgebaut. Also effektiv der Abstand auf 50cm reduziert?



ok,



wenn ich es richtig verstanden habe willst du die Dielen genau in der richting der Balken Verlegen ,dann sind 50 cm ok
schau dir einfach die Seite mal an vieleicht hilft es dir.
MfG Ralf
http://www.lehmschwalbe.de/Laden/media/docs/i_lls_200-3.pdf
http://www.lehmschwalbe.de/Laden/media/docs/db_lls_200-4.pdf



Ich...



..glaube, das Problem liegt hier:
"...Dann in die Zwischenraume auf das Dämmmaterial Tragleisten (70*50) auflegen und die Dielen daran verschrauben.
( Gilt das als schwimmende Verlegung?)..."
Die Dielen sollen also Quer zu den Balken liegen, richtig?
Wenn nun aber die "Tragleisten" / Polsterhölzer im Dämmmaterial liegen, wird die Last über das Dämmmaterial auf die Verbretterung auf der Unterseite der Balken abgetragen und das geht nicht.
Die Last müssen die Deckenbalken aufnehmen.

Wenn genügend Aufbauhöhe vorhanden ist, könnte man Rahmen in entsprechendem Abstand quer zu den Deckenbalken verlegen und quer dazu (also in Richtung der Balken) die Dielen verlegen, so hatte es Ralf glaube ich auch verstanden/gemeint.

Für einen Schallschutz (der braucht Masse) müsste man wohl auch erst mal prüfen, ob die Verbretterung tragfähig genug ist. Sieht auf den Bildern tatsächlich wie eine Verbretterung von unten und nicht wie ein Fehlboden aus.

Gruß
Michael



Deckenhöhe!



Das ist leider genau das Problem dem ich Ausweichen will.

Tragbalken + Querverlattung (50 oder gar 70mm) + (quer dazu) Dielen, nimmt zu viel Raumhöhe weg.

(Naiv) dachte ich einen zusätzlichen Träger (40*70) parallel zwischen die Tragbalken zu "Verankern"...

Geht das?



20mm



brettchen sind doch total dünn! da kann man doch-bei dem abstand- noch nicht mal bücher draufstellen! warum nimmst du nicht richtig dicke dielen, dann bist du sämtliche probleme los?

und ne schwere Schüttung muss rein, sonst machen die die tapsen einer katze wahnsinnig, so trommelt das! da muss gewicht rein

auf die balken muss dann nix mehr drauf. dicke bretter drauf, schwere schüttung rein, da trommelt nix mehr, ruh is!



dicke dielen



müssen nicht teuer sein. wir brauchten für unser Badezimmer ne sehr stabile diele, die auch ne gefüllte Badewanne nebst inhalt aushält- zwischen den balken ist bei uns lehm, der perfekte lärm- und kälteschutz.
statt der teuren schlossdielen von fast 40 mm dicke haben wir scheunendielen genommen. genauso dick, genauso trocken, und die paar astlöcher und blöde stellen haben wir dahin verbaut, wo nachher eh was drübersteht.

war ne preiswerte angelegenheit und sieht prima aus.



Fußbodenaufbau



Da unterhalb der Wohnraum zur Nutzungseinheit gehört sind weder zusätzlicher Schallschutz noch Wärmedämmung von Belang. Das Schwingungsverhalten der Decke wird durch die Wegnahme der Schüttung negativ beeinflußt, daher gehört statt Dämmung wieder Sand, Trockenlehm o.ä. als Füllung in die Decke. Dann als Dielung keine dünnen Brettchen, sondern richtige Dielen.

Viele Grüße



Die angedachte Hilfsdielung...



...in freien Längen benötigt einen vollflächigen Unterbau, mit der Balkenlage verbunden (OSB in Nut und Feder verklebt mind. 25mm, oder Rauhspund mind. 28mm). Darauf Rohfilzpappe und die "Reste", mit dem Unterbau verschraubt.

Oder (aufbauhöhensparend) Dielung 28mm stark raumlang.

Vorher muß aber erst ein Einschub geschaffen werden, auf den die von Georg reklamierte Masse abgelegt werden kann, und der Raum unter dem Einschub leicht gefüllt werden (MiWo, Zellulose...)

Frohes Schaffen

Thomas