Dachbodendecke ausgleichen/Deckanaufbau

03.05.2011



Hallo Fachwerk-Fans´s,

ich möchte heute mal eine von vielen offenen Fragen zu meiner Kernsanierung stellen, auf die ich noch keine endgültige Lösung habe:

Bestand:
von unten:
1. Kalkputz in Holzeisten von unten an die Balken genagelt (wurde komplett entfernt wegen Mäusekacke-Verunreinigung!)
neu zwischen den Balken Heraklith geschraubt
2. Balken mit Einschüben
3. Lehm zwischen den Balken oben bündig
4. Betonestrich (bereits entfernt)

Höhenunterschied ca. 120 - 140mm von der einenen Ecke in die andere.

Genutzt wird der Raum später als Wohnraum. Darunter ist dann bereits schon ein Wohnraum.

Was hab ich da für Möglichkeiten die am besten auch noch größtenteils in Eigenleistung machen kann? In den Hochglanzprospekten der div. Hersteller gibt es einfach zu wenig oder keine Aussage für o.g. Deckenkonstruktion.

Belag soll dann entweder Dielenboden oder Fertigparkett werden.

Freue mich auf Eure Antworten bzw. Vorschläge.

André



Deckenaufbau



In den technischen Merkblättern der Markenhersteller für Trockenestrichsysteme gibt es sehr wohl ausführliche und detaillierte Beschreibungen. Lesen Sie sich ein, die Angaben sind alle im Internet zu finden.
Zu dem Höhenunterschied:
Besteht der nur in einem zukünftigen Wohnraum oder betrifft es die gesamte Geschossfläche?
Gibt es eine Treppe zum Dachgeschoss, wie ist der Austritt (an der höchsten, der tiefsten oder einer mittleren Lage der Deckenoberkante?
Wieviel Kopffreiheit besteht jetzt vom höchsten Punkt der Ebene (Balkenoberkante) zur Unterseite des Tragwerkes(Zangenlage falls vorhanden)?

Viele Grüße

Das Bild zeigt einen Höhenausgleich mit OSB auf einer DG- Decke



Körnige Ausgleichsschüttungen...



...aufbringen und einen Fermacellplattenboden verklebend verlegen.
Trockenausbaufirmen können sie da vor Ort betreuen.
Als Ausgleichsschüttung für Ihre Höhenunterschiede könne ich Pellito empfehlen (Gewicht ist ja auch noch die Frage!) oder lieber eine geringere Ausgleichsschüttung und mit 50 mm DHD-Doserplatten den Aufbau dann vornehmen. Darauf dann eine Holzdielung verlegen.



Danke



schon mal für die Antworten.

Die Deckenbalken sind sehr unterschiedlich hoch und die Lehmausfachungen teilweise defekt. Die Lehmwickel wurden an manchen Stellen schon erneuert und von unten mit Heraklith verkleidet. Auch wurden bereit mit Strohlehm diverse "Löcher" gestopft. Der Unterschied zwischen höchstem und niedrigsten Punkt beträgt max ca. 17cm. Ich denke eine Konstruktion mit Auflagehölzer scheidet da aus. Da muss man ja "Türmchen" bauen...
Vom Gewicht her sollte es keine Probleme geben. Der Statiker hatte angeordnet den Zementestrich zu entfernen und dann den Boden mit leichten Materialien neu aufzbauen. Es lagen früher zu Erntezeiten locker zwischen 5 und 10 Tonnen Getreide auf dem Boden.

An der Treppe zum Dachraum wurde ein neuer Stahlträger eingebaut. Dieser liegt exact auf der Höhe des höchsten Deckenbalkens. Also kein Problem. Die Treppe wird auch erneuert. Der Boden vom nächst angrenzenden Raum ist höher und gibt auch eine Stufe.
Das lichte Maß vom höchsten Balken zur Zangenlage beträgt ca. 2,1 mtr.
Der Dachboden hat mir schon einige Kopfschmerzen bereitet... Ansonsten sind die Böden im Haus eigentlich kein Problem bzw. habe ich da schon Lösungen für.

Schönen Abend noch.

Gruß
André



Deckenaufbau



Da haben Sie schon das erste Problem: 2,10 m abzüglich der Decke (min 30 mm) und des Fußbodenaufbaues (min 35 mm) kommen Sie auf eine fertige Geschoßhöhe, die weder zulässig noch angenehm ist.
So große Höhenversprünge wie bei Ihnen kann man am besten durch Podeste oder Stufen ausgleichen, so muß nicht die gesamte Fläche auf eine Höhe gebracht werden. Wenn solche Absätze geschickt in die Nutzung des Raumes integriert werden dann stören sie nicht sondern bereichern den Nutzungswert und die Optik.

Viele Grüße



Deckenhöhe



Hallo Herr Böttcher,

das Dach bleibt bis unter den Firstbalken offen. Also die 30mm fallen schon mal weg. Versprünge und Podeste habe ich in dem Haus auch schon gabaut, ist aber in diesem Raum nicht machbar. Das Gefälle zieht sich halt über den ganzen Raum, bzw. am tiefsten da wo nur die Deckenbalken ohne darunterliegende Wände sind (Durchbiegung der Balken)

Es geht mir halt darum den möglichst niedrigsten Bodenaufbau zu bekommen mit dem ich auch große Differenzen ausgleichen kann. In einem darunterliegenden Raum hab ich auch ein Gefälle von ca. 3 cm. Da werde ich nicht machen und es so lassen. Stört mich auch nicht. Aber durchschnittlich 8cm sind eindeutig zuviel.

Ich dachte an eine LiaporFit-Schüttung. Ich kann allerdings bei den techn. Daten keine maximale Schütthöhe erkennen. Mindestens 10mm hab ich schon gelesen.

Dann Fertigestrichelemente von Knauf oder Fermacell. Es soll Fertigparkett aufgelegt werden.

Gruß
André



Moin Andre,



wenn Trittschall nur eine untergeordnete Rolle spielt, wäre es auch noch möglich Dielen zwischen die Balken zu verlegen.

Was solls denn werden?

Gruss, Boris



Dachbodendecke



Hallo,

es soll so was wie ein Studio werden, evtl. später ein Kinderzimmer. Genau ist das noch nict so geplant. Ich weis halt nur nicht ob eine Schüttung da das richtige ist. Da wird doch die Last auch auf den Einschub übertragen?! Aber ich denke das sollte der aushalten. Für eine Dielung sind die Balken doch sehr unterschiedlich hoch und man müsste sehr viel unterbauen. Auf der Liapor-Seite gibts da auch Lösungsvorschläge und da wird die Schüttung auch über Balken und Einschub gebracht.
Für weitere Ideen undLösungsvorschläge wäre ich dankbar.

Gruß
André



Deckenaufbau



Also zuerst waren es 12-14 cm, dann 17, jetzt sind es nur noch 8 cm Höhenunterschied.
Ein wenig präziser wäre schon gut.
Wie groß (lxb) ist der Raum eigentlich?
Zu Ausgleichsschüttungen: Solche Schüttungen, die auf dem Einschub aufliegen dürfen nicht belastet werden, auch bein Liapor! Bei einer Ausgleichsschüttung, egal mit welchem Material, ergibt sich folgende Mindestbauhöhe:
- 25 mm Rauhspund oder OSB,
- Rieselschutz,
- min 10 mm Ausgleichsschüttung,
- min 25 mm schwimmender Plattenbelag (OSB, Trockenestrich, DHD Doser...)
- ca. 5- 25 mm Belag.
Man kann die ersten 25 mm einsparen, wenn man wie von Boris vorgeschlagen die Rauhspundlage zwischen den Balken verlegt.
Haben Sie schon mal drüber nachgedacht, die Zangenlage (wenn es denn eine ist) ca. 20 cm nach oben zu verlegen?

Viele Grüße



Deckenaufbau



Guten Morgen,

also zwischen die Balken geht nicht, da die Strohlehmpackungen da drin liegen. Nur an manchen kleineren Stellen gucken die Einschubleisten raus.
Die Balken höher zu setzen ist ein zu großer Aufwand.
Ich werde heute mittag mal einen Trockenbauer zu Rate ziehen.
Denke der wird sicher auch eine Idee für das Problem haben.
Hab mal ein Bild von der Beispieldecke beigefügt.

Gruß
André



Deckenaufbau



Das ist eine Neubaudecke, Herr Schäfer.
Keine Einschubdecke im Altbau.

Viele Grüße



Moin Andre,



stellt sich ja zunächst die Frage, ob nicht das Gewicht des Betonestrichs (wie stark war der?) die Balken durchgebogen hat. Die Einschübe scheinen es ja jedenfalls gehalten zu haben.

Wenn deine Strohlehmpackungen heilig sind, lebst du entweder mit einer Deckenhöhe knapp um die 2m oder legst direkt Dielen mit passenden Abstufungen.......

Gäb's noch ein aktuelles Foto?

Gruss, Boris