Chemische Keule gegen Befall und Vorbeugung?

24.12.2008



Hallo an die Communitymitglieder,

da ich gerade dabei bin mein Bauernhäuschen zu sanieren (derzeit nicht bewohnt), und ich keinen aktiven Befall?! habe, nun die Frage, mir wurde von einem Zimmerman das Mittel Kulbanol HB- PM empfohlen, wie ich jetzt hier aber schon gelesen habe, ist dies nicht für offen gelegene Holzbalken im Wohnraum gedacht!? Für die verdeckten Balken ok, aber was kann man dann vorbeugend nehmen? Oder reicht es wenn man die Balken danach noch lasiert? Reicht es eventuell auch wenn mqan die eingestrichen Balken eine ganz lange Zeit ablüften lässt (so 2-3 Monate)?

Vielen Dank schon mal im vorraus!

MfG LeckaLutschi



Kein Befall, dann nehmen Sie - nix,....



....weil Sie nichts machen brauchen und auch nicht dürfen.





Nicht einmal an den Sparren oder Balken die überbaut werden? Warum eigentlich nicht dürfen? Es hat irgendwie auch einen psychologischen Effekt bei mir, wenn ich weis, dass etwas dafür getan wurde das es nicht mehr auftritt! Gibt es sonst irgendwelche Methoden um wenigstens ein bisschen vorzusorgen?

MfG LeckaLutschi



Psychologie



Da nennen Sie schon den Grund für die massenhafte sinnfreie Anwendung von chemischen Holzschutz im Innenraum: die gefühlte Bedrohung, der Wunsch nach Beruhigung. Es gab mal die Ausstellung "500 Jahre Garantie" über die Beständigkeit von Fachwerkbauten unter Pflege und wir wissen: Da gab es keine chemische Krücke, wohl aber ausreichend Schadinsekten, die sich nach Futter sehnten.
Unsere Furcht wird durch die Werbung der Heimwerkerindustrie immer neu erweckt und dagegen hilft nur : Wissen. Vielleicht hilft der Gedanke: alles was Sie aufbringen, werden die Lungen der Bewohner in den nächsten Jahren durch Ausgasungen oder Abrieb im Staub aufnehmen und filtern. Sie sind zu wertvoll, um sich durch rituelle Ersatzhandlungen zu gefährden.



Vielen Dank!



Danke für die Beiträge, irgendwie muss ich euch schon recht geben, dass man(n) am Ende sich selbst damit schadet! Werde wohl die Balken nur lasiern( im sichtbaren Bereich)!

Viele Dank und "Frohe Weihnachten"

LeckaLutschi





Hier noch mein Kommentar dazu:
Wenn der konstruktive Holzschutz beachtet wird, sind Holzschutzmittel unnötig. Das beweisen Jahrhunderte alte intakte Konstruktionen.
Wenn Sie besonders ruhig schlafen wollen, nehmen Sie Holz, welches artbedingt besonders widerstandsfähig ist, also Lärche oder auch Kiefernkernholz statt Fichte, oder dann Eiche oder Robinie.
Besonders ausgasende Holzschutzmittel würde ich in der Nähe menschlicher Behausungen nicht dulden.



@ Mario



Wunderschön auf den Punkt hin formuliert.

Trotzdem die Frage in die Runde, ob es nicht doch sinnvoll sein kann, verkleidete Hölzer mit Nähe zu Außenwand oder Dach, wo neben der fehlenden Kontrollmöglichkeit oft auch eine bauklimatisch schwierigere Situation gegeben sein kann, mit z.B. einem glykolbasiertem Borat zu behandeln.

Grüße

Thomas



Leinöl



ist ein vergessenes Holzschutzmittel und als heiß-industrie-Pressung für ca.0.7€ in Ölmühlen zu kaufen.
Das Öl wirt keinen aus dem Holz treiben ;-)aber es macht auf jeden Fall die Oberfläche nicht mehr so lecker für die kleinen Schädlige.
Wenn man(n)lange genug sucht,findet man auch Sachen die Gesundheit Bauträger und Geldbörse schutzen.

Gruß Andreas
naumannandreaswilthen@gmx.de