1. Vollflächiger Außenputz über Holzfachwerk 2. Innendämmung

23.06.2009



Hallo,

ich habe ein Fachwerkaus aus ca. 1700 erworben, welches außen vollflächig verputzt ist.

Wer kann mir geeignete Tipps zu den folgenden Problembereichen geben?


1. Im Sockelbereich sind im Anschluss an das Straßenpflaster einige Putzstellen ( max. jew. ca. 10 x 15 cm ) ausgebrochen. Zudem sind einige Risse entstanden. Ich möchte den gesamten Sockel neu verputzen.

- Welcher Mörtel ist zur Reparatur geeignet und
ist zudem spritzwasserabweisend?

- Welches Gitter lege ich in den Putz ein?

2. Die Innenwände sind z.T. sehr schlecht verputzt. Welchen Kalkputz kann ich auf den vorhandenen Lehmputz auftragen, ohne mit Löschkalk arbeiten zu müssen?

3. Evtl. ist es jedoch sinnvoller, vorher eine Innendämmung einzubringen. Hat jemand Erfahrung mit Kalium-Silikat-Platten?

Dank & Gruß

Günter



Putzfrage



Hallo

ALter Putz weg - neuer Putz dran!
Vorschlag: www.solubel.de für den Socken den SP50 - mehrlagig

Der hält seit Jahren in Bremen an der Kaimauer, dann wird er das Spritzwasser auch aushalten!

Ohne Gitter!

Entweder mit dem "normalen" solubel-putz oder überlegen auch auf Lehm zu gehen!?
Wenn Kalk drauf gut anrauhen - Kalk auf Lehm haftet nur "mechanisch"!

Ich würde keine Innendämmung nehmen - bringt nichts ausser nachträgliches Ungemach!

FK





Hallo,

im wesentlichen mit meinem Vorschreiber einverstanden. Mit dem Verzicht auf Innendämmung nicht, weil die das Haus im Winter einfach wohnlicher macht.
Aber Calzium-Silikatplatte ist zu teuer.
Ich empfehle Ihnen Holzweichfaserplatten, nicht stärker als 5 cm, darauf dann den Innenputz; wenn Sie mögen auch von Solubel (auch wenn der teuer ist).

Grüßevom Niederrhein



Innendämmung



Eine Innendämmung sollte nicht aus Zwang installiert werden nur weil “dämmen” modern ist. Herr Kurz hat schon Recht Ihnen davon abzuraten. Ihr Fachwerkhaus wird dadurch mit einer grundlegenden Änderung konfrontiert. Ihr Haus steht seit über 300 Jahren und das hinsichtlich eines funktionierenden Systems.


Die Eigendämmung der Wand ist für unsere Regionen im normalfall ausreichend dimensioniert und benötigt keinerlei Zusatzdämmung. Eine steigernde Wirkung der Behaglichkeit durch eine Innendämmung kann nicht garantiert werden. Ebenso wenig eine Drosselung des Geldflusses aus Ihrer Brieftasche zum Anbieter.

Sie müssen sich wohlfühlen und im Winter mit Ihrem Haus zufrieden sein. Die Heizkosten sollten im Rahmen liegen.

Herzlichst
A.Zima



zur Innendämmung



ja , man sollte sich in der Bausubstanz wohlfühlen. Dazu ist es wichtig, das die Wandoberflächentemperatur so hoch ist, das es keine Gefahr des Tauwasserausfalls in den Wandecken gibt. Grenztemperatur hier : ca. 12,6 ° cels. erste Möglichkeit : ausprobieren und das Thema Innendämmung auf nächstes Frühjahr verschieben. zweite Möglichkeit : auf die Erfahrung anderer hören,und mit eigenen Wohnbedürfnissen in Einklang bringen. Bei 14 cm Fachwerkwand und Aussenputzohne zusätzliche Dämmung( Voraussetzung der Aussenanstrich ist diffusionsoffen), ist 40 - 60mm Holzfaserdämmung innen , mit Lehm vollflächig angesetzt und überputzt, empfehlenswert.



Dämmung



ist nicht "modern", sondern sinnvoll, wenn sie richtig ausgeführt wird. Vor dreihundert Jahren haben sich die Bewohner dieser Häuser mit 30 mit Rheuma herumgeplagt und die Kinder sind ihre Rotznasen nie losgeworden. Soviel zur "schönen" alten Zeit.
In diesem Fall würde sich eine Aussendämmung mit Holzweichfaser und Kalkputz anbieten. Eine Innendämmung ist immer die zweitbeste Lösung.
MfG
dasMaurer



Märchen und Geschichten



Hallo

Ihr Statement mag zwar weithin Beifall finden - ist aber trotzdem nicht richtig!
Oder haben Sie außer: "das weiss doch jeder" irgendwelche geschichtlichen Fakten an der Hand?

Früher sind die "normalen Leute" an Mißernährung, knüppelharter Arbeit (mehr als 40 Std.) und Kriegen nicht alt geworden - nicht an "ungedämmten Wohnräumen"
Pfaffen, Adelige und der gehobene Mittelstand (reiche Kaufleute, Handwerker - aus den Städten) sind wohlweißlich älter geworden.
Von denen haben ja auch die meisten die Leibeigenen Bauern und Landleute bis auf die letzten Hemden ausgepresst um deren hohen Lebensstandard sich leisten zu können.

Also bitte: Die Kirche im Dorf lassen.

Alle "Dämmereien" sind gerade mal max. 80 Jahre alt und können mit mehr Schäden aufwarten als mit langlebiger Konstanz!

FK



dieses fast unerträgliche Geschwafel



erlöse mich von Florian, ich kanns nicht mehr ertragen. So wenig Wissen gepaart mit soviel billiger Polemik, mit etwas Weltverschwörung gewürzt. Wem soll das nützen ?, einem Bauherrn jedenfalls nicht .



So geht's mir auch!



Immer die schwächlichen Allgemein-Phrasen mit oberflächlichstem Verkaufsmarketinbebrabbel und permanenter Nachbeterei von Werbeaussagen der Industrie.
Warum auf diesem Niveau - ohne Fakten!?

Hilft das dem Bauherren oder euerem eigenen Geschäftchen?

Ich gönns euch ja!

Aber besser wirds dadurch für den Bauherrn auch nicht!

Dann hätte ich gerne noch ein Beispiel von: "wenig Wissen" und der Polemik!

Was Sie da schreiben: Was ist das? Polemik oder Unverschämtheit!
Das lasse ich prüfen!

An Sonsten immer bei den Fakten bleiben!
Man sollte seine Aussagen immer belegen können - sonst wirds unglaubwürdig!

FK



1. Vollflächiger Außenputz über Holzfachwerk 2. Innendämmung



Hallo,

was den Außenputz angeht, schönen Dank! Die Hinweise werde ich beherzigen.

Bei der Innendämmung bin ich nun erst recht in der Position:

Da steh´ich nun,
ich armer Thor,
und bin so klug
als wie zuvor.

(J.W. v. Goethe)

Ist das nun eher eine Glaubenssache, oder gibt es auch gesicherte Erkenntnisse?

Ich bin für jeden weiteren Hinweis dankbar. Ach ja, da hat auch ein Tipp Wirkung hinterlassen: Calzium-Silikatplatten habe ich - nach einer weiteren Recherche - ausgeschlossen.

Gestatten Sie mir eine weitere ( naive? ) Frage:
Was ist denn davon zu halten, den Wandquerschnitt durch eine innen vorgesetzte, vollflächig mit dem Außen-Fachwerk lehmvermörtelte Hebelmauer ( welche selbst mit dem üblichen Klebemörtel versetzt wird ) zu verstärken?

Ansonsten wäre ich schon glücklich, nicht den Anlass für einen verbal entgleitenden, erbitterten Richtungsstreit gegeben zu haben.

Dank und Gruß
......und immer schön locker bleiben

Günter



Rechnung



Hallo

"… so klug als wie zuvor …"
Klüger, denn Sie haben verschiedene Meinungen gelesen, selbst recherchiert und Ihr Wissen erweitert.

Die verschiedenen Vorschläge sind immer eine Rechnung wert:

Aufwand - Kosten - Nutzen - Effektivität und langlebige Nachhaltigkeit

Da spielen unterschiedliche Faktoren mit rein.

Bei der Baueffizienz für die Nutzung sind auch die Heizung (Strahlung - Konvektion), die Fenster und die Gesundheit relevant.

Die Vergrösserung der Masse wäre nicht schlecht, wenn es für das Bausystem nicht zu viele Nachteile geben würde, die man beachten muss. Baudetails sind das Zünglein auf der Waage und entscheiden über Bauschaden und Nicht-Bauschaden.

Hier kann man nur Tips und Anregungen geben - was aber eine m.E. notwendige gesamte Sanierungskonzeption nicht ersetzen kann.

Der Slogan: Aussendämmung und Innendämmung "kann man machen"! ist irreführend weil alles gewisse Konsequenzen nach sich zieht, die meist ausgeklammert werden (man will ja was verkaufen und den Bauherrn nicht mit allzuviel "Ballast" belasten) oder ignoriert werden oder nicht gewusst werden (weil das tolle Bausystem noch relativ neu und ohne langzeitliche Erfahrung ist)

Machen Sie den Innenputz aus Kalk oder Lehm ein bisschen dicker, optimieren Sie das Heizsystem sinnvoll und geben das gesparte Geld für was anderes aus!

FK



Innendämmung-> Wenn dann Massiv



"Machen Sie den Innenputz aus Kalk oder Lehm ein bisschen dicker, optimieren Sie das Heizsystem sinnvoll"

Genauso und nicht anders.

Herzlichst

A.Zima



Vor Massnahme kommt Sanierungskonzept



Dämmung von innen, ist wegen der vielen Anschlusspunkte unvorteilhaft (zuviele Schwachstellen).
Hier entweder wie schon geschrieben Putz stärker oder von aussen eine Vorhangfassade mit Ziegelgewebe anbringen und verputzen.
Diese kann so vorbereitet werden, dass das nachträgliche dämmen auch möglich ist.

Grüsse Thomas



Richtig Heizen: Hüllflächentemperierung beim Konrad Fischer



Wobei man das:

"optimieren Sie das Heizsystem sinnvoll" ...

... doch etwas genauer beschreiben könnte, wenn man die Zeit dazu hätte.

Günter, lesen Sie doch mal folgendes, dann haben Sie einen guten Überblick:

http://www.konrad-fischer-info.de/7temper.htm



Alter Steinofen



Hallo Zusammen.
Wir versuchen grade einen alten Resthof zu einem Erholungsort für Kinder und Jugendliche umzugestalten. Leider haben unsere Nachbarn da einige Probleme mit. In Keller des Hauses ist ein alter Steinofen, den unseren Nachbarn unter Denkmalschutz stellen wollen. Weiß jemand was dann auf uns zu kommt und ob das gesamte Haus damit auch unter Denkmalschutz gestellt wird?

Wir hoffen auf eure Hilfe.
Daniel und Anne