Ausenwand in Erdreich dämmen

27.10.2014 ManuK100



Hallo zusammen,

wir haben eine Ausenwand bis ca. 20cm unter die Bodenplatte frei gelegt, mit Putz begradigt und nun mit 2 Lagen Bitumendickbeschichtung (dazwischen Gewebe) abgedichtet.
Im nächsten Frühjahr soll ein Vollwärmeschutz angebracht werden. Wie genau dieser aussehen soll/muss weiß ich noch nicht genau. Lese mich derzeit in das Thema hinterlüftete/vorgehängte Fassade ein.
Nun stellt sich uns die Frage ob es Sinn macht, den in Erdreich liegenden Teil auch zu dämmen? Die Ausfachung ist (vermutlich) über die ganze Wand mit Ziegeln hergestellt. Die Räume hinter der Wand sind Küche und Bad. Das Erdreich steht etwa 1m hoch an. Soweit möglich haben wir die Wand begradigt, haben aber immer noch eine ganz schöne Buckelpiste.
Und meine Frage: Wand dämmen? Wenn ja, wie genau? Bevor ich evtl. eine Firma kommen lasse, würde ich mich gerne erst mal selbst informieren und mir nicht das blaue vom Himmel verkaufen lassen. Evtl. ist die Dämmung auch in Eigenleistung möglich?
Freue mich über alle hilfreichen Tipps und Meinungen.



Moin Manu,



wir haben bei uns mit 10cm XPS-Platten bis 30cm unter Gelände selber gedämmt. Wirklich Sinn macht nur der Teil, der bei strengem Frost friert = Kälte an die Hauswand abgibt.

Wenn du nur oberhalb dämmst, können an der Grenze gedämmt/ungedämmt Probleme auftreten = Kondensat innen am Boden/Wandunterkante.

Also Wand egalisieren, Abdichten (mineralisch bzw. bituminös), Platten möglichst hohlraumfrei aufkleben, Noppenbahn davor, Erde/Pflaster/Platten.

Je nach weiterem Aufbau empfielt es sich auch den Sockel im Spritzwasserbereich gleich mitzumachen, bei Hochwassergefahr sowieso.

Gruss, Boris





Vielen Dank für die schnelle Antwort:-)
Eben dieses hohlraumfreie Aufbringen stelle ich bei uns in Frage. Das "Fundament" wurde vermutlich mittels verlorener Schalung gegen Erdreich gegossen, darauf die Wände erstellt und dann den Rest nicht wieder mit Erde sondern (teilweise) einfach mit grobkörnigem Zement wieder verfüllt. Haben die Poren mit Putz geschlossen und so gut es ging begradigt, aber haben immer noch eine Mondlandschaft.
Macht es Sinn, Styroporplatten aufzustellen und den Zwischenraum zur Wand hin mit einer Schüttdämmung (z.B. Perlitte) zu verfüllen? So hätten wir wenigstens keine Hohlräume.
Wie würde man dann den oberen und unteren Anschluss ausführen? Mit einer Art Abdeckplatte?
Abgedichtete ist die Wand ja bereits nur Wasser zwischen Styropor und Schüttdämmung ist ja eher kontraproduktiv wenn nicht gänzlich schädlich.
Wenn du schreibst, das es nur bis zur Frosttiefe Sinn macht, würde ich gleich den ganzen Erdberührenden Teil dämmen, da dieser nur 1m hoch ist. Frostfrei wären ja schon 80cm und auf die restlichen 20cm käme es dann auch nicht mehr an:-)
Die Dämmung müsste halt feuchteresitent sein damit da auch nach ein paar Jahren noch was von übrig ist und nicht alles gänzlich weggegammelt ist. Sollte mit Styropor ja eigentlich gegeben sein?



Moin Manu,



wir haben neu vorbetoniert, um eine ebene Dämmunterlage zu erhalten.

"Eins nach dem Anderen" gilt zwar für die Ausführung, durchgeplant sollte es aber schon vorher sein....von jemand der etwas davon versteht.

Ohne Fotos, Skizzen und Konzept kann dir hier niemand vernünftig weiterhelfen - zu viele Unbekannte.

Gruss, Boris