Sehr hoher Aufbau Dielenboden

21.10.2010



Hallo zusammen,
Wir planen in unserem Anbau einen Dielenboden. Der Boden soll ins Kinderzimmer und in den Wintergarten, also härteste Umwelteinflüsse aushalten.

Vorhanden:
Betondecke, darunter Kellerraum. Nun liegt das Problem eindeutig in der Betondecke.
Diese sieht nicht gut aus, es stehen kleine Knubbel hervor
Die Betondecke ist uneben und bis 3cm unterschiedlich im Blei.

Gesamtaufbauhöhe beträgt 20-23cm!

Wunsch:
trockener Aufbau, kein Estrich, keine staubende Schüttung, gesundes Wohnklima,

Dielen:
50qm Massivholdielen Eiche unbehandelt, werden später behandelt,
160x500-2200mm fallende Längen, Stàrke 20mm (45Euro/qm)denkbar wären auch 24mm (65Euro/qm)eingesetzt werden.

Aufbau:
ursprünglich wollten wir CATSTEP von Osmo nehmen um die ungerade Betondecke auszugleichen, diese sind aber recht teuer, ca 400 Euro für beide Räume

geplant sind:
-Feuchtesperre (Folie)
- ggf Trittschalldämmung Kokos
-6cm10cm Brettschichtholz nsi, darunter ausgleichplättchen um ein Niveau zu erreichen
-10cm x 6cm Kreuzlattung, Brettschichtholz, verschraubt mit unterer Lattung
- Dielen verdeckt verschraubt

Die Zwischenräume wollen wir mit Holzwolldämmplatten ausfüllen (STeico)

Nun möchten wir gerne von eueren Erfahrungen profitieren.
Gibt es eine Möglichkeit für die erste Lage sauber auf dem Betonboden zu legen ohne das diese wackelt? Was haltet Ihr von dem Aufbau, habt Ihr bessere Vorschläge?

Beste Grüsse von der Mosel
Stefan



Dielenboden



Zum Aufbau einer Dielung wird sich die Holzfraktion sicher noch melden.
Was nicht funktionieren wird ist eine Folienabdichtung auf dem rohen Beton. Die geht innerhalb kurzer Zeit beim Darüberlaufen kaputt.
Am Ausrichten der Tragkonstruktion kann ich keine unüblichen Schwierigkeiten erkennen, die nicht mit Maurerhammer und ein paar Unterlagsplättchen gelöst werden können.

Viele Grüße



Hallo Stefan,



für mich hört sich der Aufbau gut an. Klar ist, denke ich, dass das untere Holz nur auf die auf die Folie bzw. auf den Trittschalstreifen aufgelegt und nicht durchgeschraubt werden darf.

Also wie Du den Boden ausgleichst kommt auf Deine Fähigkeiten an. Entweder mit Holz oder mit Ausgleichsestrich.

Als Dämmstoff würde ich Zelluloseschüttung empfehlen die deutlich günstiger und einfacher einzubringen sind als das Material von Steico.

Gerne bieten wir Dir auch kostengünstiger Eichendielen als die angedachten an.

Grüße aus Koblenz Gerd



Genauer Aufbau?



Danke für die Antworten,
sieht so aus als ob ich mein Aufbaugrundsystem gefunden habe.
Ich habe hierzu noch einige Fragen die ins Detail gehen:

Ist es auch möglich, anstelle der Unterlegsperrholzplättchen eine Matte zu legen, z.B. Steico 30mm dick die sich dann von sich aus dem unregelmässigen Beton anpasst?

Sind die Lagerhölzer in der Dicke gut aufgeteilt, ist es richtig das ich hier BSH-Holz gewählt habe? Eine Möglichkeit wäre unten BSH-Holz da ich hier ja nur punktuell aufliege und auf der Konterlattung KVH zu wählen?

Wie kann ich bei der Zellulosedämmung sicherstellen das der Papierstaub nicht in die Raumluft gelangt, schließlich ist auch hier Bor enthalten? Deshalb hatte ich ursprünglich noch Steico ausgewählt. Rest habe ich noch eine Diffusionsoffene Papierfolie (Tyvek), diese könnte man luftdicht verlegen?

Gruss
Stefan



Der



Boden selbst wird über das Nut und Federsystem dicht.

Wahlweise kannst Du den Rand mit der Sockelleiste abspritzen oder ein Rielschutzpapier über den Boden auslegen und am Rand verkleben.

Die Weichholzfaserstreifen können sich plattdrücken.

Auch KVH Holz kann ich nur empfehlen.

Grüße Gerd



Dielenfraktion:



Die komfortable Dichtbahn zur Selberverlegung wäre die GEFITAS PE 3/300. Darauf würde ich die erste Balkenlage legen, Ausgleich nur insofern mit flächigen Distanzhölzern, damit nix hohl liegt. Der Niveauausgleich zur ebenen Dielung erfolgt zwischen den Balken zur Kreuzlage.

Um so dünner die Dielung, um so näher die Balken. Ich würde ferner keine freien Längen, sondern gleiche Längen oder Rastermaße verlegen,die mit dem Lagerholzabstand abgestimmt werden. Grundsätzlich stoße ich immer auf den Lagerhölzern. 20mm läuft ja fast noch unter Furnier. 24mm sollten es schon sein.

@ Gerd

Wenn's noch billiger wird, ist die Eiche aber nur aufgedruckt, oder? Das ist ein Baum, der braucht 120-150 Jahre zur Reife, noch älter wäre begrüßenswert.

Grüße

Thomas



BSH



Guten morgen,
ohne Hohllage geht es nicht, selbst wenn ich die Balken auf der Betonplatte auflegen würde gäbe es Hohllagen. Ein Unterfüttern auf den Kreuzen würde dann noch das Problem mitsichführen das man hier auch eine leichte Schrägstellung ggf. ausgleichen müsste, schwierig.
Deshalb tendiere ich dazu die unterste Balkenlage als Brettschichtholz zu bestellen. Es wäre denkbar unten 12cm hoch, oben 8cm hoch. BSH windet sich nicht so wie Konstruktionsholz. Was ist eure Meinung hierzu?
Gruss
Stefan



???



Guten Morgen,
meine Konstruktion habe ich etwas geändert, Meine Auflager sind KVH 120x60, meine Kreuzlattung KVH 60x60. Ich habe das Holz sehr günstig bekommen, daher der Formatwechsel.
ich habe zwei ganz spezielle Frage die sich nun aufgetan haben, nachdem ich hier im Forum die Folgebeiträge gelesen habe und nun etwas verunsichert bin.

1. Wenn ich die Holzlehmhobelspäne einsetze (was ich sowieso vor habe), kann ich dann auf die Dampfsperre verzichten, ich tue mich schwer damit weil meine Wände aus Lehmputz sind und am Boden unzählige Rohrleitungen, Elektrokabel,etc verlegt sind. (Durch meine Unterlegplättchen bin ich in meist über den Elektroleitungen was mir viel Ausklinken erspart)
Wenn diese Dämmung Feuchtigkeit aufnehmen und abgeben kann und keinen direkten Kontakt zu der Dielung hat ist das nach meinem Layenverständis doch ausreichend.
Zimmer: Die Temperatur im unterliegenden Keller wird wohl nie unter 10 Grad fallen, im Beheizten oberen Schlafzimmer gibt es im Sommer max.23 Grad, im Winter 18 Grad.
Wintergarten: Hier kann die Temperatur im Hochsommer schon auf 30 Grad steigen, im Winter wird sie bei 18-20 Grad liegen. Auch der Wintergarten ist Unterkellert.

Kann mir jemand hier helfen, ich bin jetzt doch sehr verunsichert.
2. Ich habe für die Kreuzverschraubung der Kreuzlattung 5mmSpax vorgesehen, nun lese ich bei Beate das man diese nicht unbedingt Verschrauben muss, was ist nun richtig bzw. besser???

Vielen Dank schon mal im vorraus für die Tipps,
Gruss
Stefan Konrad



Also:



"kann ich dann auf die Dampfsperre verzichten"

Nein, das sollten sie nicht. Und noch weniger, wenn Sie mit einem organischem Dämmstoff arbeiten. Ihre Lagerhölzer werden es Ihnen danken.

Durch die Befestigung der oberen Lagerhölzer mit den unteren wird das Verlegen leichter, und Ihr Boden stabiler. Ich wüsste nicht, was dagegen spräche.

Grüße

Thomas