Aufbau Bodenplatte im EG

23.03.2018 harter.oli



Hallo zusammen,

es ist schön so ein Forum gefunden zu haben :-)
Ich habe schon viel mitgelesen und nun muss ich eine Frage los werden.

Ich habe ein Fachwerkhaus aus dem Jahr 1930 von meinen Eltern übernommen und bin aktuell dabei es kernzusanieren. Aktuell bin ich im EG, da habe ich Probleme mit Feuchtigkeit. Es geht um zwei Räume die davor Abstellräume waren und nun zu einem Wohnraum +einem kleinen Bad umfunktioniert werden sollen. Die Wände sind/waren feucht und von der Bodenplatte drückt Feuchtigkeit hoch (wenn man einen Eimer auf den Boden stellt wird es darunter feucht).

Nun habe ich bereits die alten Gipskartonplatten mit Styropor weg gemacht und bin aktuell dabei den alten losen Putz von der Wand zu entfernen und alle losen Bestandteile mit der Sanierungsfräse weg zu machen. Danach kommt die Bodenplatte raus.

Geplant ist eine neue Bodenplatte und an den Wänden eine Horizontalsperre mit Kalziumsilikatplatten.
Speziell geht es mir erst mal um die Bodenplatte.

Geplanter Aufbau Bodenplatte:
Schaumglasschotter 20 cm
Betonplatte
Dichtschlämme (Abdichtung)
Trockenestrich
Laminat/Vinyl

--> ich habe nun in ein paar Beiträgen gesehen, dass nach der Abdichtung nochmals eine Dämmung verbaut wird. Ist das wirklich nötig? Ist der Boden sonst zu kalt? Wollte extra eine dickere Schicht Schaumglasschotter verwenden.

Alternativ dann:
Schaumglasschotter 20 cm
Betonplatte
Dichtschlämme (Abdichtung)
Lagerholz
Schüttung
Trockenestrich
Laminat/Vinyl

Was für einer Höhe würdet ihr mir empfehlen für den Glasschaumschotter und der Betonplatte?

Da ich das Aufgraben in Eigenleistung machen will, will ich natürlich nicht so weit runter.



Fußbodenaufbau



Gegenvorschlag:
Falls! das eine Bodenplatte sein sollte, drinlassen.
Fließspachtel als Höhen- und Ebenheitsausgleich, Abdichtung (Schweißbahn, Dichtschlämme), trittfeste Holzfaserplatten als Dämmung, Trockenestrich, Belag.
Abgespeckte Variante:
Wedi- Bodenplatten als Dämmung auf die Abdichtung (eingebaut nach Herstellervorschrift) Bodenbelag.

Falls die "Bodenplatte" nur ein paar Zentimeter unbewehrter Beton ist und die Einbauhöhe nicht reicht, ausbauen. Dann die erforderliche Einbauhöhe herstellen. Für einen wärmegedämmten Fußboden reichen etwa 20-23 cm Höhe. Also keine Schachtorgien veranstalten.
Bei Bedarf etwas Kies als Planum einbauen, dann ca. 5 cm Betonsauberkeitsschicht eben, glatt und waagerecht einbauen (erdfeucht zwischen Lehren eingebaut, abgezogen, abgerieben).
Darauf die Abdichtung. Für Dielenbelag dann ca. 100 mm trittfeste Holzfaserdämmplatten mit eingebetteten Leisten zur Fixierung der Dielen. Die Dielen sollen VOLLFLÄCHIG! auf der Dämmung aufliegen. Hohlraumfrei arbeiten.



das Zweitere



Danke für die schnelle Antwort :-)

Das Zweitere trifft zu, keine Bodenplatte. Hab ich wohl falsch ausgedrückt. Auch bekomm ich darauf keinen gescheiten Bodenaufbau da zu wenig Aufbauhöhe vorhanden und zu schräg.

Anbei ein Foto. Auf dem Bild sieht man schon wie die Feuchtigkeit hoch kommt (kein Schatten sondern Feuchte).

Sprich Bodenaufbau:
Kies
Beton 5 cm
Holzfaserdämmplatten mit Leisten 10 cm
Dielen

Darf ich blöd fragen, was sind Lehren?
Gilt Beton nicht erst ab 20 cm als Wasserdicht? (hab ich w gelesen)
Wie sieht denn die Lösung im Bad aus? Denke da ind Dielen nicht die beste Wahl oder?



das 2. Foto



anbei das 2te Foto



Fußbodenaufbau



Wasserdichten Beton kriegen Sie sowieso nicht hin, schon gar nicht mit 20 cm Stärke. Wozu auch, dafür wird die Abdichtung eingebaut. Dem Beton bekommt die Feuchte gut.
Zur Sauberkeitsschicht:
Es ist extrem wichtig das sie glatt, waagerecht und eben ist. Wer hier pfuscht der spürt das bis in die letzte Schicht die dann kippeln oder hohl liegen.
Deshalb die klassische Variante: Lehren bedeutet Rohre oder Holzleisten in etwa einem Meter Abstand auf Höhe ausrichten. Dazu werden sie auf kleinen Betontürmchen fixiert. Dann wird der Erdfeuchte Beton dazwischen abschnittsweise per Schaufel eingebaut und dann mit einem Richtscheit o.ä. zwischen und auf den Lehren abgezogen. Dann wird mit dem Reibebrett, der Glättkelle, der Traufel oder der Kardätschet nachgearbeitet und geglättet. Die Lehren werden abschnittsweise gezogen, die Lücken mit Beton geschlossen. Bei Bedarf anfeuchten wenn es zu warm sein sollte. Nach ein paar Tagen kann man weiterarbeiten.
Ein versierter Estrichbauer setzt sich Höhenmarken und baut die Mischung per Augenmaß ein. Dafür ist er Profi.



Aufbau Bad



vielen Dank für Ihre Hinweise.

Wie würde denn ein Aufbau für das nebenliegende Bad gemacht werden?
Dielenboden ist da ja nicht optimal.



Badfußboden



Auf die Sauberkeitsschicht Wedi- Bauplatten oder gleichwertige Produkte nach Anwendervorschrift, Fliesen.

https://www.wedi.de/anwendungsbereiche/bauplattenanwendungen-innen/bodenanwendungen/mineralische-untergruende/