Keller und Erdgeschoss feucht - bin ratlos

10.05.2005



Ich besitze ein einen Altbau von 1800 im Harz bei Goslar, teilunterkellert an einer abschüssigen Straße liegend. Im Keller ist ein Brunnen und ein Graben, durch den das (?) Grundwasser fließt und durch ein Loch an der anderen Ecke wieder raus. Im Erdgeschoss ist nun auch da, wo kein Kellerbereich ist, die Wohnung feucht. Da ich alleinerziehend bin und 400km. weit weg wohne, bin ich auf die Mieteinnahmen angewiesen. Logisch, dass ich nun Probleme habe. Die Mieter sind stinksauer (wäre ich auch!). Eine Fa. war da und hat mir Elektroosmose angeboten für 11.000 Euro - aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das funktioniert, zumal es auch 3 Jahre trocknen soll! Kann ja schlecht das Haus 3 Jahre ohne Mieteinnahmen stehen lassen - die Bank wird sich bedanken!! Ich weiss nicht was ich tun soll - wo bekommen ich fachkundigen Rat her? Bauinnung? Was kostet ein Sachverständiger? Mir ist schon ganz schlecht, wenn ich an die Kosten denken und dass ich evtl. einem Scharlatan aufliege.
Vielen Dank für Ihre Hilfe im voraus.
S.K.



Reizwort Elektroosmose



Hallo S.K.,
eh jetzt gleich wieder das Gewitter losgeht, ja da gibt es Scharlatane.
Wichtig ist in erster Linie die Ursache der Nässe genau herauszufinden.
Sinnvoll ist einen Menschen vor Ort mit Sachverstand und ohne direktes Interesse an einer bestimmten Technologie zu finden (das ist fast genau so schwer, wie die Beseitigung des Problems) und dann die für den speziellen Fall sinnvollste Lösung zu finden.
Zu den elektrischen Methoden gibt es in den einschlägigen Foren über die Suchefunktion sehr viel zu lesen. Ob das immer weiter hilft glaube ich nicht unbedingt aber es sollte zumindest die Sinne schärfen um nicht vorschnell dem Scharlatan aufzusitzen.
Grüße Lukas



Kellergraben



Hallo
der Lukas hats schon gesagt: erst schauen, wo das Wasser herkommt.
Das Kellerwasser ist anscheinend leichter zu definieren, als das EG - Fecuhtmachwasser.
Einen Fachmann (z.b. Sachverständigen oder Architekten) holen, und drum beten, dass er herausbekommt was Sache ist und auch die "Wahrheit" rausfindet - und dann das oder die Probleme beheben ... Tonabdichtung ... Sickerschichten ... Drainagen ... usw. usw. da gibt es viele Möglichkeiten zu reparieren aber auch es schlechter zu machen ...

Grüsse aus Nürnberg

Florian Kurz



Hatte das selbe Problem



Hallo kann Ihnen sicherlich helfen.Hatte das selbe Problem in meinen Gewölbekeller.
Könnte Sie dementsprechend beraten.

Tel 0174/1466995

Gruß Peter Schneider



fließendes Wasser



Hallo S.K.

prinzipiell ist es ratsam das fließende Wasser vor dem Haus abzufangen und mittels Drainage umzuleiten. Als nächstes wäre eine sehr gut ausgeführte Vertikalabdichtung anzuraten.Innenabdichtungen sind auch möglich aber immer zweite Wahl.
Nach der Lösung des Problems "drückendes Wasser " kann man dann an die Unterbrechung des kapillar aufsteigenden Wassers gehen. Zum Beispiel mit einer oder zwei Horizontalsperren. Dann gibt es auch keine Probleme mehr mit feuchten Wänden im Wohnbereich. Allerdings trocknen Wände, abhängig von Ihrer Beschaffenheit sehr lange.
Kellertrockenlegungen sind zwar nicht billig, kosten aber auch nicht Kopf und Kragen. Ein Rechenbeispiel zur Verdeutlichung: Wir haben ein Reihenmittelhaus ( Neubau) mit drückendem Wasser, 38 umlaufende Meter für 3500€ netto trockengelegt. Das ist jedoch nur bedingt übertragbar.
Eine gute Fachfirma in Ihrer Nähe wäre zum Beispiel die Firma Bau und Sanierung Frank Tabatt Nordhausen Erfurter Straße 17 99734 Nordhausen Tel.03631/973150
Da haben Sie eine seriöse Schadensbewertung und ein akzeptables Angebot aus einer Hand



mit freundlichen Grüßen aus Berlin



Werner Gensky



Anamnese - Diagnose - Therapie



Hallo
manchmal weiß der Arzt schon bevor er den Patienten gesehen hat, welche Medikamente er verschreiben soll!!!
So kommt es mir manchmal vor!
Zu so einem Arzt gehe ich nicht!?
Nichts für ungut!

mfG
Florian Kurz



Arzt?



Stimmt! Eine gute Fachfirma ist wie ein guter Arzt. Er stellt die Diagnose, behandelt den Patienten und läßt sich erst bezahlen wenn der Patient gesund sprich - das Bauwerk trocken ist. Das spart dem Bauherrn teure Theoretiker, die bloß über die Arbeit reden.



mit freundlichen Grüßen aus Berlin



Werner Gensky



Arzt oder Kurpfuscher?



Recht haben Sie!

mfG

Florian Kurz



Mit elektrophysikalischen Verfahren lässt sich kein Haus trockenlegen!



Natürlich ist nicht jeder ein Scharlatan. Es kann auch sein, dass es jemand gut meint (schonend mit der alten Substanz umzugehen) oder, dass jemand zu dumm ist die Fakten (insbesondere die Kraft der Saugfähigkeit) zu erkennen.
Warum gibt denn keiner eine Antwort darauf?
Es werden immer nur die vielen Objekte angeführt.
Niemand kann prüfen, ob nicht auch andere Masnahmen durchgeführt wurden und welchen Einfluss diese auf das Trocknen der Objekte hatten.



wieso elektrisch?



Hallo Edmund,

Fließendes Wasser läßt sich sehr wohl mit trinkwasserverträglichen Dichtschlämmen oder auch wasserreaktiven Harzen eindämmem. Und zwar dauerhaft.Von sprudelndem Wasser bis zum trockenen Raum.Ich habe dasBild dazu in mein Profil gestellt


mit besten Grüßen aus Berlin


Werner Gensky



Herr Gensky könnte es sein, dass diese Antwort nichts mit der Frage zu tun hat?



Sie könnten aber auch fragen was man mit Dichtschlämmen oder Harzen Abdichten kann.
Ich würde mich mit solchen Superlativen wie "dauerhaft" und auch "trocken" eher zurück halten.



nutzlose Diskussion



Hallo Edmund,nur zur Verdeutlichung!Dieses Forum dient dazu Laien Hinweise zu geben, wie in der Praxis Probleme gelöst werden können.Leider führt jeder praktische Hinweis zu einer Grundsatzdiskussion über Methoden unter Fachleuten, die für den Hilfesuchenden ohne Wert sind. Es gibt für jeden Lastfall diverse funktionierende Verfahren, die sich naturgemäß ähneln.Die ausführende Firma ist in jedem Fall für eine fachgerechte Ausführung verantwortlich und in der Gewährleistung. Wie ein trockenes Bauwerk erziehlt wird sollte man dieser Firma überlassen.

Mit freundlichen Grüßen aus Berlin


Werner Gensky

Hier noch ein Bild von einem Lastfall drückendes Wasser



Hier kann ich nur zustimmen. Jedoch was hat eine Abdichtung von einem alten Gebäude aus dem 1800 Jahrhundert mit Beton zu tun?



Beton lässt sich bekanntlich "einfach" abdichten.
Aber, ein altes Gebäude wurde nie für eine druckhaltende Abdichtung geschaffen.
Es fehlt an allem - insbesondere an der Bewehrung.
Somit ist dem Fragesteller auch nicht mit diesem wunderschönen Foto gedient.



Gewölbekeller



stimmt natürlich, das ist ja auch nur ein Beispiel. Gewölbekeller sind nur durch die Ableitung des Wassers vor dem Gebäude sinnvoll trockenzulegen.Als zweite Wahl wäre dann die Innenabdichtung zu nennen, die zwar problemlos auszuführen ist.Der Nachteil ist eventuell der: Das Wasser sucht sich neue Wege auf höherer Ebene bis zur Erdkante. Den Fall hatte ich aber noch nicht. Für diesen Fall habe ich auch kein Foto parat.


Mit freundlichen Grüßen aus Berlin


Werner Gensky



Herr Gensky könnte es auch sein, dass die Behauptungen, wenn innen *abgedichtet wird...



....oft nur Phrasen sind?
Die Redensarten - wenn von innen die Wand dicht gemacht wird - steigt die Feuchte in der Wand höher, sind falsch.
Unter Abdichtung verstehe ich - gegen Wasser abzudichten und dies hat nichts mit feuchter Wand zu tun.
Wenn die Kapillaren einer Wand gefüllt sind, dann interessiert sich das Wasser in der Kapillare nicht sonderlich, ob innen eine mehr oder weniger dichte Schicht aufgebracht wird!
Da es oft Jahre dauert bis eine Wand durchfeuchtet und dabei alle Kapillaren ....oft nur Phrasen sind?
Die Redensarten - wenn von innen die Wand dicht gemacht wird - steigt die Feuchte in der Wand höher, sind falsch.
Unter Abdichtung verstehe ich - gegen Wasser abzudichten und dies hat nichts mit feuchter Wand zu tun.
Wenn die Kapillaren einer Wand gefüllt sind, dann interessiert sich das Wasser in der Kapillare nicht sonderlich, ob innen eine mehr oder weniger dichte Schicht aufgebracht wird!
Da es oft Jahre dauert bis eine Wand durchfeuchtet und dabei alle Kapillaren (die für die Saugfähigkeit verantwortlich sind) mit Wasser gefüllt sind, dichten sich diese auch (mehr oder weniger) selber ab.
Nur was innen verdunstet, kann von außen nachgesaugt werden.
Dazu gibt es übrigens sehr gute Forschungsberichte von Professor Dreier der FH Wien und seinem Kollegen Hecht die sich mit diesem Thema ausführlich beschäftigt haben.
Ich weiß auch, dass dies manche sogenannten Bautenschützer nicht gerne hören, weil - damit geht ihnen doch oft ein Auftrag verloren.



richtig lesen



in der Wand kann Feuchtigkeit nur über die Kapillarstruktur der Fugen wandern. Ich meine das Wasser steigt vor der Wand.
Bei Feldsteinmauerwerk.Ich kann nur wiederholen. Innenabdichtung ist immer zweite Wahl.Aber oft geht es nicht anders,weil eine Trockenlegung nach den Regeln der Technik an der Zugänglichkeit oder am Geldbeutel des Kunden scheitert.Und damit möchte ich die Diskussion beenden, weil sie dem Fragesteller nichts bringt. Außerdem sind über das Forum keine Aufträge zu gewinnen, sondern Aufträge werden von zufriedenen Kunden beschafft!


Mit frendlichen Grüßen aus Berlin


Werner Gensky



Zwischenfrage



Guten Tag die Herren,
wenn ich das mit der Kapillarität richtig verstanden habe, warum soll dann die Feuchtigkeit an einer Erdkante Schluß machen?
Neugierige Grüße aus Berlin
Lukas



Ist das alles Themaverfehlung?



Mir kommt es so vo, als ob es hier um Wohnfeuchte geht udn nicht um Kellerfeuchte. die kann sowieso nicht zur Wohnung aufsteigen. Und die Wohnfeuchte ist ein Ergebnis zu dichter Fenster und falscher, da lufterhitzender und kaltwandbefeuchtender Heizung. Das ist der 99%-Fall, oder?

Weitere Info und Hilfe zur Abhilfe auf den Links:


Rund um Schimmel, seine Ursachen und Beseitigung



Rund um die Fensterprobleme



Anstrich- und Farbprobleme



Die alternative Wahrheit zum Sanierputz



Aufsteigende Feuchte gibt es nicht



Nasses Haus im Harz - Abschlußbeitrag



Die bisher gelieferten Beiträge zum o.g. Thema gehen bis auf Werner Genskys Wortmeldungen als pure theoretische Phrasen hier ein. Ich empfehle jedem ernsthaften Diskusionsteilnehmer mal zum Objekt der Begierde zu fahren. Ich war da!!!
Die Dachrinnen des Hauses waren im Mai 2005 so kaputt, das das Regenwasser teilweise an der Hauswand bis zum Fundament runterlief. Da braucht man keinen hochrangigen Spezialisten um erste und sehr wahrscheinlich effektive Wege zum trockenen Haus zu finden. Das Haus war im Keller wahrscheinlich schon so naß , das der damalige Bauherr keine Hoffnung auf einen trockenen Keller hatte. Ablaufrinnen älteren Datums zeugen davon. Der Keller besteht aus Bruchstein. Am besten wäre es von außen zu sperren und mit Hilfe einer Drainage (wegen der starken Hanglage ) den Druck wegzunehmen.
Abschließend noch mal kurz zur Elektroosmose. Im Erdgeschoß des Hauses ist die Feuchtigkeit auch ca. 0,5 m hoch sichtbar. In diesem Fall denke ich schon mit unserem Dry Tech Gerät Hilfe leisten zu können. Wer's nicht glaubt, kann sich gern in Nordhausen PLZ 99734 , Nordthüringen die trockengelegte Cyriakikapelle der Kreismusikschule und weitere Objekte nach Voranmeldung ansehen!
Mfg Frank Tabatt www.bau-sanierung-tabatt.de



Nein, nein und nochmals nein



Es gibt immer noch keine Aussage dazu wie denn die Saugfähigkeit bei den elektrophysikalischen Verfahren unterbunden wird.
Erst wenn hierzu (außer Phrasen und Pseudobeweise) etwas sinnvolles eingeht, aber nur dann kann etwas überprüft werden.



Feuchtes Haus im Harz- Angebot zur Güte



Hallo Herr Bromm,
Sie sind ja wirklich ein unverbesserlicher Miesmacher. Ich hatte Ihnen in einem anderen unsinnigen Endlosforum bereits den Vorschlag gemacht, ein durch kapillare Feuchtigkeit betroffenes Objekt zu suchen, damit wir gemeinsam eins unserer Dry Tech Elektroosmosegeräte einbauen und damit Sie Sich selbst eine sachliche Meinung dazu bilden können. Sie wettern nur gegen das Verfahren , ohne wirklich was Konkretes zu wissen. Vielleicht haben Sie auch was falsch verstanden- nicht der Keller soll in diesem Fall trocken gelegt werden , sondern die feuchten Wände im EG. Alles in Verbindung mit der Beseitigung von äußeren nicht als normal einzuschätzenden Beeinträchtigungen ( kaputte Dachentwässerung- vergleiche meinen Beitrag vom 30.10.05 )
In der Hoffnung auch diese Gesprächsrunde befriedet zu haben, verbleibe ich mit freundlichem Gruß
Frank Tabatt - www.bau-sanierung-tabatt.de



Was mache ich mies?



Es ist doch viel einfacher die Gesetze (wie die Saugfähigkeit überwunden wird) zu beschreiben als Jahre zu warten ob sich überhaupt was tut.
Da Sie jedoch schon abgeschlossen haben und dann doch wieder was dranhängen könnte ich mir auch vorstellen, dass es später auch wieder einige Ausreden gibt.
Also ich mache nichts Mies sondern erwarte klare fundierte Angaben.



Theorie oder Praxis



Hallo Herr Bromm,
einfacher als Herr Tabatt vorgeschlagen hat gehts doch wirklich nicht. In ein Gebäude Ihrer Wahl baut Herr Tabatt sein Gerät in Ihrem Besein ein und Sie begleiten die Entwicklung messtechnisch. Wenn Sie diesen Vorschlag ablehnen sind Sie offenbar nicht an Ergebnissen sondern nur an theoretischen Erörterungen interessiert und das ist für den Fragesteller ohne praktische Bedeutung.


mit freundlichen Grüßen aus Berlin


Werner Gensky



Dies mag wohl Ihre Meinung sein, ist jedoch nicht sinnvoll.



Warum ich davon nichts halte, dazu ein Beispiel.
Eine bekannte Firma hat mir diesen Vorschlag ebenfalls unterbreitet. Es ging um ein sehr bekanntes Münchener Stadttor.
Nach wenigen Tagen wurde bei einer anderen Behörde schon ein Foto gezeigt, dass zeigte, dass an diesem schönen Objekt schon eine solche Anlage eingebaut wird.
Was sollte der "kleine" Beamte dagegen sagen, wenn sogar die Lanndeshauptstadt an einem ihrer schönsten Tore auch eine solche Anlage einbaut?
Nein, erst sollen diese Anbieter erklären wie es funktioniert und ansonsten sollen die Betroffenen gewarnt werden.
Solche
Wenn diese Grundlagen klar sind, dann wäre ich auch sofort bereit. Vorher nehme ich diese Angelegenheit nicht ernst.