Heizleisten wie betreiben/nutzen?

03.01.2010



Hallo,

wir Renovieren gerade das Obergeschoss ca. 120 Quadratmeter und jetzt ist die Frage aufgekommen welche Möglichkeit zum betreiben von Heizleisten für UNS die günstigste Variante ist.

1.) Elektrische Heizleisten
2.) Heizleisten mit einer Elektro-Zentral-Speicherheizung

Wir haben zur Zeit im gesamten Haus Nachtspeicheröfen die elektrisch betrieben werden. Das gesamte Haus auf ein anderes System umzustellen ist uns zur Zeit zu teuer. Ich empfinde die Varinate 2 besser da ohnehin ein Elektroboiler für Warmwasser benötigt wird. Dazu habe ich folgende Elektro-Zentral-Speicherheizung gefunden:

http://www.stiebel-eltron.de/raumheizung/produkte/elektro-zentral-speicherheizung/speicherheizung/sbf-k-fuer-warmwasser-heizungen/

wäre diese Anlage geeignet und könnte ggf. durch eine Solaranlage unterstützt werden? Ist das machbar und sinnvoll?

Welche Heizleisten sind Qualitativ besser:

Sancal - http://www.sancal.de/
Variotherm - http://www.variotherm.at/home/produkte/heizleisten/heizleiste-classic/technik.html
Radia-Therm - http://www.radia-therm.de/index.php?

Sind noch andere und gute Hersteller bekannt?

Schon mal vielen Dank fürs lesen!



Hallo Cyberduck



Also ich würde das mit verschiedenen Energiequellen mal rechnen. Arbeite zwar im Bereich Elektrotechnik, aber das wäre nicht meine erste Wahl, die Heizung direkt 1:1 mit Strom zu betreiben. Wenn schon, dann sollte eine Wärmepumpe in die Überlegung mit einbezogen werden. Dann ist der Wirkungsgrad schon ein anderer. Der Gedanke mit dem Pufferspeicher ist sicherlich schon der richtige Weg. Wie wäre es denn mit einem Kamin mit Heizungsanbindung zum Pufferspeicher ?
Die Kopplung von Pufferspeicher und Solar haben wir hier bei uns eingebaut . Würde ich jederzeit wieder machen.
Das Brauchwasser kommt von einem Speicher mit Wärmepumpe.
Das hat sich angeboten, da wir damals noch keine Kollektoren auf dem Dach hatten.
Da sind sicherlich einige Versionen denkbar.
Du musst einfach daran denken, dass es eine Entscheidung mit einer großen Tragweite ist . Die Heizung wirst du nicht zwischen durch einmal austauschen, nur weil sie dir zu teuer geworden ist.
Und die Energiepreise werden sicherlich nicht mehr nach unten gehen, ganz im Gegenteil.

Dazu wäre noch zu überlegen, ob Ihr von dem Stromversorger vor Ort einen entsprechend günstigen Tarif bekommt, zum betreiben der Elektroheizung. Strombezug kann bei 2-Tarif leider derzeit noch nicht gewechselt werden. Das nutzen dann einige Versorger leider aus :-(

Grüße, Juergen





Ja, andere Hersteller sind bekannt.
www.sandomus-gmbh.de





Hallo,

vielen Dank für die Tipps. An die Kopplung von Pufferspeicher und Solar habe ich auch gedacht, deshalb fand ich diese Variante auch besser. Würde den Anschluss für die Solaranlage dann vorsehen, aber vermutlich erst später aus kosten Gründen installieren.

Welche Hersteller gibt es für solche Solaranlagen bzw. welche hast Du (Juergen) verwendet?

Wäre die von mir vorgeschlagene Elektro-Zentral-Speicherheizung für den Anschluß einer Solaranlage geeignet bzw. welche hast Du (Juergen) verwendet?

Welche kosten entstehen ca. für so eine Anlage, wenn Sie von einem Fachmann eingebaut wird? Wohnfläche ca. 120 Quadratmeter, aber mit Dachschräge! Sind zwar recht ungenau die Angaben aber so eine grobe Abschätzung für Kessel + Wärmepumpe und Solaranlage wäre schon nicht schlecht!

Wir haben einen extra Tarif für Elektroheizungen und können nach meinem wissen auch den Anbieter wechseln. Dies ist nur bei Nachtspeicheröfen nicht möglich, wenn ich richtig informiert bin.

Vielen Dank!



Heizleisten für Solar/Wärmepumpe



sind eher ungeeignet. Grund die Leisten benötigen im Vergleich zu normalen Heizkörpern höhere Vorlauftemperaturen und noch höhere Rücklauftemperaturen, wodurch der Wirkungsgrad sinkt. Hier sind Flächenheizungen optimal.

Heizleisten würde ich (wenn überhaupt) nur in Verbindung mit Holzheizungen nehmen.



Heizleisten...



...haben Ihre Berechtigung, sollten jedoch nicht erste Wahl sein. Durch die erforderlichen hohen Vorlauftemperaturen ist die Wärmeerzeugung entsprechend abzustimmen. Zudem werden große/lange Wandabschnitte je nach Dämmstandard benötigt. Wie mein Vorredner erwähnt, sind Flächen-/Niedertemperaturheizungen als auch Temperierungen sinnvoller; auch bei Speicherlösungen. Zudem sind Heizleisten in der Regel eine recht teure Angelegenheit, es sei denn, man entscheidet sich für Bausätze.
Die Unterschiede in den Produkten liegen meist in der Optik. Dies ist dann auch Geschmackssache. Ansonsten bestimmen die Details (Befestigungen für Rohrträger und Verkleidung, Verbindungssystem zwischen den Rohrabschnitten) die Qualität für den Nutzer.
Zur Wärmeerzeugung mit Strom möchte ich mich nicht weiter auslassen, denn es ist weder zeitgemäß noch ökologisch und ökonomisch sinnvoll.
Mit freundlichen Grüßen.
Uwe Berghammer



Schauen Sie mal unter



www.neuland-heizleisten.de

Dieser Hersteller bietet auch ein System, welches mit niedrigen Vorlauftemperaturen arbeitet. Man könnte also z. B. einen Grundofen daran anschließen.

Viele Grüße
Achim Hecke



Elektro-Heizleisten



Hallo,

wir haben speziell als Ersatz für bisherige Nachtspeicheröfen leistungsstarke und energiesparende Elektro-Heizleisten entwickelt. Siehe unter www.radiasancal-heizleisten.de.

Die Energiekosten (hier Strom) liegen dabei in etwa gleich wie bei wasserführenden Zentralheizungsanlage, egal welchen anderen Energieträger Sie verwenden.

Selbst bei etwas höheren Energiekosten durch Strom können Sie sich einfach ausrechnen, wie lange Sie für die Kosten einer Zentralheizungsanlage von 30.000,- EUR und mehr (außer den Energiekosten dafür und zuzüglich den Betriebskosten von ca. 500,- EUR pro Jahr) damit heizen können. Rechnerisch mindestens 60 Jahre. Zudem müssen Sie voraussichtlich nach 30 Jahren wieder gleichermaßen in eine neue Zentralheizungsanlage investieren.

Strom wird es immer geben und ist nach den vielfältigen Bemühungen zur überwiegenden Gewinnung aus Wind- und Sonnenenergie in naher Zukunft der absolut sauberste und dann vermutlich günstigste Energieträger.

Alle negativen Bemerkungen zu Heizleisten (sehr teuer, Staubfänger, usw.) gehören bei unseren Heizleisten der Vergangenheit an. Sehr teuer sind insbesondere (durch die aufwändige Regelung) Fußboden- und Wandheizungen. Fußbodenheizungen sind zudem Trägheit pur.

Mit besten Grüßen



Gleiche Energiekosten...



...das kann ja wohl nur ein Scherz sein. Gaspreise momentan 4-6ct Strompreise 18-25ct, ich hätte eine gigantische Heizungsrechnung!
30.000 Eur für Heizung - für ein Mehrfamilienhaus musste der Besitzer so viel ausgeben.
Strom verheizen ist das uneffektivste, was es gibt, und Gott sei Dank auch das unökonomischste.



Heizleisten



Die 30.000,- € für eine Zentralheizungsanlage sind ein Witz.
Für etwa die Hälfte bekommt man eine komplette Heizungsanlage inklusive Warmwasserversorgung, Badinstallation und Solarkollektoren für die Warmwasserbereitung im Sommer für ein EFH.
Apropos:
Was kosten denn die Heizleisten inklusive Elektroinstallation für ein Einfamilienhaus?
Wie hoch wäre denn der jährliche Stromverbrauch für die Heizung für ein EFH im normalen Dämmzustand, also Standard 80-ger Jahre, für 120 m² Wohnfläche, damit man mal einen Vergleich hat?

Viele Grüße



Heizkostenvergleich



Hallo Herr Göb, hallo Herr Böttcher,

leider ist es nach wie vor bei Privatpersonen, aber offensichtlich auch bei Baufachleuten, eine Fehlannahme, dass die Heizkosten nur aus den Kosten für die eingesetzte Energie bestehen.

Heizkosten errechnen sich aber tatsächlich insgesamt aus Verbrauchskosten, Kapitalkosten und Betriebskosten. Siehe obenstehende Tabelle oder unter http://www.heiz-tipp.de/ratgeber-684-beispiel.html.

Mein Nachbar sagt auch immer "Ich habe nur 1.200,- EUR (nur Pellets) Heizkosten pro Jahr!". Dass er aber Kapital- und Betriebskosten (ohne Heizraum, Lagerraum und Kamin gerechnet) von 2.500,- EUR pro Jahr hat, ist ihm nicht bekannt und sagt ihm auch niemand.

Seine neue Zentralheizung (mit Solarkollektoren) hat ihn übrigens 37.000,- EUR gekostet.

Aus der Tabelle können Sie ersehen, wie es vergleichsweise auch in amtlichen Statistiken gerechnet ist, dass Elektro-Direktheizungen bei den Kosten gleich denen von Ölheizung sind. Pelletsheizung ist sogar einiges teurer. Wärmepumpen- und Gasheizung liegen knapp darunter.

Ich erwarte gerne Ihre Antworten zu dem Heizkostenvergleich.

Die Kosten für 15 kW Elektro-Heizleiste liegen bei etwa 9.000,- EUR und entsprechen den kapitalgebundenen Kosten in der obenstehenden Tabelle. Hier kann im Laufe der Jahre schon mal der eine oder andere Elektro-Heizstab für 100,- EUR defekt sein. Eine neue Heizkesselanlage und neue Solarkollektoren (schon zeitlich weit früher), für zusammen z.B. 20.000,- EUR, sind hier nach ca. 20 Jahren aber eben auch nicht erforderlich.

Mit besten Grüßen



Elektroheizung



Laufen die Heizleisten mit Licht- oder mit Kraftstrom?
Ist denn in den 15 KW- Heizleisten ein gesonderter ELT- Anschluß erforderlich?
Wenn ja, was kostet der, ist er in Ihrem Preis enthalten?
Was kostet die Warmwasserbereitstellung in Ihrem Fall zusätzlich?
Ich habe mir Ende 2008 eine neue gasgefeuerte Brennwerttherme mit Schichtladespeicher und zwei Solarkollektoren abzüglich Fördermittel für 7.400,- € montieren lassen- nix 20.000,- €!
Hören Sie auf, hier mit völlig unrealistischen Zahlen Ihre Heizung schönzurechnen.
Die wichtigste Zahl sind Sie ohnehin schuldig geblieben, den jährichen Heizenergieverbrauch.

Deshalb erlaube ich mir, statt dessen eine Milchmädchenrechnung aufzumachen:
Bei einem Niedrigenergiehaus liegt der Heizenergieeinsatz bei ca. 34 kWh/ m². Bei einem normalen Dämmstandard und realen Verbräuchen gehe ich vom etwa dreifachen dieser theoretischen Größe aus, also ca. 100 kWh pro m² und Jahr.
Das wären bei 120 m² rund 12.000 kWh, das ist sehr niedrig geschätzt. Auf die 15KW Leistung gerechnet hieße das, die Heizleisten laufen ca. 66 Tage im Jahr und 12 Stunden pro Tag mit voller Leistung bzw. ich kann damit nur zwei Monate lang im Winter den halben Tag heizen. Ob das diesen Winter gereicht hätte, wage ich zu bezweifeln.
Trotzdem käme ich damit auf Stromkosten von
ca.2.500,- €/a, das ist eine stolze Zahl. Real wären wohl locker 3.000,- € und mehr.
Ich bezahle nur ca. ein Drittel davon mit meiner Gasrechnung.
Dazu kommt bei ELT noch die Warmwasserbereitung, die anlagenseitig finanziert und betrieben werden muß. Bei mir ist sie inklusive.

Fürwahr, eine "billige" Heizung...

Viele Grüße



Rechnen



müssen Sie allerdings auch, liebe Firma RadiaSanCal. Der gröbste Fehler ist in den Kosten für Ihre Heizleisten verborgen, wenn Sie hier schon freundlicherweise Ross und Reiter nennen wollen, dann aber richtg:

Setzen Sie ihre ehrlich gesagt mir viel zu teuren Heizleisten mal in Ihrer Quelle ein (dort kosten die Heizkörper bloß 1.800 Eur), dann sind Sie Gesamt-Heiz-Jahres-Kosten-Tabellen-Führer. Ich nehme an für Ihre umweltunfreundlichen Produkte bekomme ich keine Förderung.



Heizkostenvergleich



Hallo Herr Böttcher,

wir versuchen weder etwas schönzurechnen noch schlechtzurechnen.

Wenn Sie den Heizkostenvergleich unter http://www.heiz-tipp.de/ratgeber-684-beispiel.html als Baufachmann aufmerksam durchgehen, werden Sie bereits nach wenigen Zeilen feststellen, dass bei einem Heizkostenvergleich Milchmädchenrechnungen unter Weglassen der tatsächlich bestimmenden Parameter eben zu nichts führen.

Mit besten Grüßen



Weglassen



Sie meinen also die Kosten für die Heizleisten sollte man lieber weglassen, dann "stimmt" die Rechnung mit den günstigen Heizkosten? :-o)



Also für 9000,-€



kriegt ihr bestimmt eine Gas-Etagenheizung hin (wenn Gas vorhanden ist).

Therme in ein Kabuff ins Eck, Ringleitung und normale HK oder Leisten nach Belieben. Dann könntet ihr später von dort aus "runterziehen" (Anschlüsse vorbereiten!) und seid nicht einseitig von einem Energieträger abhängig. Ausser mit der Gasleitung müsst ihr mit nix durch die unteren Stockwerke.

Wie oben bereits erwähnt ist die 20-Jahres-Gesamtrechnung das einzig brauchbare, um zu vergleichen......womit begründet ihr euer "zu teuer"?

Eine Bekannte aus der Schweiz (Thurgau) schwört allerdings auf ihre Elektro-Flächenstrahler, die sie sich gerade auf ihrem Dachboden (gedämmt & ausgebaut) hat installieren lassen. Sie sagt aber Gas und Strom kosteten dort etwa gleich viel.

Eine weitere Anfrage im haustechnikforum kann auch nicht Schaden - da hocken mehr Heizprofis.

Gruss, Boris

P.S: Welchen Dämmstandard bei welcher Nutzung strebt ihr an?



Heizleisten



Gerade weil ich vom Bau bin ärgere ich mich über solche sinnfreien Verkäuferrechnereien.
Hier wird treuherzig ein Fehler auf den nächsten gehäuft und mit Krampf die ELT Direktheizung schöngerechnet.

Zuerst zu den Wärmeverlusten bei Verteilung usw:
In der Regel steht die Heizungsanlage innerhalb der gedämmten Gebäudehülle, es gibt bis auf die Abgastemperatur keine Wärmeverluste, da ALLES was an Verlusten gerechnet wird Wärme ist, die innerhalb des gedämmten Gebäudes verbleibt. Es ist völlig egal, ob die Wärme zu 100% aus dem Heizkörper kommt oder nur zu 98% und der Rest aus der Zuleitung.
Bei einer Brennwerttherme, die einen Wirkungsgrad ÜBER 100% hat,will ich gar nicht erst davon anfangen.

Meine Fragen nach:
- Kraftstrom oder Lichtstrom
-Anlagenabhängige Kosten für die Elektroinstallation bei Heizleisten
- Einbeziehung der Kosten für WW- Bereitung
sind immer noch nicht beantwortet.

Das angeführte Beispiel deklariert den Verbrauch als Niedrigenergiestandard.
Wenn man die Zahlen des Beispiels (168 m²- Haus) umrechnet, komme ich auch einen Verbrauch von über 6 l Heizöläquivalent. Das ist das Doppelte von einem Niedrigenergiehaus (3-Liter-Haus).
Mit solchen getürkten, manipulierten Zahlen können Sie irgendwelche Rentner beeindrucken, aber niemand "vom Bau".

Ende