Ringanker oder Ausgleichschicht?

26.07.2005



Wir wollen ein altes Fachwerkhaus sanieren und müßen dazu eine ausgleichende Schicht auf die 70cm starken Lehmgrundmauern aufbringen. Unser Architekt sagt eine Ausgleichschicht aus einer Kalksandmischung worauf dann das neue Fachwerk aufgebaut werden kann, ist genau das richtige. Baufirmen, denen ich dieses so zugetragen habe, schauen mich nur ungläubig an und wollen mir einen einfachen Betonringanker gießen. Was ist jetzt richtig? Kann ich Beton einfach auf meine Lehmwände gießen, oder bekomme ich Probleme mit meinem Fachwerk? Bin für jede Hilfe dankbar.



Beides geht!



Hallo, ich hatte das gleiche Problem (es ist gar keins!). Wir sind folgendermaßen vorgegangen: Ausgleichsschicht mit ordentlich Kalkmörtel gemauert, darauf U-Schalen, Eisen rein, mit Beton ausgegossen. Der Beton kommt an den Lehm garnicht heran und kann somit nicht zerstören. Das Dach ist drauf und es sieht toll aus.

Tom



Ringanker oder Ausgleichschicht?



Danke für den Tip. Aber leider habe ich bis jetzt keine 70 cm breiten U-Schalen gefunden. Außerdem habe ich mehr Angst um mein Holz welches mit dem Beton in berührung kommen könnte. Beides arbeitet erstens ja sehr unterschiedlich und wenn ich zweitens mir da ne Kältebrücke schaffe und Schwitzwasser entsteht gammelt mir vieleicht noch das Fachwerk der oberen Etage weg. Trotzdem bin ich für weitere Tipps jederzeit dankbar da wir schon in 2 bis 3 Wochen anfangen wollen.



nein,...



...keinen ringanker, für was denn? glaubt euerem architekten. die 70 cm Grundmauer hat noch nie einen Ringanker gebraucht und braucht vermutlich auch jetzt keinen. die Schwelle des fachwerks übernimmt diese funktion. wenn eine, oder mehrere baufirmen ungläubig schauen, sucht so lange bis ihr eine firma findet die es so macht wie ihr es wollt.
gruss christian bernard



ach ja!



Hallo, bei mir ging es auch um das Dach und nicht um die Grundmauern. Allerdings würde ich mich der letzten Antwort anschließen. Vielleicht sollten die Firmen mal bei anderen älteren Häusern gucken wie es geht!

Tom



also Ausgleichschicht



Also mauere ich da wo es nötig ist und größere Höhenunderschiede sind mit Kalksandmörtel ne Schicht Lehmsteine auf (gut erhaltene Abrißsteine)und gleiche dann den Rest mit einer Kalksandmörtelschicht aus. Wie hoch dürfte denn maximal diese Ausgleichschicht sein? Etwas Druckfest müßte es ja schon noch sein.

Matthias



Ringanker



Hallo
So ein Ringanker hat nichts zu tun mit einer Valiumtablette für den Bauherren sondern ist eine baukonstruktive Angelegenheit.
Wenn der Anker sich nicht richtig mit dem Untergrund - mit der Mauer - verbinden kann (und das wird er mit der Lehmwand nicht machen - auch wenn eine Kalksandmörtelschicht drunter ist)! Der Anker wird dann abscheren!
Den Ausgleich mit gemörtelten Lehmsteinen (evtl. auch Feldbrandsteinen) schön im Verband gemauert erarbeiten. Die Mörtelfuge aus Lehmmauermörtel oder reinem Kalkmörtel (da darf wiederum kein bisschen Zement drinnen sein - nein auch keine <5%)
Dann die Schwelle - das Fachwerkholz auf eine Kalkmörtellage auflegen - keine Teerpappe drunter - die Entfeuchtung macht der gute Kalkmörtel schon.
Euer Architekt hat schon recht gehabt!

Florian Kurz



Danke



Danke für eure Ratschläge,also lag ich doch schon ganz gut damit mich hier noch mal schlau zu machen. Ist eben doch besser sich mehrer Meinungen einzuholen,

mfg...Matthias