Altbau 1750 Innendämmung

16.04.2016 Woga



Hallo,


wir sind derzeit am überlegen ein Objekt aus dem Jahre 1750 zu erwerben.
Das klassische Fachwerkhaus mit Backsteinen wurde ca. 1985 mit einer Kombination aus Heraklith und Styropor von innen gedämmt.
Da ich bisher immer dachte, dass die Innendämmung besser mit Lehm, Hanf oder Ähnlichem wäre wollte ich fragen ob so eine Dämmung mit Heraklith langfristig in Ordnung ist oder die Bausubstanz darunter kaputt gehen kann oder ggf. schon kaputt ist ?
Man hatte den Eindruck, dass alles in Ordnung ist, bin allerdings kein Fachmann.

Kann man das relativ leicht irgendwie überprüfen, ob die Substanz darunter noch gut ist ?

Wenn man die Innendämmung abreissen und erneuern würde, wie viel würde das in etwa pro qm Wandfläche kosten ?


Vielen Dank für jegliche Hilfe.



Innendämmung



So etwas zu prüfen geht nur mittels einer Bauteilöffnung.
Allerdings glaube ich das bei 30 Jahren Standzeit die Innendämmung ihre Funktionalität unter Beweis gestellt hat.
Eine andere Frage ist die Dämmwirkung.
Bauteilöffnungen könnten auch minimalinversiv erfolgen.
Schon ein Bohrloch am Wandfuß (Innen oder außen) kann mittels des geförderten Bohrgutes Rückschlüsse auf vorhandene Schäden liefern, mit einer Endoskopkamera kann man visuell Schäden ausmachen.



Untergrund prüfen bei Innendämmung



Schimmel läßt sich am zuverlässigsten durch Schimmelspürhunde feststellen- das funktioniert ganz ohne Bauteilöffnung.

Feuchtigkeitsmessungen können mit langen Einschlagelektroden vorgenommen werden.

Andreas Teich



einfache Methode



Vielen Dank für die Rückmeldungen.

Gibt es auch eine Methode die bei einer Besichtigung durchgeführt werden kann?
Bohrloch wäre da wohl eher nicht angebracht.



Innendämmung



Das ist nicht Ihr Problem sondern das des Verkäufers. Er muss Ihnen nachweisen das es keine Mängel gibt. Wenn er das nicht kann dann sollte man das Risiko über den Kaufpreis berücksichtigen. Spätestens hier fangen Verkäufer an nachzudenken.
Allerdings glaube ich nicht an Schimmelbefall o.ä., das hätte sich bereits seit Jahren bemerkbar gemacht. Wenn der Verkäufer solche Mängel dann durch Farbe, etwas Spachtel und gründliches vorheriges Lüften kaschiert wäre das Betrug und kann zu Schadenersatzforderungen bis hin zur Rückabwicklung des Kaufes führen.
Lassen Sie sich die schadensfreie Funktion der Dämmung und deren Aufbau schriftlich bestätigen. Einen Energieausweis muß der Verkäufer ohnehin vorlegen, dort kann man die Wirkungsweise der Dämmung einschätzen. Hüten Sie sich vor solchen Formulierungen im Kaufvertrag wie "gekauft wie gesehen".
Nehmen Sie sich zu solchen Besichtigungen einen Bauexperten mit.