Bruchsteinmauer abdichten nicht unterkellert

20.01.2013 Hossa



Hallo zusammen,

Sanieren gerade ein alles Haus von 1930 in Bochum.

Durch eine Außenwand in einem Raum der nicht unterkellert ist kommt Feuchtigkeit herein, und zieht an dieser aussenmauer bis in den nächsten Raum. Die Wand wurde vor 15 Jahren per Bohrlochabdichtung abgedichtet, wie jetzt ja zu sehen ist ohne Erfolg.

Die Schüttung in dem Raum ist nass, Balken liegen auf Steinen in der Schüttung. Darunter scheint der Raum auf Asche zu stehen?

Ich lasse einen Experten kommen um die Lage zu sondieren, aber bis der da ist. Wie kann eine Sanierung aussehen?
Kann der Boden unter dem nicht unterkellerten Raum abgedichtet werden? Und wie würde man dann verhindern das von Außen das Wasser nachdrückt?



Grundriss



Ich habe mal ein Grundriss eingefügt, damit man sich das besser vorstellen kann.

An der Decke des angrenzendenkellers ist ebenfalls feuchtigkeit.

In meinem Profil findet ihr noch mehr Fotos von dem Schadensfall.

Gerne nehme ich auf Vorschläge an, an welchen Experten ich mich wenden kann.

Gruß
Rafael



Abdichten - zwischen Dichtung und Wahrheit



Aber Hossa …

Das mit der Abdichterei ist so ne Sache … macht man es … kann es in die Hose gehen … Sie sehen und merken es …

Das ist wie ne Plastiktüte, wenn Sie die sich überziehen kommt zwar wenig rein aber auch wenig raus … das System ist gestört …

Wasser und Feuchte man Bau muss man nicht in erster Linie verbrämen, Abdichten oder absperren … sondern verstehen und dann richtig darauf reagieren …

Wo kommt's her, und warum?

Bei den falschen Maßnahmen wird sehr viel Geld verbuddelt, reingepresst und sonstiger Unsinn verbracht und verbreitet und meist halten die Versprechen nicht das, was sich der Bauherr darunter vorstellt … das Geld ist futsch - auch wenn man dabei "richtig" gespart hat …
und neben dem weiter vorhandenen Bauschaden hat man mit den Chemikalien die ein- oder aufgebracht wurden zu kämpfen: wie bekomme ich die wieder raus oder weg?

Meist sind die so tollen Materialien dann auch mit eine Ursache, dass es feucht ist und meist bleibt und der Aufwand extrem wird, das wieder ins Lot zu bekommen …

Von der Ferne kann man nur fabulieren … 
es fehlt das genaue Wissen um die Umstände und nur das kann zu einer richtigen Behandlung führen …

Patentrezepte bringen nichts!

Anamnese - Diagnose - Therapie

NUR so gehts!

Florian Kurz





"Patentrezepte bringen nichts!

Anamnese - Diagnose - Therapie"

Die Frage ist nur, wer stellt die richtige Diagnose und Therapie?

Können da die Ergebnisse nicht auch extrem abweichen?





Da muss wohl ein Experte an den Bau. Per Ferndiagnose geht da nichts.



Das stimmt



Hallo zusammen,

ein Termin mit einem Sachverständigen (Ingüro) vom dhbv ist gemacht. Er sagte am Telefon, er habe Erfahrungen mit Bruchsteinhäusern, erst vor kurzen haben Sie eins im Sägeverfahren trocken gelegt. Ansonsten gebe es ja auch noch die Möglichkeit der Injektion.

Ist es richtig, das ein Sanierungskonzept dann nach hoai abgerechnet wird, ebenso Überwachung der Arbeiten und Abnahme?

Hier trotzdem noch einmal an Bild von der nassen Innenwand (schön dunkel die Steine). Wir sind 40 cm tief gegangen bis der erste Lehm zu sehen war.

Gruß



Und noch



einmal innen



Und



So sieht die Wand aussen aus.



wenn



ich mir das letzte Bild so ansehe: ist das außen eine PU/Klinkerdämmung ??



feuchte Giebelwand



Ich rate mal was der große Experte vorschlagen wird:
Die Wand im Mauersägeverfahren trockenzulegen.
Berichten Sie bitte, was der Mann bei seinem Ortstermin mit welchem Ergebnis gemacht (gemessen, untersucht)hat!
So was interessiert mich sehr.

Viele Grüße



Ja



Darf ich fragen warum Sie das glauben?

Ich erwarte ehrlich gesagt schon eine vernünftige Untersuchung, ansonsten könnte ich mir ja das Geld für das Ing. Büro sparen.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das Haus seit 80 Jahren nasse Wände hat, dafür sahen die alten Balken im Boden in der Mitte der Räume noch zu gut aus.

Ich halte Sie auf dem laufenden.



Geister-Scheidung



Hallo

Ich frage mich immer wieder:
Wo soll die Feuchte hin, bei einem derartig verschlossenen Konstruktionsverfahren: Klinkerriemchen an der Wand und innen Betonplatte o.ä.?

Alles zu

und aussen auch noch geschlossener Gehwegplattenbelag …

irgend wann ist der "Schwamm" voll und das Wasser geht den Weg der Physik, nicht den des Willens des Sanierers …

Trockensägen oder Injektionen können helfen dass es evtl nicht weiter hoch zieht … aber die URSACHE bleibt.

Sie hatten Recht:
Die Frage ist nur, wer stellt die richtige Diagnose und Therapie?
Können da die Ergebnisse nicht auch extrem abweichen?


Sogar erheblich!

Es kommt immer drauf an welche Intention derjenige hat und von welchen Begebenheiten er ausgeht …

Ich gehe gerne bis zum Urgrund des Problems - im Bauwesen, in der Medizin im Leben

gutes Gelingen und Viel Erfolg

Florian Kurz



Genau



Die Riemchen sind allerdings "nur" an der Vorderfront. An der sehr feuchten Außenseite ist ein Putz.

Nachdem ich hier viel gelesen habe habe ich mir genau die gleichen Gedanken gemacht und mir folgende Möglichkeiten überlegt, woher die Probleme kommen können.

1. Geringer Dachüberstand an der Stelle auf dem Foto und Steine direkt bis zum Sockel gelegt.
- Hierfür spricht, dass nur die Wand unten feucht ist, eine Horizontalsperre würde dann nichts bringen.

2. Der Putz auf der Außenseite ist ungeeignet und er verhindert, dass Feuchtigkeit aus der Wand heraus kommt.
- Dagen spricht das die Feuchtigkeit nur unten besteht.

Um aber hierauf Antworten zu bekommen benötige ich ja den Sachverständigen vor Ort. Ob dies der richtige ist, kann ich leider nicht sagen...

Drückendes Wasser von unten kann ich ausschliessen, da der Kellerboden trocken ist.

Vor 10 Jahren wurde diese Wand angeblich per Injektion abgedichtet, wie wir sehen nicht sehr erfolgreich.



feuchte Wand



Da Sie mich fragen warum ich das mit dem Mauersägeverfahren glaube?
Vielleicht habe ich das zweite Gesicht, vielleicht liegt es auch an meinem Beruf.
Als Dreingabe werde ich nochmal in meine Glaskugel schauen und hinsichtlich Schadensursache prophezeien:
Einmal ist es der kleine Vorsprung, die etwa 5 cm des Sockelmauerwerkes am Giebel.
Dann das fehlende bzw. defekte Sockelputzsystem unterhalb der Pflasterung bis in etwa 30 cm Tiefe.
Nicht ausschließen kann ich Hang- bzw. Schichtenwasser (der prophetisch begabte Radioästhet würde jetzt von Wasserader sprechen), das auf dem Grundwasserstauer am Fundament entlang läuft.

Viele Grüße

p.s. Normalerweise treffe ich solche Aussagen nur wenn mir genügend Informationen zur Verfügung stehen. Die besten erhalte ich wenn ich selber mit Augen, Fingern und Nase herangehe.
Aber da schon ein Kollege dran ist kann ich auch mal ein bisschen raten spielen.



Vielen Dank!



Ich halte Sie auf dem laufenden!



Sockel



Hallo,

ich habe jetzt an einer Stelle den Boden aussen aufgemacht um nach zu schauen wie es denn dort aussieht.

Sockel hat bündig mit Gehwegplatten abgeschlossen, wie die Glaskugel bereits vorrausgesagt hat, keine Spur von "Sockelputzsystem unterhalb der Pflasterung bis in etwa 30 cm Tiefe".

Da hier keine vertikale Abdichung besteht, frage ich mich, ob das nicht eine Lösung wäre?



feuchte Wand



Der Mensch hat 3 Wege, klug zu handeln:

1. durch Erfahrung - das ist der härteste Weg.
2. durch Nachahmung - das ist der leichteste Weg.
3. Durch Nachdenken - das ist der edelste Weg.

Kong Fu Tse, um 500 v.Chr.

Viele Grüße

p.s. Hat denn mein Kollege vor Ort neue Erkenntnisse gebracht?



Nein



Der Kollege kommt erst morgen, ich bin gespannt was der meint.

Ich frage mich gerade auch wie wir die Riemchen von der Forderfront bekommen ohne nach EnEv gleich das Gebäude dämmen zu müssen.

Gruß



Nun, wenn kein Wasser eindringt, gehe ich davon aus, dass es ausschließlich Tauwasser ist !



Warum läuft denn sonst der Keller nicht voll Wasser?
Es gibt ja vieles was der Mensch nicht weiß, aber dass der Keller relativ kalt ist und die feuchte warme Luft oft zu Tauwasser führt sollte doch klar sein.
Nun warten wir mal ab welche Lösung der Sachverständige vorschlägt.



Hallo Herr Bromm



ich als Laie hätte jetzt nach dem Öffnen der Außenseite genau das Gegenteil gedacht da:

- Sockel nicht unterhalb der Pflasterung sondern er endet oberhalb auf ihr

- keine Vertikale Abdichtung vorhanden



Entscheidend ist nicht eine Vermutung sondern nur Fakten



Bodentemperatur?
Raumtemperatur?
Feuchte im Raum?
Temperatur außen?
Feuchte außen?
Und dann noch der kalte Boden-Wandanschluss.



Ohje



Folgendes kam dabei heraus:

Die Wand unter der Erde, ist wie hier schon zu sehen nicht abgedichtet. Im Innenraum gibt es nur eine Schüttung auf der direkt die Hölzer in die Schüttung gelegt wurden.

Von Außen soll aufgegraben werden, gesägt, und eine Kunstoffsperre eingebracht werden. Dann einmal um das ganze Haus herum ebenfalls aufgegraben und abgedichtet werden.

Innen Kiesschicht, Dämmung, Bitumen, Dämmung und Estrich aufgebracht werden.

Das Sägeverfahren müsse wohl unbedingt sein, weil sonst immer wieder die Feuchtigkeit hochzieht.

Hier könne ich mich 30 bis 50 Tausend € rechnen…
Aber es geht weiter.

In allen anderen unteren Räumen sind die Mauern (auch Innen) auf Bodenhöhe feucht. Selbst die Räume, die aufgrund der Hanglage 2 Meter über Grund sind und an denen die durchgehende Wand aus dem Keller, im Keller selbst trocken ist.

Diese Wände waren aber trocken, als wir vor Kauf mit einem Baugutachter besichtigt haben.

Empfehlung hier:
Außen Dämmung gem. ENEV Außerdem sollen wir erst einmal Heizen (im Moment waren dort ca. 17 Grad) und dann wollen wir weiterschauen ob es daher kommt.

Dämmung geht aber nicht so einfach da die Dachüberstände das nicht hergeben, Kosten also wieder XXXXX€.

Ich verstehe nicht, warum der Bereich ausgehoben werden soll, an dem der Keller jetzt „nur“ feucht ist (dort soll ja niemand wohnen).

Tja nach dieser Diagnose und den Summen, sieht es natürlich schlimm aus für uns.
Was würdet ihr machen, noch einen Experten kommen lassen und zahlen? Oder das nun so akzeptieren?



… also …



… das volle Programm …

Breitseite der Beratungszauberer in fleissiger Eintracht mit der Baulobby und deren emsigen Gehilfen …

Gefällt Ihnen das?

Mir nicht!

Auf wie viel kommt denn der Experte in Summa?

Ich würde zwar wahrscheinlich auch aufgraben, aber keinerlei Abdichtungen etc. anbringen … ich gehe da lieber nach der Nr. 3 des alten weisen Kung Dse …

Bei angebotsbedarf: Mail

Gutes Gelingen und weises Entscheiden …

Florian Kurz



feuchte Mauer



quod erat demonstrantum. (meine Prophezeiung mit dem Mauersägen)

Hallo Hossa,
erst mal sollten Sie unterscheiden zwischen einem Gutachten und einem Angebot. So wie das aussieht hat Ihnen der gute Mann ein Angebot unterbreitet und kein Gutachten.
Ich glaube immer noch das man mit weniger als 10% der genannten Summe zu einem ordentlichen Ergebnis kommen wird. Ich mache Ihnen folgenden Vorschlag:
Rufen Sie mich mal an oder legen sie das Elaborat auf den Scanner und mailen Sie es mir.

Viele Grüße

p.s. auf meiner homepage finden sie unter Tipps und Infos downloads zum Thema. Darunter ist ein Text über Baustellenetikette. Vielleicht kommt Ihnen ab Seite 16 einiges bekannt vor.



Wann hört der Blödsinn (aufgraben) endlich auf...



..wie soll den eine Abdichtung nachträglich unter dem Haus hergestellt werden?
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Herr Kurz Ihre Argumente sind es die solche falsche Leistungen anpreisen!
Es wäre besser man macht sich Gedanken über den Wasserstand (von außen) - wenn es überhaupt Hang- Grund- oder auch stauendes Wasser gibt.
Evtl. kennen Sie das Prinzip der kommunizierenden Röhren nicht und wissen auch nicht, dass der Gegendruck (halbe Wassersäule) hier berücksichtigt werden muss.
Im Klartext muss bei Stauwasser von 100cm mindestens 50cm Beton als Gegengewicht eingebracht werden. Dabei muss alles noch wasserdicht sein. Und wehe, es steht dann das Wasser einmal bei 110cm, ja was denn dann?
-
@ an Hossa noch die Frage: Sie schreiben es läuft Wasser durch die Wand wie viel ist es denn tatsächlich?
Aber auch: wie oft läuft das Wasser aus der Wand?
Was soll denn mit einer Mauersäge erreicht werden?
Wo sollte diese eingebaut werden?
Ich empfehle Ihnen beantworten Sie erst einmal meine Fragen siehe oben.