Sockelfundament ohne Sperrbahn erstellt, was tun?

Diskutiere Sockelfundament ohne Sperrbahn erstellt, was tun? im Forum Keller & Fundament im Bereich - Hallo. Wir haben unseren Sockel wie folgt planen lassen. Dazu wurde ursprünglich kommuniziert, dass der Aufbau wie folgt erfolgen soll: Von unten...
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chris.b

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Hallo.
Wir haben unseren Sockel wie folgt planen lassen. Dazu wurde ursprünglich kommuniziert, dass der Aufbau wie folgt erfolgen soll: Von unten nach oben: Betonsockel wie bislang geplant, Bitumensperrbahn, Rollbahn mit abgeschrägten Formklinkern, darauf der Schwellbalken ohne Mörtelverbindung nur aufliegend.
Es gab dann Ergänzungen zum passenden Mörtel und auch über eine mögliche Abtropfnut wurde gesprochen, letztlich aber verworfen.

Nun wurde heute gemauert, es sieht soweit auch gut aus. Nur ist mir nach dem Besuch auf den Bildern aufgefallen, dass die Sperrbahn fehlt. Ich habe jetzt noch nicht fragen können, aber es wurde in der Zeit in der ich da war gemauert, aber von der Sperrbahn war nichts zu sehen.

Also haben wir folgenden Aufbau: Stahlbetonfundament, Klinker mit Vormauermörtel verbaut und dann (scheinbar, wenn man das letzte Bild des Nachbarhauses betrachtet) die Sperrbahn mit Mörtel und darauf die Schwelle.

Ich habe aber arge Bauchschmerzen, wenn die wirklich eine nur mir etwas Mörtel unterstopfte Schwelle direkt auf die Sperrbahn legen sollten. Was kann man da jetzt machen? Meine Idee wäre es, die Sperrbahn dann letztlich komplett weg zu lassen. Der Betonsockel liegt etwa 20cm über Boden und die Schwelle 30cm. Meint ihr man bekommt bei einem so massiven Betonfundament Probleme mit Feuchtigkeit von unten? Und wozu die Sperrbahn eigentlich bei einem grundsätzlich Wasserundurchlässigen Betonfundament?
Auch tendieren wir eher zu der Idee, diese Seite (Süden) von außen zu dämmen, damit wäre auch Spritzwasser kein Thema mehr.

Was meint ihr?


Wir haben Unbenannt.JPG
 

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Was kann man da jetzt machen?
Wenn definitiv "mit Horizontalsperre/Mauersperrbahn unter der Klinkerlage" bestellt/beauftragt war, aber nicht so gebaut wurde, sofort und schriftlich reklamieren, die Klinker wieder runter nehmen und das Ganze nochmal richtig machen....auf Kosten des Auftragnehmers natürlich.
Und nein, keinen Nachlass in der Endrechnung oder sonstige Sonderangebote akzeptieren. Noch ists kein großer Aufwand, die Steine nochmal runter zu nehmen. Die gehen nicht mal kaputt, kann man wieder verwenden.
 
@KHH Einfach so belassen und dann gar keine Sperrbahn einbauen wäre keine Option? Will es mir wie gesagt nicht unbedingt verderben mit der Firma.
Ich meine, dieser Betonsockel ist ja kaum bis gar nicht wasserdurchlässig. Bringt eine Sperrbahn da überhaupt viel? Ich weiß, selbst bei modernen Bauten wird auf das Fundament unter das Mauerwerk eine Sperrbahn gelegt.

Ärgert mich gerade etwas. Wir hatten ja einiges angepasst. Aber der Aufbau war durch mich per Mail bekannt gegeben und wurde auch mittels Detailzeichnung nachgereicht.
 
@chris.b
Ich frage jetzt mal ganz offen: Was willst du eigentlich?
Du stellst hier Fragen, Leute geben dir Antworten und bringen dafür ihre Zeit auf und dann läuft es auf der Baustelle schief weil irgendjemand nicht aufpasst und dann willst du einfach "klein beigeben". Dann können wir uns den ganzen Kram auch sparen.
die Klinker wieder runter nehmen und das Ganze nochmal richtig machen....auf Kosten des Auftragnehmers natürlich.
vollkommen korrekt: einmal neu.
Will es mir wie gesagt nicht unbedingt verderben mit der Firma.
Dann solltest du es vielleicht lassen mit dem Bauen, wenn du Angst hast auf Fehler hinzuweisen. Ich hab es dir ja schon in dem anderen Post erklärt, dass man es einfach sagen muss, und ein Like hast du auch dafür gegeben. Ist aber anscheinend nur "Schall und Rauch" gewesen.
Ich meine, dieser Betonsockel ist ja kaum bis gar nicht wasserdurchlässig. Bringt eine Sperrbahn da überhaupt viel? Ich weiß, selbst bei modernen Bauten wird auf das Fundament unter das Mauerwerk eine Sperrbahn gelegt.
Na, warum wird wird wohl die Sperrbahn draufgelegt? Ich denke, die Antwort kannst du dir selbst geben..., sicherlich nicht, weil alles trocken ist...

Ich bin dann mal raus mit der Beantwortung weiterer Fragen von dir, da es ja anscheinend eh keinen Sinn macht hier noch Energie reinzustecken.
 
@HausSchmitt

Sorry, wenn du das so siehst.
Ich werde die Firma natürlich heute mal darauf ansprechen und sehen ob das so bestätigt wird.

Da wird dann aber auch ggf. sowas kommen wie das ist so völlig ausreichend oder keine Ahnung was. Und dann kann ich nur darauf hinweisen wie es geplant war.
Ich hoffe die sind dann nicht sehr verärgert.

Trotzdem danke für deine offene Meinung und Schade, dass du dann raus bist.
 
"Ich hoffe die sind dann nicht sehr verärgert."

Das ist doch kein Tanztee. Die Firma schuldet die beauftragte Leistung. Punkt. Steige doch einfach in das Gespräch ein mit der Bitte, Dir den beauftragten Einbau der Sperrbahn zu zeigen...

Woher nimmst Du das Wissen, der Beton wäre kaum bis gar nicht wasserdurchlässig? Um die Schwelle vergammeln zu lassen, reicht es allemal.
 
Ich bin ja in gewisser Weise auch von der Firma abhängig....auch wenn ich ab den Gefachen viel selbst machen will.
Ich habe den bauleitenden Zimmerman angerufen, der das jetzt mit den ausführenden Handwerkern abklärt.

Aber auch an dem restlichen Stück was gestern noch dazu kam kann man nichts drunter sehen oder fühlen. An der Stelle soll es dann für das Anschlussfundament weiter gehen.
 

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Prima... Die Firma sagt, dass Sie das so nicht machen können. Die Sperrbahn gehört unter die Schwelle, weil das Holz ja geschützt werden soll.

Wenn die Bitumenbahn direkt unter die Klinker kommt hätten die ja auch keinen halt. Am Freitag ist nochmal ein vor Ort Termin.
Bin jetzt echt verzweifelt und überlege wie ich das lösen kann.

Kann maximal vllt drauf bestehen, dass das so gemacht wird auf meine Verantwortung hin. Wenn ich denen jetzt sage ich bezahle das nicht, wird's ein großes Theater. Habe jetzt aber schon alles für die nächste Seite zwecks Sperrung einer Straße mit der Stadt geregelt.
Schöne Scheiße. Mal sehen was man freitahit entsprechendem Hinweis auf die Literatur erreichen kann. Im schlimmsten Fall lehnen die das komplett ab.
 
Bin jetzt echt verzweifelt und überlege wie ich das lösen kann ......... Im schlimmsten Fall lehnen die das komplett ab.
Dann lehnst du die Bezahlung der nicht vereinbarten und nicht bestellten Leistung ab. Ganz einfach..... wenn du beweisen kannst, dass es anders vereinbart war....

Andere Frage: Kaufst du dir auch ein defektes Auto als schadensfrei und bezahlst anschließend freiwillig selbst die Reparatur?
oder
Lässt du dir beim Bäcker auch Brot von letzter Woche als frisches andrehen?
 
Ich hab jetzt nochmal mehrere Stunden mit Lesen von Literatur/ Forenbeiträgen und sonstigen Onlinequellen verbracht.

Letztlich geht es ja immer um 2 Problem Felder. 1. aufsteigende Feuchte und 2. Feuchtigkeit die von außen an die Schwelle herankommt.
Das erste kann man durch Sperrbahn(en) verhindern. Wobei etwa bei Lenze immer von zwei Horizontalsperren die Rede ist. Wobei es dort um klassische Bruchstein- bzw. Klinkersockel geht. Bei einem modernen Betonsockel mit nur geringer Feuchtigkeitsleitung sieht das letztlich etwas anders aus als bei einem "wasserleitenden" Aufbau.
Unser Sockel ist etwa 70 cm hoch (inklusive Rollbahn), wovon letztlich 30cm über OK Hofpflaster verlaufen werden. Somit hat man erstmal einen weitestgehend ausreichenden Spritzschutz (ggf. durch Drainage/Sickergrube erhöht). Ich weiß nicht genau, wie viel Feuchtigkeit hier von unten noch aufsteigen könnte. Selbst wenn wir bis zum Sockel Platten legen, würde der Großteil des Regenwassers über den Abfluss auf dem Hof ablaufen; man hätte ein entsprechendes Gefälle, damit wenige Wasser an der Hauswand versickern kann.
Aber zur Sicherheit sollte eine Horizontalsperre verbaut werden. Letztlich ist für aufsteigende Feuchtigkeit wohl egal, an welcher Stelle diese Sperre sitzt. Ob nun direkt unter dem Balken oder auf dem Beton.

Nun stellt sich aber die Frage nach der Außenfeuchtigkeit, also Punkt 2.
Bei uns dürfte durch den Dachüberstand und eine Sickergrube wenig Wasser von außen an die Schwelle gelangen. Gehen wir mal vom Extremfall aus, dass es Starkregen mit viel Wind über längere Zeiträume gibt. Dann platscht das Wasser gegen die Wand und läuft bis an die Schwelle. Dort tropft das meiste ab, aber zum einen wird das Holz etwas aufnehmen, zum anderen wird Wasser sich um die Kante herumziehen und unter den Balken laufen bzw. die Feuchtigkeit an unter dem Balken weitergeben. Hier wird dann klar, dass an dieser Stelle möglichst keine Sperrbahn liegen sollte. Jetzt gibt es Varianten wie Bleibleche. Aber da der aufliegende Balken gerade aufliegen muss, kann sich ja trotzdem dort Wasser sammeln. Natürlich läuft dort Wasser das zu viel wird zur Kante hin ab, aber eine gewisse Menge wird sich auf dem Blei sammeln und später übers Holz aufgenommen oder direkt verdunsten.

Mit der Sperrbahn oder anderen diffusionsdichten Stoffen sammelt sich ebenfalls Wasser zwischen dem Material und dem Balken. Lenze schreibt zur Bitumenbahn etwa, dass die sehr starr sei und sich Unebenheiten nicht anpasse; letztlich könne Wasser durch die Oberflächenspannung zwischen Pappe und Schwelle unter das Holz laufen. An der Stelle verstehe ich nicht den Vorteil von Blei, aber gut.

Jedenfalls lässt es sich scheinbar nicht vollständig verhindern, dass Wasser unter die Schwelle kommen kann. Somit bedarf es eines effektivem Schutzes neben der Horizontalsperren.

Also sollte man scheinbar unter der Schwelle dafür sorgen, das a) kein Wasser drunter kann und b) potenzielles Wasser gut abgeführt werden kann.
a) ließe sich am besten durch eine komplette Fassadenverkleidung bewerkstelligen.
Um b) zu erreichen, eignen sich zementfreie Mörtel wie Kalkmörtel oder Trasskalkmörtel als Schwellenunterputz. Der Kalkmörtel hat nach außen aber nur eine eher geringe Oberfläche, da der Großteil der Fläche zum Balken bzw. zur Auflage hin besteht.

Wenn man nun Kalkmörtel hat, dann nimmt der Wasser, was um die Schwelle herumläuft auf. Irgendwann ist der Mörtel aber auch voll und kann es nur ans Holz oder an das darunter abgeben. Wenn unten aber die Sperrbahn liegt, bleibt die Feuchtigkeit ja im Bereich des Mörtels und der Schwelle. Wenn man nun viel Regen hat, könnte das ein Problem werden.
Deshalb ist es scheinbar sinnvoll, Bahn(en) aus Feuchtigkeitsspeichernden Materialien unter den Mörtel zu setzen. Nimmt man nun weiche saugfähige Steine, dürfte der Mörtel das ganze weitergeben. Der Stein hat eine größere Oberfläche und speichert das Wasser bzw. gibt es dann langsam wieder ab. Je mehr Reihen Steine, desto besser dürfte diese Wirkung sein, vorausgesetzt, dass diese Steine von unten keine Feuchtigkeit erhalten, also untern drunter eine Sperrschicht liegt.
Das wäre ja in einem Fall wie unserem der Fall. Zwar ist bei einer Reihe Steine weniger saugfähiges Material, jedoch springen die Steine hinter der Schwelle zurück und haben durch den darunterliegenden Sockel aus Beton wenig Probleme mit Feuchtigkeit von außen, soweit die Feuchtigkeit von unten nicht kommt.
Dann gibts ja noch die Idee von harten Klinkern, die aber wohl Kontraproduktiv sind, da dieser einer Sperrbahn gleichkommen. Allenfalls als untere Schichten in einem sonst saugfähigem Ziegelsockel.

Soweit mein Verständnis der Materie, aufgrund dessen ich doch versuchen würde, die Sperrbahn unter die Klinker und nicht auf die Klinker zu legen. Sonst hätte ich mir wohl auch die Rollbahn sparen können. So dürfte in den meisten Wetterlagen kein Problem entstehen, wenn Wasser von außen gegen die Mauer oder den Balken kommt.
 
Dann lehnst du die Bezahlung der nicht vereinbarten und nicht bestellten Leistung ab. Ganz einfach..... wenn du beweisen kannst, dass es anders vereinbart war....
Du hast natürlich Recht. Der Architekt findet die Lösung mit Mörtel + Bitumen unter der Schwelle gar nicht mal so schlecht. Ich werde mich am zum Wochenende dann nochmal erklären.

Und der Architekt hat auch gesagt, dass es gem. Detailzeichnung ja klar ist. Und im Antrag der Änderung zum ursprünglichen Sockel hab ich wie bereits erwähnt auch den genauen Aufbau erwähnt. Zwar hatten wir dann nochmal vom schrägen Klinker auf den senkrechten Klinker gewechselt und über die Tropfkante geredet, aber das hatte ja nichts mit dem Aufbau des Ganzen zu tun.

Ich hoffe meine Ausführungen im vorherigen Beitrag stimmen soweit alle. Damit hab ich dann zumindest ein paar Argumente.

Ich verstehe nur nicht, wieso die Firma der Meinung war, dass die Bitumenbahn keine ausreichende Auflagefläche wäre. Auch wenn die von unten nicht festgeklebt wird, hält die sich ja durch die draufliegenden Komponenten.
 
1.) Beton ist nicht wasserdicht. (Punkt!)
2.) Frage die Firma ob sie schon mal einen massiv gemauerten Neubau gebaut haben. Wenn ja, frage sie ob sie da eine oder sogar zwei Mauersperrbahnen eingebaut haben. Wenn ja, frage sie, ob und wie sie da die Mauersteine befestigt haben, von wegen --->
Wenn die Bitumenbahn direkt unter die Klinker kommt hätten die ja auch keinen halt.

3.) Frage sie welche Befähigung sie haben und ob, bzw. bei welcher HWK sie eingetragen sind.
Dort kannst du dir auch als Kunde/Auftraggeber im Streitfall moderierende Unterstützung holen, außerhalb von Rechtsanwalt, Gerichtsprozeß, usw....
 
grundsätzlich Wasserundurchlässigen Betonfundament?
Wenn die Firma behauptet, dein Streifenfundament sei wasserundurchlässig, muss sie dir das auch belegen!
Das ist schlichtweg Humbug!
Noch viel unsinniger ist die wirklich lächerliche Aussage:
Wenn die Bitumenbahn direkt unter die Klinker kommt hätten die ja auch keinen halt.
Da sträuben sich dem Fachmann einfach nur die Haare!
der Aufbau war durch mich per Mail bekannt gegeben und wurde auch mittels Detailzeichnung nachgereicht.
Wenn das rechtzeitig vor Baubeginn geschah und du das belegen kannst (?),
lass dich auf keine weitere Diskussion ein.
Ausführung nach Plan und Punkt!
Etwas fragwürdig erscheint mir allerdings die Funktion deines Architekten!
Eigentlich wäre es ja seine Aufgabe und nicht die des laienhaften Bauherrn, die planmäßige Ausführung zu überwachen und letztlich auch durchzusetzen.

Kritisch sehe ich übrigens noch die geplante Ausführung der Bitumensperrbahn am Übergang Streifenfundament zur Klinkerrollschicht.
Hier sollte die in Sockelputzdicke überstehen (siehe unten)!
 

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Naja... Also am 31.01 schrieb ich, dass ich den Aufbau mit Klinkern ergänzen möchte und dazu auch, dass die Bitumenbahn unter die Klinker sollen. Daraufhin wurde es mit dem Architekten angepasst. Am 6.2 hatte ich der Firma dann die denkmalrechtliche Änderung mit dem Sockelaufbau des Architekten zugesandt.
Am 26.2 würde jetzt ohne Sperrbahn gemauert.

Also soweit eigentlich klar.
Ich möchte mit der Firma aber noch etwas zusammenarbeiten, weil es wie gesagt nicht viele Alternativen gibt.
Daher habe ich ja oben nochmal nach meinem Verständnis ausgeführt, wie ich das dann begründen würde, wieso es so richtig ist und ich es so gemacht haben will.

Die Schwelle mit Kalkmörtel unterfüttern und darunter die Sperrbahn ist für mich aber tatsächlich wirklich keine Lösung die mir gefällt. Dann würde ich die lieber weglassen... Wobei ich halt trotzdem eine Horizontalsperre haben möchte.
Also von meiner Sichtweise macht der Aufbau auch nur so Sinn. Kalkmörtel und saugfähige Ziegel ergeben ja nur in Einheit Sinn. Die Ziegel sollen ja gerade die Feuchtigkeit aus dem Mörtel aufnehmen und dann abgeben.
Die Sperrbahn genau dazwischen macht das Konzept ja kaputt und ich hätte die Schwelle direkt mit Sperrbahn auf den Beton legen können.

Dass der Beton kaum Wasserdurchlässig ist war jetzt meine laienhafte Annahme. Denn wenn der darauf liegt, dann und das Holz nass wird, bleibt das Holz ja im nassen liegen.

Den Architekten haben wir ja stundenweise dazu geholt. Aber eigentlich auch genau für diese Fälle. Ich bin schon etwas irritiert, dass der die Variante mit dem Kalk auf der Sperrbahn gar nicht so schlecht findet. Aber er gab mir Recht, dass das natürlich meinen Vorstellungen nicht entsprechen würde wie es jetzt ist und die Firma sich erstmal erklären muss.
Die werden das jetzt als ebenso gut beschreiben denke ich. Vielleicht sowas wie: da kommt so wenig Spritzwasser/Regen dran, dass das der Mörtel ausgleichen kann.
Mehr als, dass das aber meiner Planung widerspricht kann ich dazu nicht sagen.
Ich bin gespannt. Ende der Woche gibt's nochmal eine Begehung und dann wird das geklärt. Blöd nur, dass aktuell die planende Architektin für das Mauerwerk nicht dabei ist, sondern nur der leitende Zimmermann.


Das mit der zu kurzen Sperrbahn dürfte ein Fehler sein. Werde ich nochmal anfragen.

Die Idee ist vllt, gar keinen Putz aufzutragen und das direkt von außen zu dämmen. Das muss ich nochmal mit dem Denkmalschutz besprechen. Wenn man von außen dämmt, müsste man den Sockel sicherlich mit dämmen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielleicht solltest du die Firma auch nur mit mangelhaft gedrucktem Geld bezahlen. Geld, was ungefähr so stimmt in Form und Währung.

Ich bin bei Weitem kein Freund von Streit, aber jetzt alles zuende zu bringen inklusive Innenausbau und beim nächsten Schwelle wechseln wird es dann richtig gemacht, kann doch keine Lösung sein.

Nachdenklich, Daniel
 
Nun war heute der vor Ort Termin. Ergebnis gefällt mir persönlich nicht wirklich. Der Zimmerman würde bei dem hohen Betonsockel (20cm über Oberkante Außenboden) auf die Sperrbahn ganz verzichten. Die 1-2% Feuchtigkeit im Beton (und Klinker) seien nicht so relevant und die Schwelle würde so oder so wohl die nächsten 200 Jahre keine Probleme machen.
Der Architekt würde unter den Kalkmörtel die Sperrbahn einsetzen.
Die Variante die ich wollte geht jetzt wohl nicht, weil die Schwelle ja noch zwischengeschoben werden muss. Dadurch würde die Rollbahn verschoben oder sowas, denn die haben keine stabile Auflage und nicht ausreichend Gewicht.

Aber wie ist das physikalisch eigentlich mit der Feuchtigkeit. Der Mörtel saugt die ja auf. Unser Klinker hat eine Wasseraufnahme von bis zu 10%, wobei die Firma meinte, Klinker haben nur bis ca. 2% Feuchtigkeitsaufnahme. Irgendwas hab ich scheinbar nicht so ganz verstanden. Die Feuchtigkeit geht wohl erst immer zum Holz. Aber wenn der Klinker jetzt bis zu 10% Feuchtigkeit aufnehmen kann und im trockenen darunter zurückgesprungen ist, dann sollte der die Feuchte ja von der Schwelle abfangen (wenn diese mal nass wird). So zumindest mein Verständnis.


Also was nun tun.... ich habe jetzt zum zweiten mal bereits alle Sperrungen und Maßnahmen bei der Stadt beantragt. Beim letzten Mal, ist mir der Dachdecker abgesprungen. Jetzt muss es vorangehen. Aber beide Varianten stören mich irgendwie, auch wenn ich der Firma glaube, dass die Schwelle gut geschützt ist.

Vielleicht wäre eine Möglichkeit, dass ich die Rollbahn wieder entnehme, die mir die Schwelle reinsetzen und ich danach die Bahn wieder selbst unter die Schwelle mauere. Die letzte Fuge könnten die ja dann wie gehabt wieder erstellen.

Sonst sehe ich da keine Lösung die sinnvoll ist. Mal sehen was die Firma dazu sagt. Sonst weiß ich nicht, welche Variante Sinn ergibt.

Vermutlich könnte man die Bitumenbahn dann ganz weglassen. Weil nur Mörtel unter der Schwelle ist mir wegen der Feuchtigkeitsaufnahme des Mörtels eigentlich zu heikel.

Bleibt also nur die Variante, dass man keine Sperrbahn setzt, dafür außen eine Vertikalsperre aus Bitumen und dann die Schwelle so belässt, ggf. verkleidet. Und sollte das später Probleme machen, muss man das eben meterweise selbst nochmal neu machen.
Wobei mir das dann insoweit auch Probleme macht, als das der Betonsockel eine Kältebrücke ist. und wenn der nicht vernünftig gedämmt wird, haben wir am Ende wieder Feuchtigkeit dort die aufsteigt und sich dort ansammelt.
 
Vielleicht wäre eine Möglichkeit, dass ich die Rollbahn wieder entnehme, die mir die Schwelle reinsetzen und ich danach die Bahn wieder selbst unter die Schwelle mauere. Die letzte Fuge könnten die ja dann wie gehabt wieder erstellen.
Das wäre bestimmt die, die Beste Variante ,die sollen dir die Schwelle Einbauen und auf 2 Eichenklötze Keilen und du Mauerst das dann in 2 Etappen zu, mit dem Mörtel deiner wahl .In passendem Zeitlichen abstand ,das der Mörtel aushärten kann ,bevor du die Klötze Rausnimmst.

Früher hat man Halt die Schwellen generell weiter aus dem Spritzwasserbereich raugehalten und der Darunterliegende Sockel wurde gemauert mit Findlingen oder Feldbrandziegeln und Mit einer Mischung Vermauert die Nur grobe sande ohne nullanteil hatte und bestenfalls noch ziegelsplitt und so zeugs...
denn Mörtel ohne Nullanteil werden einfach das anfallende wasser schneller wieder los.
Solche mischungen kann man auch nicht kaufen da hilft nur erfahrung..
greets Flakes
 
Danke... heißt also, das man in seinen industriellen zementfreien Kalkmörtel einfach grobe Kiesel oder so untermischt?

So rückblickend hätte ich am besten einfach einen Sockel bis Erdboden gießen lassen sollen und den Rest dann in mehreren Bahnen aufmauern sollen.
Naja, jetzt steht der Betonsockel. Überlege jetzt, ob ich an der Westseite, wo es von der Südseite um die Ecke geht, dann das Fundament ebenerdig erstellen lasse. Denn die scheinbar noch intakte restliche Schwelle liegt auch ebenerdig. Ist halt eine Frage der Kältebrücke bei dem so hohen Fundament.
 
nee niemals Kiesel ,,immer scharfkantiges Material du benötigst ja die Standfestigkeit des Mörtels ,,du willst ja n Haus draufstellen
So Runde Sandkörner oder Kiesel sind hier fehl am Platz..
Und dein Industriemörtel enthält ja bereits den an dieser stelle unerwünschten nullanteil aber das wird nicht besser wenn ich da einfach was dazuwerfe..
und wenn man denn seinen Industriellen Mörtel Verlängern will dann sollte man natürlich auch anteilig Binder Verwenden..
gutes gelingen Wünscht Flakes
 
Thema: Sockelfundament ohne Sperrbahn erstellt, was tun?

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