schimmel

Diskutiere schimmel im Forum Fußboden, Wand & Decke im Bereich - ich habe eine altbauwohnung,die ich renovieren möchte.das eine zimmer hat eine außenwand richtung nordwest.an dieser außenwand ist es zu...
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ludwig

Guest
ich habe eine altbauwohnung,die ich renovieren möchte.das eine zimmer hat eine außenwand richtung nordwest.an dieser außenwand ist es zu schimmelbildung gekommen.sie ist spürbar leicht feucht.ich muß dazu erwänen,daß vor dieser stelle ganz dicht ein riesen schrank gestanden hat,außerdem war das zimmer schon jahrelang nicht beheitzt und nicht bewohnt.von außen kann die feuchtigkeit aber auch nicht kommen.also bleibt trotzdem nur kondenzwasserniederschlag von innen als möglichkeit übrig,obwohl es ja nicht bewohnt war.ist aber schwer einleuchtend für mich,denn wo soll das kondenswasser sonst herkommen?naja.nun meine frage.ich heitze den raum jetzt öfters durch und lüfte ihn richtig.die wand ist schon fast ganz trocken.wenn ich jetzt vor die wand eine ständerwandkonstruktion mit dämmung und gipskarton anbringe,dürfte sich dann das problem gelöst haben,wenn ich eine dampfsperre mit einbaue?also theorethisch würde ich sagen ja-aber ich bin kein experte und frage lieber nochmal in die fachkundige runde.ich weiß auch,daß eine dämmung von außen besser wäre,aber für mich stellt sich diese lösung,wie ich sie vorhabe,günstiger dar.

...und noch eine frage-eine trockenschüttung von ca. 5cm unter spanplatten-bringt die viel in sachen luftschalldämmung und wärmedämmung?

mfg.ludwig
 
Schrank war die Innendämmung...

Die schmale Breite an stehender Luft hinter ihrem Schrank an der potentiell gefährdeten Außenwand hat wie eine schlecht eingebaute Dämmung funktioniert und ein Kondenswasserniederschlag an die Innenseite der Außenwand gebracht, würde ich vermuten. Außen dämmen ist besser. Innendämmung muß mit größter Vorsicht angegangen werden. Was jetzt folgt ist gesundes Halbwissen und auch so zu betrachten, da zusätzlich vereinfacht dargestellt: Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit als Wasserdampf speichern als kalte Luft. An ungedämmten Außenwänden wird die Luft erheblich abgekühlt. Bei vielleicht 65% Luftfeuchte, einer Temperatur von 20°C in Raummitte und Temperaturen von unterhalb 15°C an der Außenwand fällt Kondenswasser aus. Die Speichermasse Mauerwerk verliert an Speicherkraft durch ansteigende Bauteilfeuchte. Umso schneller kühlt sie aus und der Prozess verstärkt sich. Dämmung an der Außenseite läßt die Wand weniger schnell auskühlen. Der Taupunkt/Kondenswasserausfallpunkt verschiebt sich nach außen. Dämmung an der Innenseite läßt die Speichermasse weiterhin kühl bleiben und verschiebt den Taupunkt nach innen. Kondenswasser fällt auf jeden Fall aus, die Frage ist ob weiter nach außen oder so weit innen, das sie nicht mehr durch diffusionsoffene Baustoffe nach außen weg kann. Ich würde in diesem Fall max. eine Holzweichfaserplatte mit 2 cm Stärke innen anbringen aber das ganze ist ein Rechenexempel. Vielleicht einfach mal einen Statiker oder Bauphysiker anfragen, den genauen Wandaufbau mit allen Schichten angeben und das Bauteil durchrechnen lassen? Aus dem Ergebnis läßt sich dann schnell eine Handlungsempfehlung ableiten. Grüße aus Leipzig
 
@martin

danke erstmal für deine ausführlichen ausführungen!frage mich aber eben,wo in diesem raum die luftfeuchtigkeit hergekommen sein soll-wie gesagt-der wurde jahrelang nicht beheitzt-die raumtemperatur lag je nach außentemperatur im winter so ca. bei 5 grad-5grad kalte luft kann aber nicht viel wasser speichern-von wo auch-hat ja keiner drinne gewohnt und transpiriert etc...und deshalb wollte ich ja auch ne dampfsperre einbauen,in der hoffnung,daß problem wäre damit gelöst-hinter dem sschrank konnte ja trotzdem die gesamte raumlut und damit auch luftfeuchte dessen langsam aber immerhin zirkluieren um dann pöapö zu an der noch kälteren außenwand zu kondensieren...

...wie ist das also nun nochmal konkret-solch eine dampfsperre-also eine pe-folie direkt unter der gipskartonplatte-hält das meine wand dahinter trocken???

...und wie is das nochmal mit der trockenschüttung-vielleicht kennstde dich da ja auch mit aus...

mfg

-ludwig-
 
mmhmm...

Schimmelbenötigt im wesentlichen drei Faktoren zur Bildung: 1. ein Substrat mit organischen Bestandteilen: ist z. B. durch Tapeten gegeben 2. Feuchtigkeit: Die Luftfeuchte reichert sich in warmen Phasen durch gegebene zwangslüftungspunkte im Altbau (undichte Fenster und Türen, Schadstellen, usw.) an und bei Absenkung der Temperatur fällt sie aus, 3. keine oder geringe Luftbewegung: Schimmelpilze sind allergisch gegen Stoßlüften. Langzeitig stehende Luft mit geringer Zirkulation ergeben gut Bedingungen für die Bildung von Schimmelpilzen. Die Idee mit der Dampfsperre ist theoretisch vieleicht eine gute Idee. Bleiben zwei Fragen: 1. Wo fängt Sie an, wo hört sie auf? Wie sind die Anschlüsse auszubilden? Du baust Dir mit einer Teilauskleidung in Deinem Zimmer automatisch Schwachstellen ein! 2. Die Feuchtigkeit fällt mit oder ohne Dampfbremse weiter aus, wenn Du Dein Lüftungsverhalten nicht änderst, und dann fängt die Gipskartonplatte anzu schimmeln (schliesslich ist eine Papierschicht oben drauf). Nein, nein, erster Lösungsansatz ist: Heizen, Lüften, Heizen, Lüften, Heizen, Lüften,... Die trockenschüttung unter der Spanplatte bringt wärmedämmend wenig, ebenso in Sachen Luftschall. Bei schwimmenden Aufbau tut sich was in Sachen Trittschall, ansonsten gerne genommen um unebene Böden auszugleichen. Außerdem kommt es noch auf die Art der Schüttung an, auch hier gibts große Unterschiede. Grüße Martin
 
@martin

Schimmelbenötigt im wesentlichen drei Faktoren zur Bildung: 1. ein Substrat mit organischen Bestandteilen: ist z. B. durch Tapeten gegeben

...ist es also sinnvoll,die tapete an der mit gipskarton zu verkleidenden wand,zu entfernen...!?

2. Feuchtigkeit: Die Luftfeuchte reichert sich in warmen Phasen durch gegebene zwangslüftungspunkte im Altbau (undichte Fenster und Türen, Schadstellen, usw.) an und bei Absenkung der Temperatur fällt sie aus

...oha...also spielts wohl keine rolle,ob der raum bewohnt war oder nicht,weil sich feuchtigkeit im sommer sowieso im ganzen haus einlagert,wenn ich das richtig verstanden habe...!?muß noch anmerken,daß das zimmer darunter bewohnt ist und sich dazwischen nur eine recht balkendecke befindet-oben drauf dielen...unten dran nur panelen...ohne dampfsperre...ist mir nämlich aufgeffallen...der raum daneben...da ist kein wohraum drunter...und da sind die außenwände trocken...unter sonst gleichen bedingungen...

, 3. keine oder geringe Luftbewegung: Schimmelpilze sind allergisch gegen Stoßlüften. Langzeitig stehende Luft mit geringer Zirkulation ergeben gut Bedingungen für die Bildung von Schimmelpilzen. Die Idee mit der Dampfsperre ist theoretisch vieleicht eine gute Idee. Bleiben zwei Fragen: 1. Wo fängt Sie an, wo hört sie auf?

...na direkt unter der gipskartonplatte...

Wie sind die Anschlüsse auszubilden?

...anschlüsse...???

Du baust Dir mit einer Teilauskleidung in Deinem Zimmer automatisch Schwachstellen ein! 2. Die Feuchtigkeit fällt mit oder ohne Dampfbremse weiter aus, wenn Du Dein Lüftungsverhalten nicht änderst, und dann fängt die Gipskartonplatte anzu schimmeln (schliesslich ist eine Papierschicht oben drauf).

...naja...aber hinter der gipskartonplatte briinge ich doch eine dämmung an-daß heißt,die gipskartonplatte dürfte die kritische niedrige temperatur,die nötig ist,um kondenswasser kondensieren zu lassen,nicht mehr erreichen...

Nein, nein, erster Lösungsansatz ist: Heizen, Lüften, Heizen, Lüften, Heizen, Lüften,...

...ja genau...das mache ich ja jetzt auch-mit erfolg-das mauerwerk muß ja schließlich trocken sein,bevor ich da eine gipskartonkonstruktion mit dampfsperre anbringe,sonst gammelts ja dahinter weiter...logisch...

Die trockenschüttung unter der Spanplatte bringt wärmedämmend wenig, ebenso in Sachen Luftschall. Bei schwimmenden Aufbau tut sich was in Sachen Trittschall, ansonsten gerne genommen um unebene Böden auszugleichen. Außerdem kommt es noch auf die Art der Schüttung an, auch hier gibts große Unterschiede.

...ok-also wohl der primäre vorteil-das ausgleichen...die zimmer haben eine ziemlich bescheidene balkendecke...habe beides schonmal gemacht...spanplatten mit schüttung-und direkt verschraubt...mir kommts so vor,als wäre die decke stabiler,als ich die spanplatten auf den alten dielenfußboden aufgeschraubt habe...hört man aber verschiedene meinungen...manch einer sagt,daß bringt nix...manch einer sagt,es bringt etwas(statik-stabilitätsmäßig...durch die verspannung quasi) im vergleich zu einer schüttung,ich habe aber auch deen eindruck,daß es mit verschraubung ein plus an stabilität gab(schüttung hat mehr nach gefedert)-was sagst du dazu?...machst n kompetenten eindruck...daher noch mal die frage an dich...

mfg

-ludwig-
 
Schlachtpläne entwickeln, aber helfen lassen...

Schimmelbefallene Tapeten sollten abgenommen werden, der sichtbare Befall ist der ausgebildete Fruchtkörper. Die Sporen und Hyphen dieser Pilze sitzen aber schon unsichtbar im Umfeld des Fruchtkörpers. Deshalb großräumig entfernen. * stimmt nicht, schlecht belüftete aber bewohnte räume schimmeln unter diesen Vorgaben noch schneller ;-) * Nochmal zum besseren Verständnis die Frage präzisiert: Wie stellst Du dir einen luftdichten Randanschluß der Dampfbremse an Wand oder Boden vor? Bei einer Teilauskleidung werden genau da die Schwierigkeiten entstehen! * Es ist nicht wirklich kostspielig mit dem ermittelten Wandaufbau zu einem Statiker zu gehen und durchrechnen zu lassen welche Dämmung in welcher Stärke in dieser Situation das Beste ist. Mein Problem ist im Augenblick das ich die Innendämmung weiterhin für schwierig halte, Dir aber nicht brauchbar erklären kann, warum es so ist... :-( * Schüttung und schwimmender Aufbau (also keine Verschraubung mit dem Unterboden) bedeutet erhöhte Trittschalldämmung aber auch zusätzlich Belastung der Decke. Wenn dies schon vorher federt, ist das ein Zeichen für hohe statische Auslastung. Die Decke darf also nicht durch eine zu hohe Flächenlast überfordert werden. * Verschraubung mit dem Unterbau: ja, hierzu gibt es zum einen unterschiedliche Meinung und zum anderen differierende subjektive Eindrücke. Meine Meinung ist: Um eine wirkliche Erhöhung der Aussteifung zu erreichen muß die Platte wirklich sehr eng mit dem Dielenboden verschraubt werden. Es kommt aber noch mehr auf die Stärke der Platte an um die Drucksteife zu erhöhen. Eine Spanplatte hat keine hohe Biegesteife durch Druck, die auf die Plattenfläche erfolgt. Sie biegt erst stark durch, dann bricht sie. Zur Diagonalaussteifung ist sie dann schon wieder besser geeignet. Um eine wirklich Biegeaussteifung der Deckenbalken zu erreichen, müßten diese verstärkt werden. Wie gesagt, 3 Ärzte, 4 Diagnosen....
Grüße
 
Thema: schimmel

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