Projektbericht: Transitbars im Münchner Flughafen mit farbigem Glas

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Über
20 Millionen Passagiere jährlich starten vom Münchner Flughafen aus in den
Urlaub oder begeben sich auf Geschäftsreise. Für die Reisenden gibt es hier auch
nach dem Einchecken zahlreiche Möglichkeiten, sich die Zeit bis zum Abflug zu
vertreiben. In Modul C und D des Transitbereichs in Terminal 1 laden seit Anfang
November 2004 zwei neue Bars dazu ein, kleine Erfrischungen einzunehmen. Im
Gegensatz zum bisherigen Gastronomieangebot, das etwas versteckt in einer Ecke
untergebracht war, präsentieren sich die beiden Bars in leuchtenden Farben
direkt hinter dem Security Check und damit in zentraler Lage. Bei der Gestaltung
entschieden sich die Designer Danilo Silvestrin und Ludwig Herrle unabhängig
voneinander für farbiges Glas.



  • Am "Sunshinegate" von Langnese ("rotes Bild") und
  • an der Bar von Hofbräu München ("blaues Bild")



... kommen mit SANCO LAMEX COLORPRINT und SANCO LAMEX COLORDESIGN von
Glas Trösch dabei zwei Produkte zum Einsatz, die einen sehr breiten
Gestaltungsspielraum ermöglichen. Die einzelnen Glaselemente mit eingearbeiteten
Logos und Bildmotiven bilden nicht nur einen außergewöhnlichen Blickfang,
sondern dienen daneben als sympathische Werbeflächen. Auf Wunsch des Betreibers
wurden alle Glas- und Edelstahlarbeiten aus einer Hand von Glas Trösch
durchgeführt.



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<img border="1" src="http://www.baulinks.de/webplugin/2005/i/0219-troesch1.jpg" vspace="2" alt="farbiges Glas, Glaselemente, Werbefläche, Glasarbeiten, Edelstahlarbeiten, leuchtende Farben, SANCO LAMEX COLORPRINT, SANCO LAMEX COLORDESIGN">

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Die beiden neuen Bars werden, wie die Mehrzahl der im Flughafen angesiedelten
Gastronomiebetriebe, von der Allresto Flughafen München Hotel und Gaststätten
GmbH betreut. Die Generalplanung übernahm das Wendelsteiner Unternehmen
Aichinger MP, ein sehr erfahrenes Unternehmen, das auch bereits beim Neubau des
Terminal 2 mit der Planung und Umsetzung mehrerer Gastronomieobjekte beauftragt
war. Da der Zeitrahmen sehr eng gesteckt war, kam es vor allem auf ein gutes
Zusammenspiel aller Beteiligten an. Für die Allresto war es daher besonders
wichtig, dass Glas Trösch nicht nur die Glasarbeiten, sondern auch die gesamten
Edelstahlarbeiten aus einer Hand anbieten konnte und auch die Abstimmung mit den
anderen Gewerken übernahm. "Um gute Resultate zu erhalten, ist es für mich
entscheidend, dass alle Gewerke ein wirkliches Team bilden", so Harald Zettner,
bei der Allresto zuständig für den Bereich Planung und Bau. "Deshalb gab
letztendlich das außergewöhnliche Engagement den Ausschlag zugunsten von Glas
Trösch. Ich bin sicher, damit die richtige Firma an Land gezogen zu haben, denn
wir haben auf den Punkt sehr gute Glasarbeiten erhalten."



Dabei waren die Voraussetzung für die Arbeiten am Flughafen nicht ganz
einfach, denn der Aufbau war aufgrund der teilweise hohen Geräuschentwicklung
oft nur nachts möglich und erforderte von den Glas Trösch-Mitarbeitern daher
einen besonders hohen und flexiblen Einsatz. Auch für zwei weitere Bars der
Brandingpartner Langnese und Hofbräu München, die für das Frühjahr 2005 in
Terminal 1 geplant sind, ist Glas Trösch deshalb für die Allresto als Partner
erste Wahl.



Die Farben des Sommers: Das Sunshinegate von Langnese in Modul C



Beim Sunshinegate von Langnese entschied sich Danilo Silvestrin für eine
Kombination aus unterschiedlichen Materialien. Die Türen zur Küche sowie Rück-
und Seitenwände bestehen aus farbigen Glasflächen, der Verkaufstresen und die
Thekenrückwand aus einer Strukturfläche mit 2 x 2 cm großen Mosaiken, die
farblich auf das Glas abgestimmt sind. Als Thekenschürze dient gebogenes Glas,
das ebenfalls von Glas Trösch geliefert und montiert wurde. In Orientierung an
der CI des Unternehmens wurde von Langnese mit RAL 3018 ganz konkret die Farbe
für die Glasflächen vorgegeben. Eine weitere Vorgabe bestand darin, dass die
Elemente blickdicht sein sollten. Um das gewünschte Resultat zu erhalten, wurden
bei Glas Trösch Farbfolien in unterschiedlichen Rot- und Orangetönen miteinander
kombiniert und zwischen zwei Glasscheiben laminiert. Dabei bedurfte es eines
großen Bemusterungsaufwands, bis letztendlich das gewünschte "Erdbeer-Rot"
erzielt wurde. Am Sunshinegate bestehen die Glaselemente aus SANCO LAMEX
COLORDESIGN nun aus der Kombination einer opak weißen, und mehreren roten
Folien. Die Elemente mit circa 1 Meter Breite und 2.15 Meter Höhe sind dabei
jeweils oben und unten in einer Edelstahl-Halterung befestigt. Auf Wunsch des
Designers befindet sich auf den Glaselementen im Wechsel das Langnese-Logo
beziehungsweise verschiedene Bildmotive, die junge Menschen beim Eisessen
zeigen. Das Logo wurde dabei mit sehr feinem Korn auf die Glasoberfläche
gesandstrahlt und erscheint jetzt dezent Ton in Ton. Die Bildmotive im Format
50 x 70 cm wurden auf einen opaken Hintergrund gedruckt (SANCO LAMEX COLORPRINT),
damit das Rot der dahinter liegenden Folien nicht durch das Foto durchscheint.
Um durch die Türen zur Küche wenig Einblicke, aber dennoch den Blick nach außen
zu ermöglichen, schnitt man aus der opaken Folie einen Streifen aus und ersetzte
ihn durch einen transparenten Streifen im gleichen Grundton. Für ein
einheitliches Gesamtbild wurde auch bei den Tablettwagen Edelstahl mit Glas in
der Farbe der Bar kombiniert.



In München steht nicht nur ein Hofbräuhaus



Auch die Bar von Hofbräu München in Modul D beweist, dass sich nahezu jede
Farbe mit Glas hochwertig realisieren lässt. Im Gegensatz zu Langnese gab es
hier in Punkto Farbe keine klar definierten Vorgaben, man hielt sich jedoch an
die Hausfarben Blau und Orange. Nach einigen Experimenten fiel die Entscheidung
auf ein kräftiges Orange für die Rückwand der Bar und die Thekenrückwand, für
die wieder opake Folien verwendet wurden. Für das 80 m² große Glasdach wählte
man transparente Folien im selben Orange.



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Auch an dieser Bar wurde das Logo, eine Krone, sowie der Schriftzug "Hofbräu
München" mit feinem Korn gesandstrahlt. Ein ganz besonderer Eyecatcher ist
jedoch die Vorderfront der Theke aus einer Kombination von Edelstahl und
hinterleuchtetem ultramarinfarbenem Glas. Die einzelnen Glaselemente sind dabei
im Abstand von 5 cm mit Manet-Punkthaltern am Corpus aus Edelstahl befestigt.
Das Licht von sechs beziehungsweise acht kleinen Leuchten bricht auf der
Oberkante des Corpus und erzeugt damit ein Gefühl der räumlichen Tiefe.



<div align='right'>Siehe auch:

Glas Trösch Beratungs-GmbH
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Thema: Projektbericht: Transitbars im Münchner Flughafen mit farbigem Glas
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