Flächenheizung und Wand-/Fußbodenaufbau (Dübelbalkendecke und Steinmauern)

Diskutiere Flächenheizung und Wand-/Fußbodenaufbau (Dübelbalkendecke und Steinmauern) im Forum Sanierung allgemein im Bereich - Hallo und schöne Grüße aus Österreich, zuerst einmal vielen Dank für dieses großartige Forum und Nachschlagwerk! Ich lese schon eine ganze Zeit...
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Denise2

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Hallo und schöne Grüße aus Österreich,
zuerst einmal vielen Dank für dieses großartige Forum und Nachschlagwerk!
Ich lese schon eine ganze Zeit still mit und konnte schon einige Erkenntnisse gewinnen.

Nun komme ich allerdings nicht mehr drum herum, individuell auf unser Vorhaben hier Rat/Vorschläge einzuholen bzw. Erklärungen zu erbitten.

Zu unserem Haus und Projekt:
Wir wohnen in einem Haus mit 50-70cm dicken Steinmauern (welcher Stein ist noch unbekannt) und einer Dübelbalkendecke ohne Keller. Bewohnt wird aktuell nur das EG, der Dachboden soll aber ausgebaut werden. Leider wurde das Haus schon mehrfach umgebaut und auch "saniert", großteils auch verpfuscht. Fenster und Türen immer wieder umgesetzt und dann mit Ziegel ausgefüllt.
Das führt uns dazu, dass wir alles vollkommen entkernen müssen/wollen. Besonders die dichte Fassade (stellenweise 30(!!)cm dick), der 30cm tiefe Beton, der um das Haus angebracht wurde und der falsche Innenputz führen zu Feuchtigkeit im Innenraum. Schimmel haben wir "nur" an einer Ecke straßenseitig vom Boden aufsteigend etwa 30cm nach oben und zu den Seiten, da die doch recht neuen Fenster zum Glück (?) so schlecht eingebaut wurden, dass ständig Zugluft herrscht. Vor dem Einzug haben wir nur das wirklich nasse Wohnzimmer saniert, da ursprünglich nicht geplant war, dass wir hier bleiben. Abgegraben und von unten isoliert, den Putz runter, wo er relativ leicht abging und Mineralputz verwendet - seither kein Problem mehr mit fühlbar und sichtbar nassen Wänden!
Da wir nun doch hier bleiben, muss ein Um- und Ausbau her.
Bleiben sollen nur die Außenmauern, die tragenden Innenmauern, auf denen die Deckenbalken liegen (also eh fast alle), die Balkendecke und der Dachstuhl.

Gedämmt werden soll grob gesagt nur das Dach mit Zwischen- und evtl. Untersparrendämmung und vom Boden her wie im Wohnzimmer, da es ohnehin keinen Keller gibt, sind wir nach unten hin flexibel.
Mir wäre eine Aufsparrendämmung zwar lieber, weil man damit auch die Sparren auf Sicht hätte, jedoch ist das nicht möglich, da es sich um ein U-förmiges Gebäude handelt, wir aber nur eine Seite umbauen und die beiden anderen Teile "Neu"bauten sind. Damit müsste das Dach am querlaufenden Gebäudeteil auch angepasst werden. Die Eindeckung muss sowieso runter, weil der Dachstuhl stellenweise saniert werden und dann zugebrettert werden muss.
Voraussichtlich sollen die Balken durch Holz-Beton-Verbund stabilisiert werden, da die Schwingungen stellenweise recht stark sind. Das kann aber erst genauer festgestellt werden, wenn die gesamte Schüttung von oben runter ist und auch auf der Unterseite die Balken freigelegt wurden, um den Zustand beurteilen zu können (ggf. Durchhang, evtl. Schädlingsbefall, Vermoderung etc.) Man wird sehen.

Lange Rede, kurzer Sinn, ich hoffe ihr habt soweit einen Einblick, um meine folgenden Fragen zu verstehen:
Ich plane eine Flächenheizung (zusätzlich ein Grundofen mit Satellitenofen im DG, evtl. wasserführend)
- im EG mit Ausnahme des Schlafzimmers eine FBH und in den Außenwänden Wandheizung mit Ausnahme der Küchenzeile, die an die Außenwand kommt
- im Dachausbau lediglich Wandheizung in den Dachschrägen bzw. im Kniestock, da ich FBH bei Holzböden ohnehin nicht soo sinnvoll finde, außerdem soll eine Kühlung ermöglicht werden

Meine Frage gilt vor allem der Wandheizung/Kühlung in den Dachschrägen:
Sind fertige Trockenelemente mit integrierten Leitungen oder "manuell" verlegte und verputzte Systeme besser bzw. effizienter?
Ich nehme an, kostengünstiger ist die Verputz-Variante!?

Mein Partner bevorzugt die Dachschrägen und den Kniestock mit Gipskartonplatten zu verkleiden. Davon bin ich allerdings überhaupt kein Fan. Mir wären Holzfaserplatten oder Lehmplatten oder dergleichen lieber. Allerdings stelle ich mir das Verputzen der Dachschrägen und vor allem bis nach oben zum Giebel nicht sehr lustig vor.
Was gibt es sonst noch für Alternativen für die Dachschräge? Gipsfaserplatten wurden von ihm schon abgelehnt da Zitat "zu teuer und zu schwer und unnötig".
Heraklith? Muss jedenfalls auch verputzt werden.

Mir stellt sich auch folgende Frage: Wenn die Leitungen der Wandheizung verlegt wurden und dann egal welche Platten davor geschraubt werden, bleibt doch Luft, was für die Effizienz kontraproduktiv ist, wie wird das gelöst? Das Problem ergäbe sich bei Fertigelementen nicht.
Und zuerst verputzen und dann Platten davor machen kann auch nicht im Sinne des Erfinders sein, da kann ich gleich den Putz lassen. Also wie werden die Leitungen bündig verbaut im Falle eines Trockenausbaus? Geht das überhaupt?

Also: Wie sähe so ein Dachaufbau mit Wandheizung aus, wenn man keine Fertigelemente verwendet? Kann man dann nur verputzen?
Da meine bevorzugten Bauplatten ohnehin Holzfaser oder Lehm oder dgl. wären, bliebe ein Verputzen ohnehin nicht aus. Oder gibt es die eierlegende Wollmilchsau, die ich noch nicht kenne?

Sein Plan wäre also:
Dämmung mit Glas-/Steinwolle oder evtl. Einblasdämmung mit Zellulose
Gipskartonplatten 15mm und Spachteln
Estrich mit FBH

Meine Idee:
Dämmung mit Holzfaser oder Hanf
Wandheizung in fertiger Trockenbauplatte (wohl die teuerste Variante) oder auf Holzfaserplatte/Lehmplatte o.ä. und mit Lehm verputzen oder es gibt irgendeine Möglichkeit die Wandheizung unter einer entsprechenden Platte zu montieren, da weniger Putz nötig wäre
Bodenaufbau ohne Estrich (z.B. Blindboden in denen Elektroverkabelung etc. läuft), um Gewicht und Nässe zu sparen

Im EG wird die vernüftigste Variante sein, überall den Putz abzuklopfen, sofern möglich, dann innen dämmen (ich dachte an Holzweichfaser) oder wäre eine Dämmung zum Nutzen nur Luxus?
Darauf dann die Wandheizung und mit Lehmputz zumachen. Im Bad würde ich eher zu Kalkputz tendieren und um die Nassbereiche (Dusche, Badewanne, Waschbecken) etwas, das resistenter ist gegen die Feuchtigkeit bzw. worauf man auch Fliesen kleben kann.

Grundsätzlich angetan hätte es mir das System von "naturbo", es wirkt auf mich einfach, schnell und effizient und würde alle meine "Wünsche" vereinen. Aber ich möchte nicht wissen, was das im Vergleich zu anderen Varianten kostet. ;-)

Was meint ihr dazu? Habt ihr Lösungs-/Verbesserungsvorschläge?
Sind meine Ideen für den Dachausbau nur teurer Schnickschnack (Wandheizung und Kühlung, Lehm usw.) im Gegensatz zur Bequemlichkeit in der Verarbeitung mit dem Gipskarton und Estrich?
Kann man die Wandheizung wirklich nur verputzen, wenn man keine Fertigelemente bezahlen will oder gibt es auch eine "lose" Verlegemöglichkeit hinter Platten? Die Platten selbst ausfräsen und Leitungen verlegen halte ich in Bezug auf Kosten-Nutzen nicht sehr rentabel.
Bei Verwendung alternativer Platten (Lehm, Holzfaser, Holzwolle) bleibt ohnehin nur Verputzen übrig, wäre aber weniger Dicke nötig, wenn die Wandheizung dahinter wäre. Oder gibt es etwas anderes als Gipskarton und Gipsfaser, das man nur Spachteln und nicht vollflächig verputzen muss?

Danke schon einmal und Grüße
Denise
 
Thema: Flächenheizung und Wand-/Fußbodenaufbau (Dübelbalkendecke und Steinmauern)

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