Elektroinstallation bei Fachwerk-Innendämmung

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Moritz7

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Hallo,

Ich sanierte gerade überwiegend in Eigenleistung unser Fachwerkhaus Bj 1850. Im Erdgeschoss möchte ich mit 60mm Holzweichfaserplatten innen dämmen wegen Denkmalschutz. Da wir eine Fußbodenheizung installieren, möchte ich auf eine Wandheizung verzichten.

Meine Frage ist: Wie sorge ich bei den Steckdosen und Schaltern in der Dämmung dafür, dass sich kein Kondenswasser bildet bzw. Die Wärmebrücke gering gehalten wird? Direkt auf das Fachwerk, also unter die Dämmung, kommt eine 20-40mm starke Ausgleichsschicht aus Lehm. Die Steckdosen, zumindest normal tiefe, durchstoßen ja die Dämmung.

Achso, die Kabel zu den Steckdosen verlege ich unter der Dämmung, also in der Ausgleichsschicht.

Für hilfreiche Antworten bin ich Euch sehr dankbar.
 
Ausgleichsschicht

Ich habe bei mir nur an einer Stelle Steckdosen in die Innendämmung integrieren müssen. Dort habe ich hinter den Steckdosen eine Dämmplatte in die Ausgleichsschicht integriert. Ich habe aber spezielle Sicherungsautomaten für Holzhäuser und weiss nicht wie die Regelungen im Normalfall aussehen. Die Dosen habe ich zusäzlich dick mit Lehm befestigt. Das wird kein Elektriker machen, da nach dem Setzen der Dosen der Lehm erst einmal ein bis 2 Wochen trocknen muss bis die Dosen fest sitzen.
 
Das ist eine gute Idee...

, ne Dämmplatte hinter die Steckdose zu setzen. Wir kommen im Hauptraum (wohn/Esszimmer/Küche) leider nicht ohne Steckdosen in der Innendämmung aus, weil es fast nur Außenwände sind. Der Raum zieht sich parallel zur Diele über die gesamte Giebelseite.

Ich wundere mich, dass es kein "best practice" für dieses Problem gibt, zumal das Problem ja jeden betrifft, der eine moderate Innendämmung ohne Wandheizung realisieren will.

Ich bin auch schon am Überlegen, ob wir doch 80mm Dämmung (auch ohne Wandheizung) machen, was natürlich etwas riskant ist.

Vielen Dank schonmal für die Antwort!
 
So gehts auch

Wenn du nur die 40 mm tiefen Dosen einbaust, durchstoßen sie die Dämmplatten nicht. Erst recht nicht wenn du sie bis Vorderkante Putzfläche aus den Platten vor stehen lässt. Wenn du den Putz zweilagig, ca. 2 cm dick aufziehen willst, kannst du sogar die tiefen UP-Dosen einbauen, ohne komplett durch die Platte durchzustossen.
Unabhängig davon, statt Dämmplatten in die Ausgleichsschicht einzulegen, kannst du auch die Löcher in die 60er Platten fräsen und vorm Einmörteln der Dosen einfach die dabei entstehenden Holzfussel, oder Stopfhanf, hinten rein stopfen.
Wir verlegen Kabel immer in die Dämmplatten. Erstens erwischt man dann beim Andübeln der Platten keines und zweitens kann man dann einfach mit der HKS einen Schnitt in die Platten sägen und ein Kabel einfach da rein drücken. Das hält ohne Nägel/Schellen, o. ä..

Bevor du weiter überlegst, ob du auf das Fachwerk eine 80mm Dämmung baust, lasse dir genau berechnen. Wenn nicht alle Parameter passen geht der Schuss nach hinten los! Erst recht wenn keine WHZ hin kommt. Wir bauen ohne individuelle Berechnung max. 60 mm Dämmungen.

Gruß,
KH
 
Noch besser

Danke, das ist auch ein guter Hinweis, die Kabel in Schlitze zu legen. Hat auch Vorteile für die Gewerke, weil der Elektriker dann in eins durcharbeiten kann und nicht vor und nach dem Dämmen anrücken muss.

Vielen Dank und beste Grüße
Moritz Fricke
 
Anderer Lösungsansatz

Moin, moin

da ich vor dem gleichen Problem gestanden habe, habe ich mich dafür entschieden, weiße Doppeldosen mit Klappdeckeln auf die Wand zu montieren (ähnlich, aber hübscher als Feuchtraumdosen). Hierdurch ist nur der Kabelauslass als Wand-durchstoßendes Element vorhanden. Da ich das Haus nur tageweise beheizen will, und keine wasserführenden Rohre im Haus möchte wegen Rohrplatzern, habe ich mich für moderne Elektrostrahler als Heizungen entschieden (neben Kaminöfen). Die hierfür notwendige Elektroinstallation lässt sich mit diesen Aufputzdosen hervorragend realisieren und stört das Gesamtbild nicht.
 
Thema: Elektroinstallation bei Fachwerk-Innendämmung

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