BMU: VDE-Studie unterstellt unrealistische Szenarien

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Zu
der am 7.3. vorgestellten Studie des VDE zu Perspektiven der Energieversorgung
(siehe Meldung "VDE-Studie
zur Stromversorgung 2020
") erklärt der Sprecher von Trittins
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), Michael
Schroeren:



Die VDE-Studie geht von unrealistisch niedrigen Annahmen über
künftige Kosten von Öl, Gas und Kohle aus. Gleichzeitig unterstellt sie eine
irreal hohe Geschwindigkeit beim Ausbau erneuerbarer Energien. Beide
Rechentricks führen zu einem Ergebnis, das mit dieser Studie politisch offenbar
gewollt ist: Der begonnene Ausbau der erneuerbaren Energien soll als nicht
finanzierbar dargestellt und der notwendige Umbau der Energieversorgung hin zu
mehr Effizienz und Nachhaltigkeit als unrealistisch denunziert werden. Auf diese
Weise sollen längere Laufzeiten für Atomkraftwerke und unterbleibende
Investitionen in neue Kraftwerkstechnik legitimiert werden. Diese Strategie
führt jedoch in eine Sackgasse, an deren Ende die deutsche Industrie Gefahr
liefe, ihre heutige Technologieführerschaft verloren und damit Zehntausende von
Arbeitsplätzen verspielt zu haben.



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<img border="1" src="http://www.baulinks.de/webplugin/2005/i/0424-vde1.gif" vspace="2" alt="Stromversorgung, VDE-Studie, Perspektiven der Energieversorgung, Alternativen, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, BMU, Öl, Gas, Kohle, Ausbau erneuerbarer Energien, erneuerbare Energie, Atomkraftwerke, Kraftwerkstechnik, Strombedarf, Schattenkraftwerke">

<span style="font-size: 10px">Grafik aus besagter </span>

<span style="font-size: 10px">VDE-Studie</span>

</center>



Fakt sei laut Schroeren: Schon heute wird Spitzenlaststrom an
der Börse zu Niedrigstpreisen gehandelt, weil er im Überfluss produziert wird
und anders nicht absetzbar ist. Zweitens: Das Ziel der Bundesregierung lautet,
den Anteil der erneuerbaren Energien am heutigen Strombedarf bis 2020 auf 20
Prozent auszubauen. Die VDE-Studie unterstellt demgegenüber als Ziel der
Regierungspolitik einen Anteil der Erneuerbaren von 27 Prozent, dem obendrein
noch ein irreal hoher Bedarf an "Schattenkraftwerken" rechnerisch zugeordnet
wird.



Statt vor einer angeblich drohenden "Energiekrise" zu warnen und
eine angebliche "Investitionsunsicherheit" zu beklagen, täte die deutsche
Energiewirtschaft gut daran, den politischen und rechtlichen Rahmen für
langfristige Investitionssicherheit zu nutzen, den die Bundesregierung mit dem
vereinbarten Atomausstieg, mit der Förderung erneuerbarer Energien und mit dem
jetzt einsetzenden Emissionshandel geschaffen hat.



<div align='right'>Siehe auch:

BMU - Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
</div>
 
Thema: BMU: VDE-Studie unterstellt unrealistische Szenarien

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