Zwischensparrung Schalldämmung mit Dielenboden

23.03.2021 C.Janssen

Zwischensparrung Schalldämmung mit Dielenboden

Hallo liebe Leute. Phase 2 meiner Sanierung läuft.

Situation.

EG-1OG bewohne ich selbst und im 2 OG ist eine Ferienwohnung. Diese ist soweit fertig und ich habe die Decke bzw den Boden nach bestem gewissen ausgeführt, das Ergebnis war vorerst ernüchternd und im Anschluss teuer und zufriedenstellend. Was habe ich gemacht

Ich habe den alten Fehlboden erneuert, Gehwegplatten und eine Blähton Schüttung eingebracht. Der Dielenboden darüber wurde entkoppelt und schwimmend verlegt. Innerhalb der Sparrenfelder aber über KVH verschraubt) Das Ergebnis der ganzen Aktion war nicht zufriedenstellend und die vorhandenen Schwingungen wurden nur minimal reduziert.

Um eine deutliche Verbesserung zu erlangen bin ich im 1 OG hingegangen und habe pro Raum einen Stahlträge eingezogen. Die Schwingungen waren fast weg. Danach habe ich eine Freitragende Decke aus Ständerwerk mit 100mm Sonorock eingezogen. Das Ergebnis ist mehr als gut geworden. Okay, im 1OG zu 2 OG ist schon mal gut geworden.

Jetzt bin ich mit der anderen Decke dran. Fakt ist, keine Freitragende Decke (Teuer) und kein Fehlboden+Steine+ Schüttung (Teuer+kaum Effekt) Vermutlich habe ich auch die falsche Schüttung gewählt. Das Thema ist für mich aber durch zumal es sich um selbst genutzte Wohnräume handelt und somit keine 1000%ige Schallunterbindung sein muss.

Dieses mal bin ich hingegangen und habe die Sparren seitlich mit jeweils 40mm Bohlen auf kompletter Höhe aufgedoppelt. Über die Bohlen habe ich gleichzeitig die UK für die neuen Dielen mit passendem Niveau geschaffen. Aktuell bin ich mit der UK für die Decke dran, diese ist über Gummientkoppele Abhänger mit Lattung realisiert worden. Ich dachte mir, dass ich erst die Decke mache, dann kann ich von oben entspannt Kabel ziehen und dämmen.
Wo wir bei meiner Frage sind:

Welche Dämmung bringe ich am besten ein ? Ich dachte wieder an 100mm Sonorock, alternativ ein 180mm Klemmfilz? Die Wärmedämmung ist hier total egal. Ich möchte einen guten Schallschutz erreichen.
Ich möchte nicht unsummen investieren, da der Bau eh schon gut Geld kostet. Ich werde natürlich nicht am falschen Ende sparen, aber das Kosten/Nutzen Verhältnis muss passen.
Eine Aufsparren Dämmung etc. kommt nicht in Frage, da das Treppenhaus das Niveau vorgibt (Bestand 1927). Ich bin für Ideen und Vorschläge offen.



weiteres


weiteres

Bild



Leider keine Antwort



aber eine Frage. Welche Dimensionen und Spannweite haben deine Balken und wieviel Gewicht hast du ca. pro m² eingebracht?



Belastung



Die Belastung wurde ausgereizt. Es gibt da ja nette Tools um die Lasten zu berechnen. Passt alles.. Aber die schüttung ist glaube ich nicht optimal. 8 bis 20mm Körnung.. Zu viel Zwischenräume. Naja egal. Das Thema ist durch. Jetzt die nächste Decke.



Belastung



darauf wollte ich nicht hinaus. Es interessiert mich wieviel eingebracht wurde und es trotzdem nicht den gewünschten Effekt hatte um einzuschätzen ob sich der Aufwand für einen selber lohnen würde.
Ich meine mich zu erinnern, dass Balkendecken für 1,5 kN/m2 statische Last + 2 kN/m² Verkehrslasten ausgelegt wurden. Ich bin mir aber nicht sicher ob das Eigengewicht mit zu statischen Last dazugerechnet wurde.



Begriffe in der Statik



Es gibt die Eigenlast (ständige Einwirkung) und die Nutzlast (auch Verkehrslast genannt). Dann gibt es noch Windlast, Schnee- und Eislast sowie Erddruck.



Lasten



Das würde also bedeuten wenn ich eine Decke hab die auf 1,5 kN Eigenlast ausgelegt ist und die Konstruktion selber z.B. 1 kN/m2 ausmacht (Balken, Bodenbelag usw.) könnte man sie noch um 0,5kN/m² belasten durch zusätzliches Gewicht in der Decke z.B.?



Ja



Ja, so würde ich das interpretieren. Allerdings weiß ich nicht, wo du deine Zahlen her hast. Irgendwelchen Bemessungstabellen aus dem Internet würde ich nicht trauen. Man muss ganz genau wissen, wie man so eine Tabelle liest und welche Tabelle man überhaupt nehmen muss.
Übrigens habe ich bei mir eine verlorengegangene Lehmwickeldecke mit einem neuen Fehlboden + 4 cm Betonplatten + Sand in die Lücken ersetzt und es schwingt, als wäre nix gewesen. Ich habe da nichts gerechnet und einfach nach Gefühl gearbeitet. Mehr passt aber auch nicht rein in meine Fehlböden.



Am Thema Vorbei?!



Also eigentlich wollte ich jetzt nicht die fertige Decke debatieren, das habe ich damals hier gemacht https://community.fachwerk.de/index.cfm/ly/1/0/image/a/showPicture/48630$.cfm

Ich hätte deutlich mehr einbringen können, hätte ich vorher den Träger eingezogen und das Gewicht der frei tragenden Decke zusätzlich eingebracht.

Mir geht es aber um die neue Decke. Ich werde nicht nochmal so einen Aufriss mit Fehlboden, Schüttung und co machen! Zumal es nicht zwingend erforderlich ist, da es meine eigenen Räume sind , da ist das etwas anderes. Ich möchte den Zwischenraum dennoch so gut es geht Dämmen ! Ohne Fehlboden etc.



Aha



ich habe die ganze Zeit überlegt, warum in einem Dachaufbau Gewicht rein muss, jetzt habe ich es erkannt: Wenn Du Sparren schreibst, meinst Du die Deckenbalken!
Wenn Du mit Sonorock gute Erfahrungen gemacht hast, dann bleibe dabei, habe ich das richtig verstanden, dass Du dies in die abgehangene Decken einbauen willst ? Dann hättest Du aber einen großen Hohlraum zwischen Dielung und Dämmung, der die Gefahr der Trommelwirkung hat. Und noch zusätzliche Dämmmatten auf die UK der abgehangenen Decke zu bringen, wird wahrscheinlich zu schwer.
Der Fehlboden hat ja eigenltich nur den Sinn, dass die Füllungslast der Decke nicht auf der damals üblichen Bretterschalung des Deckenputzes im Raum drunter liegt. Die ist nämlich nicht für Last für oben ausgelegt.



Genau



Deckebalken. Ich dachte das ist aus den Fotos ersichtlich. Über das Gewicht mache ich mir keine Sorgen. Da ich die Balken aufgedoppelt habe und Dämmung wirklich nicht sehr schwer ist.. Zumal sie auch noch zwischen den Balken klemmt. Die Sonorock ist super. Diese Trommelwirkung ist natürlich interessant! Ich sollte also das Feld so ziemlich füllen, richtig? Ich suche halt einen Klemmfilz o-ä was einen sehr guten Schallschutz bietet. Wärme ist sekundär



Am Thema vorbei



zumindest an der Frage aber ich dachte meine Frage hilft mir und anderen die vor ähnlichen Aufgaben stehen. Und da du nun mal die komplette Aktion mit "mehr Gewicht in die Decke" durchgezogen hast hab ich halt mal gefragt. Als Ergebnis kann man festhalten, dass halbieren der Spannweite mehr bringt als Gewicht in die Decke.
Und damit halt ich mich dann raus wenn Zwischenfragen nicht erwünscht sind.



Hohlraum unter Dielung



ja, die Räume sollten im Idealfall ( fast)bündig mit der Oberkante UK gefüllt sein. Aber ohne Fehlboden sehe ich da ein Gewichtsproblem für Deine Decken-UK mit den Dachlatten.



ja



du hast recht. Wenn ich Schweres Material einbringe. Die Dämmung wird doch easy von der Lattung gehalten.
Konterlattung im Raster von 800mm mit 6x80er Schrauben befestigt. und dann im 45er Raster die Traglattung.

Ich suche die am best geeignetste Dämmung (Wolle) Keine Schüttung , Steine o.ä



hat



denn keiner einen Vorschlag?



Wie war die Frage?



Scherz... Mit Glaswolle etc. wirst du nicht viel erreichen. Bei Schall hilft Entkopplung (spezielle Abhänger) und spezielles Plattenmaterial (Piano).