Zwischensparrendämmung unter Thermodach-Elemente

09.07.2018 TrockeneLuft



Hallo Experten,

ich lese schon seit Jahren in diesem Forum und bin begeistert, wie sachlich und zielführend hier diskutiert wird. Leider scheint unser aktuelles Problem recht speziell zu sein, da ich bisher in keinem Forum zu diesem Thema etwas lesen konnte. Zwar haben wir kein Fachwerkhaus, aber ich denke, dass das Thema dennoch ganz gut in diese Forum passt.

Das Objekt: EFH, BJ 1934, Ziegelmauerwerk, zwei Vollgeschosse, Walmdach (Pfettendach).

Das Dach unseres Hauses wurde Anfang der 90er Jahre neu eingedeckt (Braas Frankfurter Pfanne) und dabei wurden so genannte THERMODACH-Elemente verlegt. Es handelt sich hierbei um EPS-Platten in Kuststoffschale, die wie Ziegel auf die nackte Lattung gelegt werden und so auf Maß gefertigt sind, dass sie exakt zwischen die Dachlatten passen. Diese Teile sind gleichzeitig Unterdach und Dämmung. Direkt auf diese Thermodach-Elemente wurden dann die Dachpfannen gelegt. Die Dämmstärke beträgt ca. 40 mm. Im Anhang zwei Fotos zur Veranschaulichung.

Der Vorteil dieses Systems war damals, dass auf Konterlattung und Unterspannbahn verzichtet werden konnte. Ob das nun ein gutes oder ein schlechtes System ist, ist sicher streitbar -- aber es ist nun mal da. Das Dach ist noch top in Schuss, sodass es erst einmal erhalten bleiben soll. Allerdings möchten wir es gerne ausbauen und dafür reichen die 40 mm Dämmung natürlich nicht aus.

Ich frage mich nun, wie ich das Dach am besten dämme, ohne dass ich mit Feuchteschäden rechnen muss.

Meine Annahme ist zunächst, dass das Thermodach-Unterdach im Prinzip als diffusionsdicht angenommen werden muss. Daher ist die für mich offensichtliche Lösung eine Mineralwolle-Zwischensparrensämmung mit einer "echten" Dampfsperre darunter. Allerdings besteht hierbei natürlich das Risiko eines Ausführungsfehlers mit den bekannten Folgeschäden. Daher suche ich nach alternativen Lösungen.

Am liebsten wäre mir ein belüftetes Dach, wobei die Belüftungsebene ja nur unterhalb der Thermodach-Elemente liegen kann, womit die Dämmwirkung selbiger leider so gut wie ausgeschaltet wird. Kann man hier mit Lüfterziegeln arbeiten, wenn mann das Thermodach an dieses Stellen durchstößt? Oder lieber im Gesims ein Lochblech einarbeiten und den First ebenfalls als Lüfterfirst ausbilden? Hierzu sei gesagt, dass es zwar ein Walmdach ist, aber schon fast ein Spitzdach (der First ist nur ca. 1 m lang).

Kennt hier jemand zufällug diese Thermodach-Elemente und kann mir sagen, wie man ein solches Dach üblicherweise ausbaut? Oder ist das bei diesen Elementen vielleicht gar nicht vorgesehen?

Ich freue mich schon auf eure Antworten.



Fragezeichen



Hallo,
Leider habe ich keine Antwort, jedoch ein identisches Problem. Daher wollte ich mal nachfragen ob Sie schon einen Lösungsansatz gefunden haben.
Vielen Dank vorab.

Grüße aus NRW
Marco