Zwischensparrendämmung Dachausbau

07.05.2015 Flobo



Hallo zusammen,

ich bin mal neu hier weil meine Frage zwar von Wärmdeämm-Spezialisten zwar gerne mit einem Angebot und hohen Kosten aber für mich nicht überzeugend beantwortet wird.
Wir haben uns ein 200 Jahre altes Haus gekauft und gerade ein Teil des Dachstuhls repariert und außerdem den Käfer mit Heißluft ausgetrieben. Soweit so gut.
Da wir entgegen jeder Empfehlung unter dem Dach die Schlafzimmer und das Bad haben wollen, stellt sich nun die Frage wohin mit dem Dampf, der Sperre oder was?!?
Isolieren wollen wir mit Holzfaser-Flexplatten (Zwischensparrendämmung). Das Problem: Das Dach ist klassisch von außen mit Dachziegel, Dach- und Konterlattung, alter Dachpappe und Dachholzschalbretterb aufgebaut. Wie kann ich nun die teure Dämmung einbringen und wirklich gegen Schimmelbildung durch Feuchte schützen.
Mir wird überall die adaptive Dampfsperre empfohlen. Reicht das denn. Dämmkritiker wie Konrad Fischer etc. raten davon dringend ab, da sich immer Restfeuchte wohl in der Isolierung befindet die dann einfach nicht entweichen kann, da von unten und oben die Isolierung eingesperrt wäre und de langsame Diffusion durch die adaptive Sperre nicht ausreichend für die Trocknung sei.
Daher nun meine Frage bevor ich was einbaue und vor allem dann falsch, was ich machen kann das da garantiert nichts schimmelt ich aber mein Dachraum ausbauen kann.
Der Dachraum besteht aus Schrägdachteilen und noch einer Decke, also einem Spitzboden darüber. Der Spitzboden soll dabei nicht isoliert werden.

Vielen Dank für Ihre (hoffentlichen) Hinweise.

Gruß
Florian F.



Dachdämmung



Hallo Florian
Wenn müßtest du das gesamte Dach dämmen, also auch den Spitzboden bzw die Decke über dem Schlafzimmer- also den Spitzboden-boden.

Bei dir besteht dann der Fall mit quasi außenliegender Dampfsperre/-bremse, je nachdem wie intakt die Dachpappe noch ist.
Wenn das Dach gut von der Sonne bescheint wird und die Luftfeuchtigkeit innen normal ist wäre eine feuchteadaptive Folie die richtige Wahl.
Zu dem Fall gibt's genügend- auch ältere- Fälle, die überprüft und kontrolliert wurden.
Ob so eine Folie 50 Jahre hält weiß natürlich niemand-
ob wir solange halten ist aber auch unsicher.

Es gibt div Bedingungen, die erfüllt sein sollten:
Da dein Dach jetzt trocken sein muß ist schon mal eine erfüllt.
Durch den Dämmstoff entsteht kein Feuchtigkeitseintrag
Normale Luftfeuchtigkeit, am Besten mit Hygrometer überprüfen und genug Lüften oder feuchtegesteuerten Ventilator einbauen

Einige Infos von K.F. sind sicher verwertbar, allerdings gehört zu seinem Geschäftsmodell wohl auch, jgegen alles zu sein, teils wirklich abstruse Behauptungen aufzustellen, wohl um Aufmerksamkeit zu erregen und u.a. dadurch Stundensätze jenseits 150,-€ zu generieren bei gleichzeitigem Haftungsausschluß.
Leider wird kaum mitgeteilt was nun als korrekte Lösung empfohlen wird- außer gelegentlich: alles lassen wie es ist.

Ich würde dein Dach mit Zellulose ausblasen, da hiermit eher eine 100% ige Ausfüllung aller Hohlräume gewährleistet ist und das sehr kapillaraktiv ist. Zudem hat es eine hohe Wärmekapazität, wodurch die Überhitzungsgefahr reduziert wird.
Von den Kosten her ist's günstiger, wenn du die Vorarbeiten selber machen willst.
Vorteil bei dir ist ja ohnehin, daß außenseitig alles dicht ist.

Die Dämmung sollte bei dir kein Problem darstellen.
Wo befindet sich das Gebäude?
Wenn du deine Emailadresse angibst kann ich Infos dazu mailen

Andreas Teich





Hallo Andreas,

erst einmal danke für die ausführliche Antwort!

Natürlich plane ich auch die Decke über den Zimmern zu dämmen. Nur der Spitzboden selbst bleibt kalt.

OK dann ist also die Variante mit der feuchteadaptiven Folie wohl doch die richtige Variante?
Ob die Dachpappe noch überall wirklich dicht ist bezweifle ich ehrlich gesagt. Das Dach (Anfang der 70er Jahre neu gekommen) an sich ist noch gut nur ist die Dachpappe eben auch aus dieser Zeit.
Ja das Dach ist durch die Heißluft erst einmal wirklich gut durchgetrocknet, auch der Teil der neu gekommen ist.

An Zellulose habe ich auch schon gedacht. Ich kann mir halt bei Holzfaser durch das selbst machen noch mehr sparen, als bei der Einblasdämmung, meine ich.

Ich schreibe dir lieber eine Nachricht direkt, wegen der E-Mailadresse.

Danke und Gruß
Florian



Anschlüsse Spitzboden



... nicht so einfach, das alles sauber und dampf / luftdicht hinzubekommen.

Wir haben den Spitzboden rausgerissen, was gleichzeitig ein ganz neues Raumgefühl im Dachgeschoss gab. Aber unser Spitzboden war eher mini, mit vielleicht 1.30 m Steh ^H^H Kriechhöhe.