Zwischensparrendämmung

02.09.2015



Hallo liebe Community.
Ich habe ein hier schon vielfach diskutiertes Dämmproblem.
Habe schon ganz viel gelesen und auch eine Wand im Obergeschoss Dank Anregung und Lösungsvorschlag aus dem Forum gedämmt, jetzt steht die Dämmung des restlichen Daches an....
Das Haus ist Baujahr 62. Das Dach ist natürlich ohne Folie eingedeckt. Zum Teil sind die Ziegel mit verfugt, das löst sich jedoch immer weiter auf.
Eine Wand habe ich bereits von innen ausgehend gedämmt, da hier bis unten hin nasse Rockwolle verbaut war. Die nasse Innenwand musste also ebenfalls ausgetauscht werden.
Der Rest des Daches ist jedoch bis jetzt gänzlich ungedämmt, jedoch voll ausgebaut.
Jetzt suche ich nach Lösungen wie hier eine Dämmung einzubringen ist. Von Innen öffnen möchte ich nicht. Neu Eindecken ist leider finanziell nicht machbar.
Mir ist bewusst, dass ich eine diffusionsoffene Bahn von aussen benötige und von innen eine Dampfbremse. Beides ist bisher nicht da.
Vielleicht gibt es ja die Möglichkeit da was von aussen zu regeln. Bin am überlegen, ob ein Stück für Stück abdecken zu einer brauchbaren Lösung führen kann.
Ich freue mich auf Anregungen.
MFG MarieNF



Ausgebautes Dach nachträglich dämmen



Es gibt von Isofloc ein System, bei dem eine Art großer Beutel von oben in das Sparrenfeld geschoben wird und in diesen dann Zellulose mit einem Schlauch eingeblasen wird.

Wenn kein Spitzboden vorhanden ist kann das auch von außen von den oberen Dachpfannen aus erfolgen.

Die Säcke könnte man auch selber aus entsprechender Folie herstellen.
Lieber größer machen als das Sparrenfeld ist, damit dieses tatsächlich voll gedämmt wird.

Es wurden aber auch schon vor 25 Jahren Dächer mit Zellulose gedämmt, bei denen die Zellulose direkt in den Hohlraum zwischen Dachpfannen und Innenverkleidung geblasen wurden.Teils auch bei öffentlichen Gebäuden, die nach Jahren untersucht wurden und schadensfrei waren.
Voraussetzung:
Dach muß dicht sein
genügend steile Dachneigung
am besten Tonpfannen
keine starke Beschattung, um Austrocknung zu ermöglichen
Innenseite sollte mit Putz versehen sein und keine übermäßige Raumfeuchte bestehen
Wegen guter Dämmwirkung und geringen Kosten hatten diese Dächer kurze Amortisationszeiten.
Vorteil ist dabei auch, dass bei jedem Sparrenfeld nur eine Dachpfanne in Firstnähe aufgehoben werden muß, um den ca 80mm Schlauch in den Zwischenraum einführen zu können.
Wenn später das Dach erneuert werden soll kann immer noch zusätzlich eine Aufsparrendämmung erfolgen oder Unterdachplatten etc verlegt werden

Andreas Teich



Vielen Dank



Das hört sich schonmal sehr interessant an.
Natürlich ist das Dach nicht ganz dicht. Je nach Windrichtung kann durchaus mal etwas Wasser rein drücken. Bisher trocknet das ja schnell wieder weg. Aber es könnte sich natürlich zwischen Sparren und Sack sammeln. Also müsste ich es doch irgendwie von aussehen dicht machen. Aber mit dieser Methode müsste das Problem des Schwitzwassers von innen wegfallen.
Da werde ich mich mal schlau machen. Zumal ich auch schon über eine Kerndämung der Wände nachdenke.
MFG MarieNF