Zweite Fachwerkwand vor erste....

13.02.2015 Omms26



Tach zusammen,

Wir überlegen vor eine existierende Fachwerkwand eine zweite Fachwerkwand auf eigenem Fundament zu errichten. Wer hat da Erfahrung? Insbesondere interessieren uns die Themen Hinterlüftung, Dämmung und alle anderen relevanten Details....wie auch mögliche Risiken. Vielen Dank für Ihre Mühe.

Die Peters



Zweite FW-Wand



Hallo Fam. Peters,

im Grunde halte ich mehr davon eine funktionierende Fachwerkwand wieder herzustellen. Aber es gab auch schon einen Fall bei dem wir zur Abtragung einer neuen Dachlast genau so vorgegangen sind und eine zweite Wand vorgebaut haben.
In diesem Fall haben wir die alten Lehmgefache mit den neuen Lehmgefachen durch eine Zwischenschicht aus Lehm hoch angereichert mit Blähton (Liapor) gefüllt.

Diese Systematik kann man sicher nicht verallgemeinern aber in diesem speziellen Fall war es die beste Lösung.

Näheres gerne via mail oder am Telefon.

M. Mattonet - Ingenieurbüro Bergisches Land



2. Fassade



Warum wollen Sie diesen Aufwand betreiben? Wenn es "lediglich" um einen Schlagregenschutz oder eine Fassadendämmung geht, gibt es weniger aufwendige und dabei baukonstruktiv und bauphysikalisch bessere Lösungen.

Allein die zusätzliche, separate Fundamentierung vor einer vermutlich nicht ausreichenden Bestandsfundamentierung wird abschnittsweise erfolgen müssen und ist damit sehr kostspielig.

Wenn es Ihnen um eine zeitgemäße Fassadendämmung in Fachwerkoptik geht, ist dieser zusätzliche Aufwand teuer erkauft. Das traditionelle Fachwerk ist ein konstruktiver Ausdruck auf der Höhe der damaligen Zeit gewesen. Heute wird Fachwerk zu recht nicht mehr in dieser Form gebaut, da die tragende Holzkonstruktion durch den hohen Anteil frei bewitterter Fugen schadensanfällig ist. Die zeitgemäße Interpretation des Fachwerks heißt heute Holzrahmen-, Holzskelett- oder Holzmassivbau.