Zweiständerhaus, neue Decke mit Niveauausgleich aufbauen




Wir haben vor zwei Monaten ein Zweiständerhaus gekauft. Es hat 7 Gefache auf 18m Länge, die unterschiedliche Breiten von 2,30m - 1,10m haben. Die Länge der Hauptbalken beträgt zwischen den Ständern 7,50m, insgesamt 9,70m. Sie sind aus Eiche oder Pitchpine und 30x30cm.
Da wir diese Balken sichtbar machen wollten und die Dielen auf dem Boden ungleichmäßig ( 3 und 4cm) und unvollständig waren, haben wir die gesamte Decke herausgerissen, so dass man nun vom Boden bis ins Dach blicken kann.
Unser Problem ist, dass die Oberkanten der Hauptbalken in der Diagonalen um 35cm abfallen, zwar in einer Richtung, aber nicht gleichmäßig.
Es geht nun um den neuen Deckenaufbau. Dabei möchte ich anmerken, dass ich die beiden Artikel von 2011 und 2013, die sie auch mit dem Thema beschäftigten, aber es nicht treffen, gelesen habe.
Der Boden soll zunächst nicht genutzt werden. Trittschall und Boden höhe spielen keine Rolle.

Der geplante Deckenaufbau:
- Gipskarton zwischen den Balken, Unterkonstruktion auf die Balkenoberseite geschraubt
- Dampfsperre
- als Niveauausgleich neue Balkenlage (12x20cm) im Rastermaß 83cm quer zu den Hauptbalken, an der höchsten Stelle auf die Balken geschraubt, sonst mit Stützlager befestigt und am Ende in die Giebelwand eingelassen.
- zwischen die neue Balkenlage Dämmung
- 28mm OSB-Platten

1. Ist der Aufbau sinnvoll?
2. Sollten die neuen Balken und/oder die OSB-Platten schwimmend verlegt werden?
3. Was sollte mit dem Hohlraum zwischen neuen und alten Balken geschehen?

Ich freue mich auf eure Antworten, Jens



Deckenaufbau mit Höhenausgleich



Besser 60/160 oder 60/200 mm als KVH auflegen.
Am höchsten Punkt bis auf 100 mm Höhe herunterschneiden und von hier aus die Höhen ausgleichen.
Balken besser enger legen auf ca 60 cm Abstand.

Evt überlegen, ob eine Stufe im Bodenaufbau möglich ist, um die Nivellierung zu reduzieren.

Besser Lehmbauplatten, Heraklith oder Schilfplatten als Putztäger auf Sparschalung und ggf Dampfbremse als Rieselschutz verwenden und verputzten.
Glatte Gipskartonplatten sehen bei solchen Balken etwas steril aus.

Dann die nivellierte Tragkonstruktion oben errichten, dazwischen alles mit Zellulose ausblasen und statt OSB ab 21 mm dicke massivdielen verwenden, die einen geringeren Sd-Wert haben und als fertiger Boden verwendet werden können.

Später können hier Holzfaserdämmplatten und Betonplatten zur Trittschalldämmung verlegt werden und der Bodenbelag.

Andreas Teich





Lieber Herr Teich,

vielen Dank für ihren Kommentar. Mich würde noch interessieren, ob eine schwimmende Verlegung des oberen Aufbaus als minimale Schalldämmung ratsam wäre.

Auch für andere Meinungen zu diesem Thema wäre ich dankbar.

Vielen Dank im voraus, Jens



Deckenaufbau



Bei einem derartigen Aufbau würde ich besser die Dielen richtig verschrauben-
dann ist die gesamte Konstruktion stabiler.

Wenn alles voll ausgeblasen wird ist der Trittschall schon ziemlich gut gedämpft und Trommeleffekte nicht möglich.

Wirkliche Schalldämmung würde dann später durch aufgelegte Holzfaserplatten mit aufgelegter Beschwerung möglich sein, oder zb mit Creaton-Ton-Trockenestrichplatten, wenns kein Dielenboden werden soll.

Jetzt könnten günstigere Dielen verwendet werden, sofern der obere Ausbau nicht ganz unwahrscheinlich ist.

Andreas Teich