Fleischerhof-Quedlinburg: Zustand ?

02.08.2007


Hallo,
ich meine das Gebäudeensemble in der Wordgasse
es hat im Hof ein Taubenhaus ,die umzingelden Gebäuden sind stehen teilweise auf der Stadtmauer
war 2006 und jetzt Juni 2007 dort.
es wurde noch nicht mal angefangen zu restaurieren.eek
sind die eigentumsverhältnisse noch nicht geklärt bzw. fand sich kein neuer Besitzer
wäre doch schade um das Objekt
weiß einer näheres?
Gruß Marc
PS: leider hab ich nicht das Kapital..seuffzz..
wäre doch hervorragender Handwerkerhof,Studentenheim



Aldlerhof=neues Mittelaltermuseum



Hi,
da keiner die Frage zu beantworten vermochte,tue ich es selber.
hier wird das Mittelaltermuseum entstehen
Fertigstellung 2010/2011 ?!
Gruß



Na das ist doch was!!!



Zum Einen wenn man seine Frage selbst beantworten kann, und zum Anderen den Weg auf sich nimmt selbst nach zuschauen. ;-))))

In jedem Fall: Danke für die Info, denn es ist wirklich ein schönes Objekt.
(Auf dem ersten Bild gefällt es mir aber fast besser, Kopfeinzieh)

Fleischerhof oder Adlerhof??

Hoffen wir mal, das es wieder ein angemessenes (einem historischen Gebäude gebührliches) Erscheinungsbild bekommt.

Grüße
Martin



Quedlinburg macht Freude



Hi, Martin
Hatte eigentlich gehofft,dass einige Quedlinburger hier mitlesen und Bescheid wissen. aber offensichtlich sind sie so mit sich selbst beschäftigt(sprich restaurien)

bin nur manchmal erstaunt(im negativen Sinne), wie die Fenster restauriert wurden. Rahmen sind soweit okay
-aber das moderne Flachglas hat da m. E. bei Gebäuden älter als 16 Jhd. kaum was zu suchen .
wegen dem Bild(spricht Stiftskirche )komme ich nur allzugern hin.

Bild: stimme ich dir zu ! hat doch was romantisches .
waren weiße Fenster(mag ich nicht besonders) eigentlich
damals im Mittelalter vorherrschend (im trend)?

im September fahr ich wiederhin-diese Gegend zieht mich magisch an " weiß der Geier ,warum "grins
Gruß Marc



Tja, weiße Fenster...



...die Frage habe ich mir auch schon öfter gestellt.
So recht vorstellen kann ich es mir nicht, dass sie vorherrschend waren.
Ich könnte mir vorstellen, dass haltbare, weiße Farbe damals sehr teuer war, und von daher vielleicht nicht als "Standard" zu finden war.

Sicher spielte auch der "Stand" der Eigentümer eine Rolle dabei.

Ist aber nur eine Vermutung.

Gruß
Martin



Bleiweiß,



heute verboten für Fensterfarben, hat vielen Fenstern die Farbe gegeben. Es ist giftig, auch für Pilze, insofern ein bewährtes Pigment. Viele Fenster waren tatsächlich weiß - für den Innenbereich auch der Refexion des Lichtes wegen.

Selbstverständlich konnten auch andere Pigmente beigegeben werden, insbesondere Eisenpigmente ("Ochsenblut" - Farbtöne).

Grüße

Thomas





"Tsänk ju" für die Info, Thomas!

Gruß
Martin



Weiße Fenster in der Denkmalpflege



Interessant in dem Zusammenhang:

Jahrelang kam seitens der Denkmalpflege immer nur die Forderung: Fenster weiß !

Dann ist das Landesamt für Denkmalpflege in ein neues historisches Gebäude umgezogen. Bei der erforderlichen Restaurierung wurden Eiche-Originalfenster nach restauratorischem Original-Befund holzsichtig geölt.

Seitdem kommt der Natur-Look immer öfter als Empfehlung - Weiß fast nur noch bei klassizistischen Fenstern.

Beste Grüße aus der Pfalz,
Marc Sattel



Kommt mir...



...irgendwie bekannt vor, Marc.

Auch bei uns lautete vor 4 Jahren, seitens der UDB, die Empfehlung:
"Eiche geölt".

Haben wir auch so "durchgezogen".
Zuschüsse gab es dann auch für die "Fensteraktion".

Sieht ja auch gut aus, meiner Meinung nach, und die Dauerhaftigkeit von Eiche steht sicher außer Frage.

Der Pflegeaufwand ist aber nicht zu unterschätzen.

Anscheinend entwickeln sich da Synergienen zwischen den Landesdenkmalämtern ;-)

Gruß
Martin



"Natur-Look "



ist völlig treffend. Zur Zeit ist das als natürlich, ursprünglich, einfach angesehene Erscheinungsbild Mode, und also betrachten wir die Vergangenheit durch diese Brille. Dabei ist völlig unerheblich, wie's tatsächlich war. Befunde findet man hier für fast alles, was man finden will.

"restauratorischem Original-Befund holzsichtig geölt"

Ich würde gern wissen, wie dieser "Original-Befund" erstellt wurde. Ich bezweifle, daß eine wohl nahezu immer aufgebrachte Öl-Grundierung unter einer original deckend aufgebrachten Endbehandlung sauber unterschieden werden kann von eine reinen Ölbehandlung unter später aufgetragenen ölgebundenen Deckschichten.

Außerdem: mit Ölfarben richtig behandelte Fenster sind besser geschützt und leben nun 'mal länger.

Zum anderen: Was bei Eiche bei mehr Wartungsaufwand mit Einschränkungen funktioniert, funktioniert das auch bei Nadelhölzern? Und wenn ja, nur bei Farbkernhölzern, oder auch bei Fichte? Kiefernsplint? Der Bearbeitungsaufwand für Eichenholz ist für den, der nur Handwerkzeuge vergangener Jahrhunderte nutzen kann, wesentlich höher. Eichenholz ist und war teurer. Von den möglicherweise ja eichenen Schloßfenstern kann keinesfalls auf bäuerliche und bürgerliche Häuser geschlossen werden. Dort wurde ganz überiegend Nadelholz verbaut - und das braucht mehr Schutz, wenn es lange leben soll.

Insofern ist es immer sinnvoll, die nachweisbaren Fakten von der derzeitigen Geisteshaltung zu trennen. M.E. kann man sich im Zweifelsfall auch 'mal für die dauerhaftere Lösung entscheiden.

Grüße

Thomas



Ich gehe mal davon aus...



...Thomas, das eine solche "Behandlung" bei Nadelholz nicht funktioniert oder der Wartungsaufwand um ein vielfaches höher ist.

Wie gesagt, der Wartungsaufwand ist selbst bei Eiche, welche zu den dauerhaftesten heimischen Hölzern gehört, recht hoch.

Wie das z.B. bei Fichte wäre, vermag ich nicht zu sagen. Splintholz (ob nun Eiche, Lärche oder Kiefer) würde vermutlich sehr schnell "vergehen" wenn man auf Öl, ohne Deckschicht, setzt.

Der Preisunterschied zwischen Eiche und Nadelholz ist aus meiner Erfahrung, gemessen an der "gewonnenen" Dauerhaftigkeit, heutzutage aber kein Grund mehr, auf weniger dauerhafte Materialien zu setzten.

Was da aber dem "Originalbefund" im Sinne des Denkmalschutzes noch entspricht steht "in den Sternen".

Da gibt es sicher "Vorlieben" der Denkmalschützer. Ich gehe davon aus, dass das Interesse wohl immer noch, oder auch vermehrt, im Erhalt eines Denkmals liegt. Originalität könnte da möglicherweise ein wenig "zurückstehen".

Ich habe Fotos von unserem Haus aus den 1920´er Jahren mit weißen Kreuzstockfenster. Diese Variante wurde abgelehnt.

Sprossenfenster, Eiche geölt, waren das "Zauberwort".

Nachdenkliche Grüße
Martin



Qudlinburg-"Fans" sind nette Leute



Hallo Marc,

danke fuer das Foto-Update vom Fleischhof...
Bin im September auch endlich mal wieder in "meiner" Stadt (gebuertige Quedlinburgerin - aber erst in der "Ferne" gelernt, die Stadt zu wuerdigen!... traurig traurig...), wenn dann die groesste Stadttour aller Zeiten auf dem Programm steht - alles, was Barockbau ist, muss in die Digitalkamera rein, egal wie!

http://de.youtube.com/watch?v=clpA8JLohys





Hi,Rixa
Bin im September auch wieder dort Urlaub(08-19.09) machen !
werd dann mal gezielt Info s einholen zum Adlerhof.
freu mich schon auf den Denkmalstag.
Gruß
PS: Barocktour in Quedlinburg?



Barock...



Hallo Marc,

ich habe, soweit wie moeglich, Informationen zusammengetragen, welche Haeuser, die zwischen 1650 und 1720 von welchen Baumeistern erbaut wurden, und die will ich nun alle selbst fotografieren und "katalogisieren" - und vielleicht noch das eine oder andere Juwel ausgraben, das ich noch nicht online oder in der Fachliteratur einem Zimmermeister zugeordnet finden kann.
Ist so eine kleine Macke von mir (bin ein grosser Fan von Martin Lange und seinem Sohn Joachim - ersterer mit seinem Hang zur Gotik und Geschossbauweise, zweiterer hat den Barockbau in Quedlinburg dafuer revolutioniert... recherche-intensive Sachen)... *zwinker*
(Ich schreibe gerade ein "Buch" ueber diese Zeit - in Gaensefuesschen deshalb, weil es ja kein Buch ist, solange es keiner verlegt hat... aber wer weiss...)

Viel Spass im Urlaub in "meiner" Stadt! (Ich bin ab 19. September dort... und nur fuer's Wochenende, die Eltern besuchen und Klassentreffen...)

Zur Veranschaulichung ein "typischer Martin Lange" aus dem Stieg - drei Stockwerke (Stockwerksbauweise) plus Zwischengeschoss (Geschossbauweise) ueber dem Unterstock... sieht man eigentlich in der Barockzeit nur noch von ihm!



PS



PS - uebrigens ueberrascht und verwirrt mich der Name "Adlerhof" so ein bisserl - ich kenne das Gehoeft eigentlich von jeher nur als "Fleischhof"?





Hi,
Barock-Fachwerk ist sicherlich sehr interessant.
anbei ein Bild von einem entkernten Haus nahe Bahnhof richtung innenstadt.
Mir stehen nur die Haare zu Berge, wenn ich verbarockisierende Kirchen romanischen bzw. gotischen Ursprungs sehe.
Am 14.09. ist Denkmaltag(die Ägidikirche steht auf dem Programm wie die Wehrtürme) welches Fachwerkhaus lohnt sich
besonders anzuschauen ?(bin vom 10-17.09 dort)



Ach, wenn ich es nur könnte ----



--- würde ich das beigefügte Foto eines Fensters aus unserer Werkstatt in das Foto der fensterlosen Fassade von
Marc Honsbehn selbst einfügen. --- Also, wer kann,der darf
mein Foto für diesen Zweck verwenden. --- gespanntseintu ! -
Gruß, Andreas Milling ---
Verbundfenster



Foto...



Hallo Andreas,

das ist aber schick! Geht das auch nach aussen auf?

Hallo Marc,

kann leider nicht sagen, welches Fachwerkhaus besichtigbar ist... Ich selber verpass den Denkmaltag ja mal wieder. Jedes Jahr dasselbe Theater. Irgendwann schaffe ich es. WENN ich mir was aussuchen koennte, was ich mir ansehe, dann waeren das Lange Gasse 25 (wegen des relativ gut erhaltenen Originalzustandes der Fassade, hier scheinen nicht mal die Bruestungsriegel versetzt worden zu sein... siehe Link: http://www.fachwerklehrpfad.de/20.0.html), Lange Gasse 16 (Link: http://www.raymond-faure.com/Quedlinburg/Quedlinburg_Schlossberg/Quedlinburg_Gassen_23B.JPG , das schmale Haus mittig, auch Fassade weitgehend unveraendert) oder das Stadtpfeiferhaus am Marktkirchhof (das ist wahrscheinlich geoeffnet...)

Das Haus auf deinem Bild muesste am Neuen Weg sein, da park ich oft - Hotel gehoert Verwandtschaft, sag nicht dass du dich da eingemietet hast???? - ich steck nur immer die Nase ins innere Gefuege... siehe Bild, und ich hab keine Ahnung wie ich das Foto drehen muesste *zwinker* - dann ist das aber nicht gerade in Bahnhofsnaehe...)



Bitte sehr Andreas...



...puuhh, 8 Fenster in 20 Minuten eingebaut, schwitz!

[pubimg 14407]

(das Einverständnis von Marc Hohnsbehn für diese "Bastelei" habe ich jetzt einfach mal vorausgesetzt;-))

Und nicht dass mir jetzt jemand mit "Einbaufehlern" kommt. Dafür ging dieses "Gewerk" sehr schnell und Zeit ist Geld und Geld ham mir keins, gell? Da muss man an der "Einbauqualität" schon Abstriche machen. (Garantie oder Gewährleistung, weder nach BGB, VOB oder gar SPD, CDU, AOL, BMW oder sonst was, gibt´s eh nicht)

Augenzwinkernde Grüße
Martin



@ Martin...



... ich sag "Klasse" - und hab das Bild mal eben in dieser Bearbeitung weitergeschickt an die Inhaber des Hauses - die die Restaurierung ja irgendwann auch mal in Angriff nehmen muessen *zwinker*



Nichtendenwollender Beifall...



...ich sag ja auch immer: Die Fenster sind die Augen des Hauses.

@ Andreas: Im Auftragsfall sollte eine Provision für Martin 'drin sein:-)

Grüße

Thomas





Klasse gemacht Jungs !



Sehr schön gemacht ! --



DANKE ! Martin !!!, -- sag mal, hast Du ein spezielles Foto - Bearbeitungsprogramm ? oder kann man das auch z.B. mit Adobe Fotoshop bewerkstelligen ? - Dankbare Grüße an den
Fenster - Blitzmonteur



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Hi,
dies Foto bei Flickr Photo sharing >"Quedlinburg">seite ?
18 august 2008 !gefunden