Zusätzliche Querbalken - ja oder nein?

16.07.2019 Herr PerMe



Hallo,

ich würde gerne eine Wand in meinem Haus entfernen, das Fachwerk jedoch stehen lassen, sodass also nur noch die Balken des Fachwerks als Raumtrenner stehen bleiben. Das Beton-Gemisch soll zwischen den Balken entfernt werden. Diese Wand ist eine tragende Wand und war früher die Außenwand des Gebäudes. Ich habe jetzt das Fachwerk soweit freigelegt und bemerkt, dass dort keine Querbalken verbaut wurden (siehe Bild).
Meine Frage ist nun: Sollte ich zusätzliche Querbalken zum Stützen einbauen, oder reichen die drei gegebenen Balken?



Moin,



die Ausfachung hat im Regelfall keine statische Funktion sondern nur das Fachwerk, wenn also keine Diagonalen, Riegel etc. vorh. sind und nicht erkennbar ist, dass mal welche verbaut waren brauchst Du auch keine zusätzlichen einbauen.



Querkräfte?



Also für die senkrechten Kräfte hat mein Vorschreiben vermutlich Recht.
Aber wie sieht es mit Querkräften aus? Wenn du bei einem Kleiderschrank die rückwand raus nimmst, merkst du, was Querkräfte sind. Beim Haus ist das Typisch eine ungleich verteilte Last oder eine dynamische Last wie Wind z.B.
Würde immer aussteifen.



Moin,



@1nzelner
naja, als Statiker weis ich der Kräfte wohl. Was Du beachten musst, die Ausfachung trägt nicht sie ist lediglich dazu da die Steckdosen oben zu halten sowie einen Sicht- und Schallschutz gegen die anderen Räume zu gewähren. Es gibt also derzeit auch keine Aussteifung.
Die Rückwand wie beim Kleiderschrank findest Du in den aussteifenden Giebelwänden, in aussteifenden Innenwänden usw. die erkennt man dann an den Diagonalen
Also bitte dem TE nicht unnötig Angst machen.



naja



lieber Herr Bernhard,

wir müssen uns nicht streiten - es geht nicht um einen Neubau, sondern um einen Altbau, an welchem schon ein- eventuell mehrfach angebaut wurde. Ferner dürften sich im Balkenwerk über die Jahrzehnte die Kraft aufnehmenden Strukturen verändert haben. Ich habe von dem Gesamtbauwerk keinen Plan vorliegen - es gibt aber vielfach Konstruktionen, die eine Hauslänge von mehr als 15 Metern haben. Da reicht die Durchsteifung der Giebelwände dann nicht mehr aus. Bevor ich in so einem Haus die Wände aufmache bzw. mich jemand aus der Ferne fragt - dann lieber etwas vorsichtiger an die Sache gehen. Viele Selberbauer machen sich gar keine Vorstellungen davon, welche dynamischen Kräfte plötzlich bei Sturm an so einem Haus wirken.



Moin,



1. Mit dt
2. Querkräfte gibts da sowie nicht was Sie meinen sind Horizontalkräfte.
3. Sie schreiben unsachlich und wirres Zeug.
4. Ich habe auch von aussteifenden Innrnwänden geschrieben.
5. Eine Ausfachung von 10cm trägt nicht
6. Wir streiten nicht ich stelle nur richtig.
7. Mir ist es tatsächlich unbekannt das es hier um Altbauten geht.
8. Wenn Sie der Ausfachung die Stabilität bei Sturm zum Ansatz bringen fehlt Ihnen jeglicher Bezug zur Statik und Dynamik



Was mich nachdenklich macht...



"Diese Wand ist eine tragende Wand und war früher die Außenwand des Gebäudes."

Da stell ich mir irgendwie vor, dass da auch oben was drauflastet bzw. darauf gelastet hat. Selten werden Außenwände ohne Verbindung zur Decke gebaut. Auch früher nicht. Ich würde also mal schaun, ob da zufällig ein paar Balken gerade auf dieser Mauer enden.

Außerdem bin ich ein Angsthase und mir gefiele die Optik dreier "einzelner Spargel" ohnehin nicht. Ich würde daher sowieso Querbalken (Optik) und Diagonalen (Statik) einziehen. Bzw. einziehen lassen (weil ich mir die zimmermannsmäßige Verbindung zum bestehenden Balken nicht zutraue.

Jedoch gehe ich jede Wette ein, dass man beim Abbruch des Beton-Gemischs dann doch die ein- oder andere größere Aussparung in den Seiten der Balken auffinden wird. Wer stellt denn schon drei meterlange Balken ohne jede Verbindung aufrecht nebeneinander... in einer Außenwand.

Bestes Gelingen!



Das ist die Frage



@tutnichtszursache
Wer stellt denn schon drei meterlange Balken ohne jede Verbindung aufrecht nebeneinander... in einer Außenwand?

@Bernhardt
"sie ist lediglich dazu da die Steckdosen oben zu halten sowie einen Sicht- und Schallschutz gegen die anderen Räume zu gewähren"


also im Zweifel war es der Elektriker!



Derartige Fragen...



...sind bei einem Statiker vor Ort besser aufgehoben. Der schaut etwas gründlicher.

Ihre Schilderungen und Fotos sind zwangsläufig nur eine unvollständige Darstellung, aufgrund derer und einer launigen Kurzeinschätzung man wohl eher nicht zum Angriff auf das Haus übergehen sollte.

Viel Erfolg

Thomas