welche OSB-Platte für's Flachdach einer Garage

14.07.2008



Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, eine Doppelgarage mit Flachdach in Holzkonstruktion zu errichten. Auf der Balkenlage sollen 22mm OSB-Platten den Untergrund für die Bitumenabdichtung bilden.

Jetzt bieten mir Zimmereien diese OSB-Verschalung an, aber ohne nähere Bezeichnung der Klasse oder Gruppe (es gibt da wohl 4 Klassen)
Man sagt nur: "Na die, die dafür geeignet sind, die wir immer nehmen."
Natürlich bieten auch Baumärkte sowas an, aber auch denen muß man die genaue Klassierung ihrer Ware erst aus der Nase ziehen.
Meine Frage:
Muß ich für meinen Anwendungsfall auf der Klasse 4 (tragende Konstruktion mit Feuchteeinwirkung) bestehen?
Oder geht es auch mit einer der unteren Klassen?, da die Feuchteeinwirkung hier ja eher nicht die Regel ist.



OSB zulässig?



Meinen Informationen nach ist unter einer bituminösen Abdichtung eines Flachdaches nach den aktuellen Richtlinien des Dachdeckerhandwerkes keine OSB-Platte mehr zulässig, sondern nur noch eine Brettschalung?! Vielleicht ist ja ein entsprechender Fachmann hier und kann das genau aufklären.
viele Grüße, Johannes Prickarz





Das ist genau richtig und warum, weil sich die OSB-Platte unzulässig durchbiegt. Wie beschieben ist eine Holzschalung (besser dicker als zu dünn) richtiger. Es sollte natürlich Hobelrauhspund sein also mind. 28 mm stark - richtet sich aber nach dem Balkenabstand. bei einer Garage würde ich jedoch immer mindestens 4 - 6 cm starke Bohlen direkt über die Balken legen (sollten natürlich unter 18 % Holzfeuchte liegen) und darauf den 28 mm starken Hobelrauhspund schrauben. Die zusätzliche Schalung dient als Dämmung und Energiespicher.

viele Grüße aus Radebeul
Michael reisinger





Hallo zusamen und vielen Dank für die Ratschläge, nur, jetzt stehe ich in einer Zwickmühle:
Mein Architekt/Statiker hat 2cm Schalung auf einer Balkenlage 8 x 18 im Abstand von 50cm in seine Statik eingetragen.
Auf Nachfrage meinte er, OSB-Platten 18 oder 22mm tun's auch.

Für diese Lagen hat er das Eigengewicht berücksichtigt.

Jetzt kann man zwar (auch aus energetischen Gründen) sagen, je dicker je besser, aber das stößt aus den genannten Festlegungen an seine Grenzen, wobei zu sagen ist, energetische Überlegungen spielen hier nur eine untergeordnete Rolle, die Garage ist unbeheizt, und ist im Winter kalt und im Sommer warm, so wie die Umgebung.

Wenn also die 22mm OSB-Platte die Schneelast und einen gelegendlichen Inspektionsgang eines 100 kg Menschen verträgt, was spricht dann noch dagegen?
Und zur ursprünglichen Frage zurück, muß es OSB Klasse 3 sein?, oder sogar 4 ?

Und zur Zulässigkeit?, normal ist doch jeder Baustoff zulässig, der die physikalischen und die statischen Erfordernisse auf die veranschlagte Lebensdauer erfüllt.

Wo steht, daß dies bei OSB-Platten nicht der Fall ist?, denn dann müßte der halbe Immobilienbestand Nordamerikas in sich zusammenfallen.





macht der immobilienbestand das nicht? Hier im Netz gibt es auch genügend Gründe zu finden (Gerade die ganzen Foren über Fertigteilhäuser). Die OSB-Platte wird sich mit der Zeit leicht durchbiegen, zusammenfallen wird dein Dach nicht. Zweitens gibt die OSB-Platte bei last stärker nach als Holz. Drittens wird ggf. der Nagel womit man die unterste Bitumenbahn befestigt in der OSB-Platte nicht so gut halten wie in deiner Holzschalung. Aber mahl ehrlich, welcher Planer nummt nur 2 cm Holzschalung (die gibt es hier bei uns gar nicht). Nimm doch einfach 28 mm Hobelhauhspund. Das Gewicht kannst du vernachlässigen, zweitens brauchst du eine aussteifende Ebene (so das die Holzschalung gar nicht ausreicht) und die Kosten sind unmerklich höher gegenüber 20 mm Lass es zwei drei € sein, die bessere Sicherheit dürfte die höheren Kosten aufwiegen.