Zuglufterscheinung und auskühlung durch kalte Kellerdecke?

28.08.2014 Kai-Uwe



Hallo Forum,

nachdem wir uns im Dezember ein Haus Bj.1960 gekauft haben, haben wir uns entschlossen hier anzumelden und nicht mehr stille Leser zu sein.:-)

Am Haus selber muss natürlich noch viel gemacht werden aber vorrangig soll erstmal das Erfolgen was uns aktuell am meisten stört und nicht gerade der Wohnqualität zuträglich ist.Am meisten stört uns das Gefühl dass es im Haus zieht.
Man sitzt bei 21°Grad Lufttemperatur auf der Couch,möchte sich entspannen und hat dauernd das Gefühl es würde einem kalte Luft um die Nase wehen und bekommt dadurch ein unangenehmes Kältegefühl.Auch kühlt das Haus eventuell dadurch sehr schnell aus.Ich habe da den Keller im Verdacht.
Das Haus ist teilunterkellert (1/3 des Grundrisses),Die Kellerwände bestehen(vermutlich) aus Bruchsteinen mit vorgesetzter Betonwand.Auf der vorgesetzen Betonwand wurde eine 12cm dicke Betonplatte aufgesetzt welche den Boden der Küche und den Flur mit Eingangstür ergibt.Darauf wurde gefliest.
Der Keller an sich ist feucht (aktuell 17°C bei 86%Rf) was aber für uns nicht weiter schlimm ist da wir diesen nicht als Wohnraum nutzen wollen.
Die Kellerdecke hat jetzt um die 16-17°C Temperatur welche natürlich dann auch der Boden der Küche und Flur hat.Tür zum Keller liegt ausserhalb am Haus.
Ich vermute da die Ursache der Zugerscheinung und dem Wärmeverlust.Kerzentest an den Fenstern brachte mich auch nicht weiter.Dachboden bzw. oberste Geschoßdecke ist gedämmt.Eingangstüre ist Bj. 94 mit Alurahmen und eher minderer Qualität.

Was meint Ihr? Könnte das die Ursache sein? Wie sollte so eine Kellerdeckendämmung aussehen gerade in Bezug der Feuchtigkeit im Keller und vermeidung von Kondensat in der Decke.

Vielen Dank im voraus



Details sind wichtig



Hallo,

ich fange mal beim Keller an. Leider schreiben sie nicht, wann diese Werte erreicht wurden. Ich gehe mal vom letzten Sommer aus. diese werte lassen den Schluß zu, das Luft in den Keller eindringt und dadurch die hohe Konzentration an Feuchtigkeit entstanden ist. Dies erklärt nicht zwangsläufig die Zugerscheinungen im EG. Auf alle Fälle würde ich ihn abdichten, Fenster Zu, Tür dicht und im Winter durch Stoßlüftung trocknen, denn trocken Wände haben einen größeren Wärmewiderstand. Es ist leider auch nicht erklärt, wann diese Zugerscheinungen auftraten. Ich gehe mal vom Winter/Frühjahr aus, denn ich würde die Kälteabstrahlung der Außenwände dafür verantwortlich machen. sicherlich wurde das Haus von einer ehemaligen Ofenheizung, auf Heizkörper umgerüstet. Auch wenn Sie die erforderliche Leistung abgibt, werden die Wände nur geringfügig erwärmt und sie sind deutlich kühler als die raumluft. Dadurch ensteht die Zugerscheining größtenteils. Es gäbe sicherlich noch andere Verursacher, aber dafür sind nähere Angaben, eine Zeichnung usw. notwendig. Am Besten ist es mal einen Fachmann vor Ort einzuladen. Da lassen sich am Ehesten Lösungen finden.
Mit freundlichem Gruß
M. Schmidt