Wochenendhaus-Sanierung - welche Fachleute wann und warum?

11.04.2007



Das ist jetzt bestimmt eine Anfängerfrage, aber vielleicht können Sie uns helfen, die Sanierung unseres Häuschens auf den rechten Weg zu bringen, deshalb traue ich mich mal an diese Frage.
Wir haben vor einem halben Jahr ein 60qm-Holz-Wochendhäuschen (Holzständerwerk mit Mineralwolledämmung und Verbretterung) in wunderschöner Lage geerbt. Das Haus ist 1997 renoviert und aus- und angebaut worden. Eine Baugenehmigung/abnahme dafür liegt vor. In den letzten drei Jahren hat das Haus allerdings komplett leergestanden und ist nicht beheizt worden (nur Frostwächter). Beim Renovieren stellten wir jetzt fest, dass einige Fußbodenbalken (auf Betonfundament) sowie eine komplette Innenwand nicht nur feucht geworden, sondern auch von Ameisen komplett zernagt worden sind. Wir möchten das natürlich jetzt gern reparieren und bei der Gelegenheit auch gleich ausbauen, d. h. die Zwischendecke (evtl. nur die Deckenplatten nicht die Balken) entfernen und die Räume bis unter das Satteldach öffnen. Beim Betreten des kleinen, eigentlich nicht zugänglichen, nicht nutzbaren Dachbodens bot sich dann ein überraschender Anblick, nämlich eine völlig undurchschaubare Dachkonstruktion: Das sowohl die ursprüngliche Hütte als auch den 1997er-Anbau überspannende Pfettendach steht frei auf 4 Punktfundamenten, der ca. 8 m lange First wird von 2 senkrechten Stützbalken gestützt, die wiederum auf den Satteldach der ursprünglichen Hütte darunter stehen, zwischen den Pfetten liegen Deckenbalken. Die eigentliche Zwischendecke bilden allerdings die Deckenbalken der ursprünglichen Hütte, sowie eine abgehängte Decke im "Neu"-Bau. Das alles ist mir als Laien viel zu kompliziert, um mich zu trauen, daran auch nur das geringste zu ändern. Deshalb meine Frage: Welche Fachleute muss ich hinzuziehen und in welcher Reihenfolge? Einen Bausachverständigen wegen der Bauschäden? Einen Architekten wegen einer möglichen Baugenehmigung? Einen Statiker wegen der Dachkonstruktion und der Erneuerung der Innenwand? Einen Zimmermann wegen des Holzes? Oder kann einer des anderen Aufgaben zumindest teilweise mitübernehmen? Es geht ja hier nur um ein Wochenendhaus.



als erstes würde ich einen Zimmermann kontaktieren.



Der kann die statischen Probleme sicherlich nach handwerklich preiswerten Machbarkeiten analysieren und falls notwendig einen Statiker hinzuziehen.



Ich würde



einen Ingenieur zu rate ziehen, der sowohl die Statik wie die Bauphysik und die baurechtliche Seite im Griff hat. Dieser kann an die Handwerker weitergeben, welche Arbeiten erforderlich sind.
Zu viele Personen sind für eine Baumassnahme in diesem Rahmen sicherlich eher schädlich als nützlich.



Bitte auch dran denken



daß auch etwas gegen die Feuchte getan werden muß, z.B. damit: http://www.solarventi.de/html/das_prinzip.html