Zimmermann, Kubikmeter, Leimholz

14.07.2015 Ann Granahan



Guten Tag... am Scheinfachwerk (das Haus ist ca. 120 Jahre (mindestens, andere Daten nicht vorhanden) des Hauses müssen lt. Aussage eines Zimmermanns der Schwellbalken und einige senkrechte Balken ausgetauscht werden. Ich möchte diese Aussage nicht bezweifeln, habe aber für morgen früh einen anderen Zimmermann bestellt, um mir eine zweite Meinung zu holen. Mein Problem besteht darin, dass der aktuell in Aussicht genommene Zimmermann keine Kostenangabe machen möchte. "Da bleibt nur eins, anfangen und sehen, was Sache ist", seine Worte. Nun stelle ich mir vor, dass ein Zimmermann sowas gelegentlich, wenn nicht gar öfter macht. Da müsste man doch wenigstens schätzen können, ob das Ganze die Region 5.000 EUR, 10.000 EUR, 15.000 EUR usw. erreicht? Ich will doch gar keine Angabe bis auf den letzten Cent. Das alte Fachwerk besteht aus Eichenbalken, er meint, Leimholz könne man auch nehmen, da wir doch sowieso nur drüberstreichen und man das dann nicht mehr sehen würde, und Eichenholz sei rar. Nach seiner Schätzung brauchen wir noch nicht einmal 1 Kubikmeter Holz. 1 Kubikmeter Eiche ca. 1.000 EUR, ein Kubikmeter Leimholz ca. 400 EUR, seine Worte. Das Geheimnis der Kosten kann hier nicht im Material liegen, ich denke, der Arbeitsaufwand wird das Entscheidende sein.

Also, kann man dies schätzen, Scheinfachwerk, Länge Schwellbalken ca. 10 Meter, Höhe Gebälk ca. 2, 50 Meter, ganz normales Gefache ohne besondere Zierteile, und ich denke doch, Leimholz ist ein NoGo bei einem historischen Gebäude in der Denkmalzone? Ich teile das Haus mit einem anderen Besitzer, eine Hälfte ich, die andere er, und er möchte halt die ca. 600 EUR schon mal sparen.



Unter "Scheinfachwerk"



verstehe ich eine Wandbekleidung, die optisch ein Fachwerk vortäuscht, und meistens sauschlecht ;-).
Wenn aber der Zimmermann vom erforderlichen Austausch des Schwellbalkens und einiger Ständer spricht, handelt es sich um tragende Bauteile und damit um ein echtes Fachwerk.
Bei Leimholz handelt es sich meist um Nadelholz, was der Eiche eigentlich in allen Punkten beim Einbau in einer Aussenwand deutlich unterlegen ist.
MfG
dasMaurer



Leimholz



sollte generell im Aussenfachwerk ein NoGo sein!

Repariert wird sowas mit gleicher Holzart und gleicher Holzfeuchte!
Detailierte Angebote mit Schadensaufmaß und Leistungsverzeichniß einholen,Lohntechnisch macht es einen heiden Unterschied ,ob Balken stumpf gestoßen und mit Winkeln verbunden werden oder ob traditionelle Holzverbindungen eingesetzt werden.
Eien konkrete Hausnummer wird dir niemand nennen,das tatsächliche Schadensausmaß wird meist erst nach der Freilegung sichtbar.

Stell doch mal ein Bild ein.





Das klingt nicht seriös, was Dein Zimmermann 1 Dir sagte. Einerseits sollte durchaus eingeschätzt werden können wieviel was kostet und wenn weitere probleme hinzu kommen, so sind diese zu begründen.
2. Ein historisches Fachwerk sollte auch im historischen Sinne saniert werden und nicht mit Leimholz.





Alles wird gut.