Zimmermann, Kettensäge, Handwerker, Balken, Statik

12.06.2005



Hallo,
wir sanieren gerade ein zweigeschossiges Fachwerkhaus und möchten im EG zwei Kammern zu einem größeren Raum zusammenfassen. Dazu müßten wir die tragende Wand (5,00m), auf der die queren Deckbalken ruhen, entfernen und den vorhandenen Unterzug durch einem entsprechend dimensionierten Balken ersetzen. Frage: Welche Dimension sollte so ein Balken haben, sollte dieser durch Streben verstärkt sein, oder reichen Kopfbänder? Wie sollte eine solche Konstruktion aussehen?
Wir suchen einen fachwerkkundigen Zimmermann, der unseren begrenzten Umbau plant, begleitet oder durchführt: Wer kann eine Empfehlung aussprechen. Über eine Antwort würden wir uns sehr freuen!
Grüsse Beate



Die Axt im Haus …



erspart den Zimmermann - heißt es!

Ich würde dann doch bei solchen Eingriffen auf fachmännische Hilfe nicht verzichten.
Statiker - und daran denken, dass das ein Eingriff in die Statik des Hauses ist!
Die haben zwar früher viel gebaut - aber meistens nur das Notwendige gemacht. Also meistens nichts zu viel eingebaut - und ein FWH ist ein labiles Gebilde!
mit sorgsamer Hand und zarten Fingern sollte es behandelt werden!

mfG

Florian Kurz



Wenn ich zum Zimmermann gehe, um Planen zu lassen,



hat das Konsequenzen:

Damit fängt nämlich vielleicht das Problem an, wie man sicher das meiste Geld verliert und die teure Baustelle bekommt: alles übertrieben machen, weil billig Rat eingeholt mit teuren Konsequenzen - System: Saving the penny and losing the Pound.

Im Klartext:

Manch Handwerker will einfach viel Umsatz und rät zum Gewaltschlag, wo preisgünstigstes Reparieren drin ist. Oder - noch raffinierter - erst mal zum Günstigen, um dann bei Auftrag mit allerüberraschendsten Nachträgen zum dollsten Reibach zu kommen.

Doch es gibt auch ehrliche Häute im christlich gebliebenen Abendland:

Der Handwerker rät zur preisgünstigsten Reparaturvariante ohne Ansehen seines Umsatzes und erstellt nachtragsfreies Angebot.

Soviel zu den Alternativen. Trau, schau, wem und Try and Error!

Vielleicht mal beim Denkmalamt nach christlichen Zunftgenossen in der Region fragen?

Viel Erfolg!

Infolink:


Das lustige Handwerker-Quiz



Die Kettensäge im Haus,



erspart den Zimmermann.
Das von uns am Anfang unserer Forumsmitgliedschaft in Betracht kommende Haus hat so etwas hinter sich gehabt. Dort wurde die Deckenhöhe auf der einen Hausseite geändert. Die Querbalken wurden einfach mit einer Kettensäge bis auf Haushälfte gekürzt. Anschließend wurde noch eine Stahlbetondecke eingezogen. Das Ergebniss des Ganzen war eine Beule in der Hauswand, Stahlseile im Dachgeschoss zum Zusammenhalten der beiden Hausseiten. Wir haben zum Glück nach Aufklärung durch Herrn Heim (auch Mitglied im Forum) die Finger vom Kauf gelassen. Also Vorsicht mit Statikänderungen bzw. Wände oder Decken ändern. Unser Rat: unbedingt einen Fachmann für Statik etc. hinzuziehen.
Gruß aus Bochum
Sandra & Andreas



Statik im FWH



Vielen Dank für die antworten- wir haben uns dafür entschieden einen archtitekten und einen Sttiker hinzuzuziehen. Letzterer berechnet die Konstruktion und macht uns Lösungsvorschläge.
Inder Diskussion mit den Fachleuten ergeben sich immer wieder gravierend unterschiedliche Lösungsvorschläge für die selben Fragestellungen. Z.B. bzgl. der Außenwanddämmung von Innen: Der Arrchitekt schlägt eine hinterlüftete zweite Vorsatzschalung (vertik. Balken mit Mineralwolldämmung,dann OSB,dann DAMPFSPERRE,dann Konterlattung(Installationsebene)dann Regipsplatte) vor. Die Aussenhaut ist mit Backsteinausfachung ausgeführt.Diese ist mit vielen Ritzen und Lücken naturdurchlüftet. Mein Problem: Dichte ich Teile der Aussenhaut durch eiene Dampfsperre hermetisch ab, entweicht der erhöhte Dampfdruck durch die Gipszimmerdecke und es kondensiert konzentiert an den Anschlüssen Decke/ Aussenwand!? Denke ich richtig oder ist das dramatisiert? Wäre eine Innendämmung nicht besser, die kapillaroffen ohne Lufteinschlüsse mit der Aussenhaut verbunden ist? Und wenn ja, welche Baustoffe eignen sich dafür?
Dies ist ein zentrales Problem, und ich habe hier meine Zweifel, ob der Architekt das Problem richtig einschätzt.
Für eine Antwort wäre ich dankbar, wir treten gerade auf der Stelle...

Grüsse Joachim



Ihr Architekt...



...braucht einiges an fachlicher Weiterbildung!!
Hier kommt mal wieder das typische "Schublandendenken" herzu und außerdem noch die typischen Lobbyschienen.
Lassen Sie Ihren Architekten doch ganz einfach einmal die angebotenen Lösungen mit der 30 jährigen Haftung schriftlich bestätigen und absichern.
Sprechen Sie Ihn dazu doch ganz einfach an!!
Spätestens dann werden Sie seinen "Eiertanz" bemerken.

Homogene Wandaufbauten sind sinnvoll, also in sich verklebte Ebenen, so dass Kapillarfeuchte ungeindert in die eine oder anderen Richtung difundieren kann.
Losen Ebenen werden immer Feuchtetransportabrisse hervorrufen und dies ist ja an einer Vielzahl der in den letzten 30 - 60 jährigen Sanierungsgeschichte von Fachwerkhäusern mittlerweile zu erkennen.

Handwerklicher Gruß

Udo Mühle



Ähhmm, Udo....



..werfe doch mal einen Blick auf das Datum der Anfragen. Diese ist mal "schlappe" 3 Jahre alt.

Grüße
Martin