Dämmung zwischen Dachsparren

18.11.2008



Hallo!
Dieses Thema wurde sicherlich schon des öfteren diskutiert, aber auf meine spezielle Frage konnte ich keine Antwort finden.
Ich habe ein Zweifamilienhaus Baujahr ca. 1935. Die 3. Etage ist von Anfang an ausgebaut gewesen aber nicht oder nur teilweise bewohnt (beheizt). Die Decke zum Spitzboden ist mit Lehmschüttung ausgefüllt. Die Zimmer der 3. Eatge sind teilweise mit Dachschräge und Erker. Im Winter wird es in den ungeheizten Zimmern sehr Kalt. Teilweise Eiskristalle am Innenputz (Dachschräge).
Nun sollen diese Zimmer in einigen Jahren als Kinderzimmer genutzt werden. Ich befürchte enorme Heizkosten für diese Räume.
Die Dachschrägen sind so aufgebaut. Kalkputz, Schilfgeflecht, Bretter, 12 cm Luft, Bretter, Dachpappe (Bitumenbahn), Schiefer. Die Höhlrume sind vom Zpitzboden aus zugänglich (einsehbar).
Die Decke der Erker ist in den Zwischräumen scheinbar mit Schlacke gefüllt.
Wie kann ich nun eine sinnvolle Verbesserung der Isolierung erreichen, ohne das Dach abdecken zu müssen. Im Forum wird ja die Zwischensparrendämmung sehr kontrovers diskutiert und ich fühle mich eigentlich eher zum Dämmungs-Kontra "hingezogen", da mir das mit der Kondesation einleuchtet und rein intuitiv würde ich eine Dampsperre, die ja dann auf der Innenseite meines Kalkputzes aufgebracht werden würde, nicht gut finden.
Gibt es eine biologisches Dämmung (Hanf, Seegras) die die aufgenommene Feucht über den gut durchlüfteten Spitzboden wieder abgibt?



Nun, wenn man die



Dämmungs-Kontra Stellung einnimmt, muss man lediglich die Räume beheizten. Das wird natürlich einiges an Heizkosten verursachen und was die Abgabe von aufgenommener Feuchte angeht, so funktioniert halt immer nur eine gewisse Menge. Irgendwann kann die Feuchte eben nicht mehr weg und die Bauschäden sind vorprogrammiert.
Übrigens, von einer Dampfsperre wird hier fast nie gesprochen. Es geht in aller Regel um eine leichte Dampfbremse, die auch die Funktion der luftdichten Ebene nach EnEv erfüllt. Die Konstruktion bleibt diffusionsoffen.
Eine Skizze wie man ein altes Dach sinnvoll von innen dämmen kann finden sie in meinem Profil.



Einblasen



In Ihrem Falle würde ich das erprobte Einblasverfahren mit Zellulose favorisieren. Langjährige Erfahrungen mit diesen Systemen bringen auch Sicherheiten.
Trotzdem sollte ein versierter Fachbetrieb sich diese Situation bei Ihnen vor ort anschauen, um eine Einschätzung vorzunehmen.
Abhänging ist diese angesprochene Lösung von der einzublasenden Konstruktionslänge. Denn Ihre angegebene Konstruktion ist nach außen hin dampfdicht und muß somit über die mögliche Dachbodenvariante sich entlüften. Somit wäre es denkbar, vom Bodenbereich her einzublasen und die letzte Geschoßdecke als dämmende "Mütze" ebenfalls gleich mit.

Dämmende Grüße
Udo Mühle



Einblasen von Zellulose



Danke erst einmal für die Antworten.
Mit dem Gedanken Zellulose einzublasen hatte ich auch schon gespielt. Der Fachmann meine halt eben nur, ich sollte eine (hab ich jetzt gelernt) Dampfbremse auf meine Innenputz aufbringen. Besonders wohl ist mir dabei nicht ...
Die Dachschräge ist ca. 2.5 m innerhalb der Zimmer. Breite ca. 70 cm und Balkenstärke ca. 12 cm.
Den Fußboden des Spitzbodens (letzte Geschoßdecke) ist mit Lehm aufgeschüttet. Wäre also mit ziemlichen Aufand verbunden.
Aber man könnte ja Dämmplatten auf die Füßbodendielen packen. Sicherlich auch mit einer Dampfbremse dazwischen.
Das scheint mir alles Realisierbar. Aber die Folie (Dampfbremse) auf den Kalkputz im Zimmer mit Dachschräge kleben? Ist mir irgendwie befremdlich! Hat da schon jemand Erfahrungen (Haltbarkeit u.s.w.)?