Zieranker Altersbestimmung?

03.10.2011



Hallo zusammen,
mein erster Beitrag soll mir Klarheit über das Alter meines Hauses bringen.
Kann man anhand der Zieranker bestimmen, wann solche verwendet wurden?

Herlichen Dank.
Mitch Behn



Nachtrag Bild 2



hier ein weiteres



So viele kompetente Mitglieder



... und keiner mag antworten?
Das ist nun schwer vorstellbar.





Ich hab keine Ahnung wie alt die Teile sind, ich weiß aber das es Zuganker sind die die Giebel vorm umzufallen bewahren.

Also keine reine Verzierung.

Grüße



Fotos von Innen



Bei dieser Bauweise handelt es sich um einen "Mauerwerksbau".
Der Ringanker war noch nicht üblich.
Nur vom "Zieranker" auf das Baujahr zu schliessen ist schwer.

Wo sind die Anker denn innen befestigt?
Was ist es für ein Dachgefüge?
Fotos von der Dachkonstruktion wären hilfreich.

Holzart, Bearbeitungsspuren, Sparrendach, Kehlriegel, Pfettendach ??? usw.

viele Grüße



Danke



für die Antworten. Es ist ein Sparrendach mit Fußpfetten. Am Westgiebel sind die Anker angebracht. Der Ostgiebel ist ein Krüppelwalm mit Fachwerk. Eiche ist verbaut. Um die Lattung zu begradigen wurden Fichtenbretter an die Eichensparren befestigt. Laut Bauakte wurde 1907 ein Antrag auf Fassadenerneuerung gestellt.
Der Ostgiebel und der die DG-Wand des Westgiebels müssten sich noch im originalzustand befinden.
Weiteres bitte aus den Fotos entnehmen.



Nächstes Foto



Nord-West Seite



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Ostgiebel



Nächstes Foto



Verbindung



Nächstes Foto



Westgiebel



Nächstes Foto



Westgiebel Oben



Um 1800



Hallo Mitch,
Aufgrund des Dachgefüges schätze ich das Baujahr um 1800 ein.
Es handelt sich um eine Kehlriegelkonstruktion (Sparrendach).
Das mit den Fußpfetten glaube ich erstmal nicht.
Bei dieser Konstruktion ist jedes Sparrenpaar zusammen mit den Kehl- und Deckenbalken ein Binder.
Gibt es keine Aufschieblinge?

Wenn die Sparren wirklich aus Eiche sind ??? , würde ich auf " Um 1750 " tippen.

Naja , schätzen und tippen heißt : nicht wissen;-))

Wenn sie es genau wissen wollen, lassen Sie eine dendrochronologische Untersuchung machen.

Ansonsten : Schönes Haus !!

Wenn Sie das DG mit Gauben ausbauen wollen , suchen Sie sich bitte einen guten Statiker.

viele Grüße



Erwartungen übertroffen.



Vielen Dank Herr Göbel. Ihre aussage passt zu der Geschichte unserer Stadt. Nach dem siebenjährigem Krieg (1756–1763) bauten die Bürger Horstmars vermehrt sog. Ackerbürgerhäuser, die eine kleine Viehhaltung und etwas Ackerbau erlaubten. Nur als Ackerbürger konnten sie überhaupt überleben. Unser Haus ist ein solches.
Meine Erwartungen sind voll übertroffen worden.
Danke und herzliche Grüße

P.S. Wenn Fußpfetten die dicken Balken sind, welche auf dem Mauerwerk obenauf liegen und die Sparren tragen? Ja!

Eiche: auch ja.



Aufschieblinge?



Jetzt musste ich erstmal nach "Aufschieblingen" googlen. Auf dem ersten Blick würde ich nein sagen. Allerdings ist unmittelbar an der Traufe, unter der letzten Reihe Dachpfannen ein, über die gesamte Dachlänge reichendes Brett angebracht, dass an den Sparren verzapft ist.
Ist es das, was Sie meinen?
Viele Grüße