Ziegelstein-Kellerboden ausgleichen




Hallo zusammen,

ich habe genau das gleich Problem wie hier in diesem Thread:
http://www.fachwerk.de/fachwerkhaus/wissen/estrich-schoenebeck-144007.html

Leider kann ich dort nicht Antworten (warum auch immer), daher mache ich kurz einen neuen Thread auf.

Ich habe auch einen Ziegelsteinboden unter dem einfach Erdreich ist. Momentan machen wir sehr große Umbauten im Wohnbereich, daher muss der Keller noch ca. 4 Jahre auf seine Sanierung warten. Bis dahin wollen wir aber den Boden zumindest ausgleichen, da er doch ziemlich uneben ist.
Kann man das so machen, wie im 2ten Post von Georg Böttcher beschrieben?
Einfach Estrich drauf und fertig?
Leider ist auf diesen Kommentar keiner weiter drauf eingegangen.
Wichtig ist uns, dass wir nur eine ebene Bodenfläche haben. Wir wollen den Boden nicht Abdichten o.ä.
Der Vorbesitzer hat in einem Kellerraum einfach Fliesen auf die Ziegelsteine geklebt. Das ist auch der einzige Raum, in dem es Probleme mit Feuchtigkeit gibt.
Daher ist es uns wie gesagt wichtig, das die Grundeigenschaft des jetzigen Bodens (quasi atmungsaktiv) erhalten bleiben.

In 4 Jahren soll dann ausgeschachtet und eine richtige Bodenplatte gegossen werden. Bis dahin will ich mir aber keine Feuchtigkeitsprobleme ins Haus holen :-)

Gruß
kuka



Moin,



Wozu möchten Sie eine Bodenplatte? Wenn Sie einfach wie von Herrn Böttcher den Estrich aufbringen ist das doch ausreichend. Alternativ Verlegen Sie den Ziegelboden neu.
Atmen können nur Lebewesen, Bauwerke nicht.
Man kann auch kein Wasser herbei zaubern sondern da geht es um Bauphysik



Danke



für die Antwort.
Wir werden eine Bodenplatte gießen lasse, da ich momentan im Keller nicht stehen kann. Es wird also ausgeschachtet und der Keller ein wenig tiefer gemacht, sodass man ihn auch vernünftig nutzen kann. Theoretisch könnten man vermutlich nach dem Tieferlegen wieder die Ziegelsteine verlegen, aber wenn wir schon dabei sind, dann lassen wir in diesem Zuge auch eine Schüttung samt Bodenplatte legen.

Mit Atmungsaktiv meinte ich, dass ich kein Material auf die Steine bringen will, dass die Eigenschaften des jetzigen Bodens stark verändert :-)



Kellerfußboden



Haben Sie mal überlegt WARUM Ihr Keller so niedrig ist?
Die Blödheit oder die Körpergröße der Erbauer halte ich als Begründung für fraglich.

Zur Bodenplatte:
Ihr Vorhaben klingt nach bis zu einem halben Meter Ausschachten, 10-30 cm Schüttung aus Kies oder Schaumglasschotter und 10 bis 20 Zentimeter Stahlbeton.
Über deren Sinnhaftigkeit sollten Sie auch noch einmal nachdenken.
Das beginnt schon mit dem Ausschachten:
Bei einem 10 m² großen Kellerraum müssen Sie etwa 1 Tonne Ziegel aufnehmen und herausschaffen,das sind etwa 15 Schubkarren.
Sonst:
Alles über 5 cm Schichtdicke bei Beton ist überflüssig.
Dann pro 10 cm Aushubtiefe 1,3 Tonnen Aushub oder ca. 20 Schubkarren.
Oder werden es Eimer, die Kellertreppe hochzutragen?



Kellerfußboden



Sagen wir mal so, ich habe einen Bausachverständigen kommen lassen und ihn gefragt, ob es möglich ist den Keller zu vertiefen.
Er bejahte es mit gewissen Bedingungen, die mir auch die beiden Baufirmen bestätigt haben, die ich um ein Angebot gebeten habe.
Eine Bedingung ist, wie tief das vorhandene Fundament geht.
Da wir absolut keine Ahnung haben, überlassen wir das ausschachten, verfüllen usw. einer Firma. Daher wäre es mir prinzipiell egal, ob die da 20 oder 50 Schubkarren rausholen :-)
Die Frage warum der Keller so niedrig ist, könnte man bei unserem Haus aus Geldmangel vermuten. Das Haus ist ca. 90 Jahre alt und besteht aus zig verschiedenen Steinen und wurde sehr semi professionell gebaut. Wir haben zumindest einiges zu korrigieren, was Wände und Boden angeht, leider :-(

Der Hintergedanke ist einfach, dass wir das Haus nach und nach komplett Sanieren wollen. Nun sind zunächst die Wohnräume dran, in ca. 4 Jahren der Keller innen und danach außen.

Gruß



Kellersanierung



Mir wäre das nicht egal.
So etwas kostet nämlich Geld denn umsonst arbeiten Handwerker nun mal nicht.
Die Gleichung ist einfach: Mehr Arbeit= höhere Kosten.
Ihr Geld.
Gibt es ein Schöpfloch im Keller, hat der Gutachter einen kleinen Suchschürf (paar Steine rausgenommen, spatentiefes Loch gegraben) gesetzt?



Keller



Nein, allerdings haben wir darüber gesprochen.

Es wurde aus dem Grund nicht gemacht, weil wir den Gutachter und die Baufirmen eh im Haus hatten und nur darüber gesprochen haben, was möglich wäre.
Da wir wie gesagt erst in ein paar Jahren mit der Umsetzung starten wollen, würden wir dann an verschiedenen Stellen den Boden mal ausheben und schauen.
So haben es die beiden Baufirmen auch vorgeschlagen. Die Kosten wurden bisher auch nur überschlagen, da wir ja noch nicht damit starten wollen.

Das mit den Kosten stimmt natürlich, allerdings wird das eh kein günstiges Projekt *heul* :-)

Das Haus ist leider in keinem guten Zustand. Es müssen teilweise 6-7cm Putz in mehreren Schichten aufgetragen werden, um die Unebenheiten zu korrigieren. Steine sind nicht immer direkt aufeinander gesetzt wurden, sondern schief und herausstehend...
Es sieht so aus, als hätte das vor 90 Jahren mal jemand selber hochgezogen, der nicht ganz der Perfektionist war. Daher auch die Vermutung, dass aus Geldmangel der Keller nur gerade so nutzbar gebaut wurde.

Gruß



Kellersanierung



" Es müssen teilweise 6-7cm Putz in mehreren Schichten aufgetragen werden..."
Im Keller oder in den Wohnräumen im Erdgeschoss?

Das Ihr Projekt teuer wird kann daran liegen wenn Sie den Baufirmen praktisch freie Hand lassen. Den Umfang der erforderlichen Leistungen und deren Art bestimmen Sie und nicht die Ausführenden. Wenn Sie das nicht selber können müssen Sie sich einen unabhängigen Fachmann holen der das kann.

Was steht denn genau in dem Gutachten des Gutachters?



Kellersanierung



das war doppelt.