Deckung mit historischen Ziegeln

06.08.2012 Christoph



Hallo,

ich habe hier in der Pfalz schon an vielen Häusern Eindeckungen mit historischen Ziegeln an restaurierten Häusern gesehen. Diese sehen wie Einfachdeckungen aus.

Deshalb wollte ich für unser Vorhaben fragen ob es denn möglich ist ein gedämmtes Dach (bisher Kaltdach) mit histprischen Ziegeln einfach zu decken. Momentan ist es auch einfach gedeckt, mit Spließen zwischen den Biberschwänzen.

Danke und Gruß
Christoph



Was verstehst...



Du unter "historischen Ziegeln"? Was ist an der Biberschwanzdeckung auszusetzen?

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner



nuja...



...sie bedeckt nur die obere Hälfte des Daches ;-)

Die untere Hälfte des Daches wurde später mit Ludowici Z1 ausgewechselt (gibt es hier öfter).

Momentan ist es ein Kaltdach, also nur Sparren, Latten und Ziegeln mit Spließen dazwischen. Wenn wir das Dach jetzt dämmen, kommen wir ja nicht mehr an die Spließen um diese bei Bedarf auszuwechseln. Deshalb frage ich mich, wie man ein Warmdach als Einfachdeckung (im Gegensatz zur Doppeldeckung) mit alten Biberschwänzen ausführen kann (die ich dann noch besorge, das dürfte hier kein Problem sein).

die alten Ziegel haben verschiedene Formen, sind alle handgezogen und dürften wohl aus dem 19. Jahrhundert stammen.

Gruß
Christoph



Ich weiß zwar nicht...



welchen Grund es für die Umdeckung gab, aber wahrscheinlich ist die Einfachdeckung historisch korrekt...

Möglicherweise haben mal die alten Spließen versagt oder man ist mal abgeweht worden... und man wollte denn doch im unteren Bereich etwas sicherer trocken wohnen...

Wie sind denn die Spließen ausgeführt?

Da die Einfachdeckung eine eher leichte Konstruktion ist, ist die Windlast zu beachten, vor allem der Windsog... desweiteren sind auch Nachteile im sommerlichen Wärmeschutz hinzunehmen...

Weiter wird beim Farbspiel wegen dem Materialmix wohl mit Kompromissen zu rechnen sein, man weiß ja nicht aus welcher Tongrube die neuen alten mal kamen...

Ein geübter Dachdecker wird auch von außen arbeiten können bei Bedarf...

Ich möchte trotzdem empfehlen, zunächst zu decken, dann kann nämlich auch gleich ein vernünftiges Unterdach erstellt werden, was die Windproblematik deutlich entschärfen dürfte...

Wie immer mit allem Vorbehalt der Ferndiagnose...

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner



Dachpfannen



Was bitte spricht gegen Doppeldeckung? Meine ist aus ~ 1850 und natürlich ohne Spächele.
Dank ausreichend Moosbefall ist´s in der ungelüffteten Dachwohnung max 22° - 0°. Ohne Iso, Aber innen mit 30 mm Heraklit anstatt Holz / GK.
Allerdings kann ich gut 80 der Ziegel von Innen nachstecken.
Ein Zimmermann hat mir einen neuen "handgestrichenen" Biberschwanz gezeigt. Ist bei etwas verminderter Stärke aber wesenlich stabiler - und schwerer.
Gruß Walter