Ziegel, Platten, Backsteinen, Backsteine, wahrscheinlich

23.01.2008



Bei uns stellt sich nun die Frage nach einem geeigneten Fußbodenbelag.
Vorweg: Fußbodenheizung möchte ich nicht, wir werden eine Wandheizung installieren und einen Ofen reinstellen und gut ist.
Als Bodenbelag kam bisher für mich nur ein Terracotta-Belag oder massive Buchendielen in Frage - gleichwohl ich am liebsten die alten Backsteinziegel verwenden würde. Diese Idee setzt sich nun immer stärker durch.

Da wir wahrscheinlich nicht genug Backsteine hier aus dem Haus haben, überlege ich mir, diese evtl. zu schneiden, entweder quer wie ein Brötchen sozusagen oder längs und diese dann im Fischgrätmuster verlegen. Wahrscheinlich müßte ich diese in ein Estrichbett legen.
Diese Backsteine lagen schon hier in der Deele, waren allerdings vollkommen zuge"müllt" mit anderen Bodenbelägen, sie haben eine wunderschöne warme Tönung in allen rosé-dunkelrotschattierungen.

Hat jemand mit geschnittenen Backsteinen Erfahrung?
Wie sollte die Oberfläche behandelt sein oder muss er überhaupt behandelt sein?
Wie verhält sich ein solcher Boden beim Wischen? Bröselt er mitder zeit weg??

Danke im voraus für die Antworten
Neda Übelherr



Die Brötchenidee würde ich begraben.



Der Aufwand wäre immens. Die Flächen uneben. Es wäre auch nicht ungewöhnlich, wenn die Ziegel im Inneren weicher sind.

Neue Terracotta gibts letztlich auch.

Massive Buche ist das mit Abstand ungeeignetste heimische Holz für Fußböden. Buche arbeitet stark und schnell, ist besonders schmackhaft für Anobien.

Roteiche ist im Farbton vergleichbar, aber wesentlich besser geeignet.

Grüße

Thomas



Fussbodenplatten aus Backsteinen



Ihre vorhandenen Backsteine können Sie optisch beurteilen, aber das Innere wird bei der damaligen manuellen Fertigung sehr variabel sein. Wir haben schon grosse Ziegel aufgetrennt, aber durch die verschiedenen Dichtigkeiten und Einschlüsse werden die Platten unter 4 cm leicht brüchig. Warum nicht den Fussbodenziegel als Ganzes verwenden? Zu hoch?
Auch muss man sicherstellen, dass die Ziegel bei der früheren Verwendung oder Lagerung keine Salze (Erde, Vieh o.ä.) aufgenommen haben.
Zudem werden Sie bei einer Fischgrätverlegung durch die am alten Stein normalen Toleranzen verzweifeln oder eine breite Fuge wählen müssen.
Jede Menge Arbeit und dazu unwägbarkeiten, da wird man mit neuer Ware (die ja auch farblich gestimmt werden kann) besser vorankommen.



Vielleicht 'mal hier reinschauen?



www.cottohof.de

Da fände sich sicher etwas passendes.

Grüße

Thomas





Danke schön!
Ich sehe schon, ich muss mich wohl oder übel von dem Gedanken verabschieden - gleichwohl die Arbeit mir nicht zuviel wäre, schließlich habe ich ja auch in immenser Puzzlearbeit unser Bruchsteinfundament mit den alten und einigen neuen Bruchsteinen aufgebaut. Ich denke, bei solchen Arbeiten darf man als Privatmensch die Arbeitszeit nicht mehr zählen, die sonst unbezahlbar wäre.

Freundliche Grüße