Gefache neu ausgemauert, und nu ?

28.02.2008



Hallo zusammen !

Nachdem ich schon einige Zeit hier mitlese habe ich mich jetzt auch mal angemeldet und will Euch Profis mal eine Frage stellen.

Wir haben bei unserem Fachwerkhaus gerade auf 15 m Wandlänge die Schwelle ausgetauscht , da diese an der Wetterseite nach 170 Jahren hin war. Die Schwelle, die Ständer und einige Riegel sind 18 cm tief (alles Eiche). Die Gefache wurden wieder mit Ziegeln im korrekten Format (RF) ausgemauert wie hier üblich.
Die Alten Fächer waren innen mit bis zu 12 cm Kalkputz angeputzt.
Als Wärmedämmung haben wir uns für 5 cm Heraklith BM auf plangeputzem Altputz plus neue Putzschicht entschieden, das haben wir in anderen Gebäudeteilen bereits umgesetzt.
Hier ist jetzt allerdings mein Problem, das die Ziegel ja nur ca. 10 cm Tief sind und die Ständer/Schwelle/Riegel ca 8 cm "überstehen".
Nach meinem Verständnis ist es jetzt hier nicht sinnig das wieder mit Putz auszugleichen, oder ?

Was haltet Ihr davon in diese Gefache auch schon Heraklith einzusetzen, dann einmal Plan zu putzen und dann die Durchgehende Schicht Heraklith BM aufzubringen ?

Allerdings erhöhe ich damit ja den Dämmwert so stark, das ich den Taupunkt weiter in die Wand ziehe....ob das gut ist ? Obwohl ja keine Luftschicht ist, wo es auskondensieren kann...

Ich bitte um Eure Meinung und gern auch um alternative Ideen dazu.

Danke !

Gruß

Meiko



Was



für Ziegel wurden denn verwendet? Hoffentlich kein knackehart gebrannter und dichter Stein, dann wird´s mit der Innendämmung kritisch.
MfG
dasMaurer
Ps: vielleicht mal über ´nen Lehmbasierten Aufbau nachdenken.



Egernsunder Vollziegel RF



...haben wir genommen, auf Empfehlung eines Fachwerkerfahrenen Maurermeisters. Da mir das unabhängig voneinander 2 weitere Maurermeister empfohlen haben und die Ziegel mit den alten Ziegeln von der Konsistenz vergleichbar sind, sollte das passen.
Was meinst Du mit "Lehmbasierten Aufbau" ?
Grundsätzlich bin ich für Lehm gern zu haben, solange der Mehrpreis auch einen Mehrnutzen bringt.

Gruß
Meiko



Nun ja,



der Name sagt mir jetzt nix, aber Vollziegel klingt schon mal ganz gut, und wenn die Steinstruktur der alten ähnelt, wird´s schon passen.
Eine Innendämmung bei Fachwerk sollte immer Diffusionsoffen und homogen gestaltet werden, d.h. ohne Luftschichten. Gute Erfahrungen wurden mit Holzweichfaser und Lehmputz gemacht. Ebenfalls möglich wäre eine Vorsatzschale aus Stampflehm (Blähtonleichtlehm o.ä.).
MfG
dasMaurer



Das ist klar, aber...



Also Diffusionsoffen und ohne Luftschichten ist klar, das haben wir ja in anderen Bereichen schon gemacht wo wir nicht neu ausgemauert haben, und gedämmt haben wir da mit Heraklith BM (Holzfaserplatte), davon liegen auch noch 3 Paletten auf dem Hof und warten auf Verarbeitung.

Meine Frage bezog sich darauf, was ich IN den Gefachen HINTER den Ziegeln mache um auf die gleiche Stärke wie die Ständer zu kommen und dann eine durchgehende Dämmplatten-Schicht aufzubringen. ????

Schalung/Stampflehm scheidet aus, hat ein Bekannter gemacht -> mit schlechtem Ergebnis: Wenn man nicht die Decke aufreissen wil, kriegt man das im oberen Ende der Wand nicht ausreichend verdichtet und hat dann da Kältebrücken.

Aber wie gesagt, das Konzept steht, mir geht es hauptsächlich um die Gefache selbst.

Habe nochmal Gerechnet: mit 5cm Heraklith im Fach plus 5 cm Durchgängig komme ich auf einen U-Wert von 0,68 W/m2K, Empfohlen ist aber 0,8 nicht zu unterschreiten...

Gruß

Meiko



In Verbindung



mit Lehm ist der Taupunkt nicht so entscheidend, da eventuell anfallende Feuchtigkeit sicher abtransportiert wird. Insofern sehe ich kein Problem bei der stärkeren Dämmung in den Gefachen.
MfG
dasMaurer