Gaube - Problemfelder/Schwerpunkte bei der Planung bzgl. Hitzeschutz bei Gaube

08.11.2012



Hallo allerseits,

bin nun bei der Frage eines Gaubeneinbaues in einigen Planungs-Problemen, es gibt ja diverse Varianten.
Wie wichtig ist hier die Frage der Diffusionsoffenheit, wenn es um eine 7qm kleine Küche mit (zukünftige 2 größeren Fenstern in der Dachschrägen-Gaube geht.

Zudem:
Man kann ein unterlüftetes Unterdach ja mit Bitumenbahnen bekleben oder mit Lattung (helle) Ziegel darauf befestigen, dazu muss es besser etwas steiler sein, man hat also mehr Aufwand.

Lohnt sich dieser, bei einer Südlage, oder sollte man vor allem bzw. fast nur auf die gute Zwischensparrendämmung mit z.B. HWF-Platten achten und auf (helle bis weiße) Dachpfannen und eben eher auf eine diffusionsoffene Konstruktion verzichten, vielleicht auch die Unterlüftung, was beides ja wohl leichter machbar ist, wenn das Dach etwas steiler ist (also die Regeldachneigung von wohl 22 Grad hat).

Bringen HWF oder Isofloc hier, beim Hitzeschutz, dann auch merklich mehr als eine höherwertige Mineralwolle mit WLG 035? Hat einer diesen Unterschied bei gleichartigen Einbuaten schon mal selbst erlebt bzw. dtl. gespürt?

Wieviel kann hier die Farbe und der Winkel von Ziegeln/Dachpfannen maximal ausmacheh. Sollte man also besser eine stärkere Dachneigung anstreben, weil da ja Winkel und Fläche geringer sind als bei einem nur leicht erhöhten Dach, oder ist auch dies relativ egal?

Sind (helle) reine Kunststoffbahnen wirklich so gut wie Bitumenbahnen - von ersteren wurde mir wiederholt stark abgeraten.

Kurzu: Gibt es hier Dinge, die praktisch fast nichts bringen, die also den Mehraufwand nicht wert sind?



Na Du machst Dir ja Gedanken...



A und O beim sommerlichen Wärmeschutz ist es, die Einstrahlung zu minimieren.
Das geht z.B. durch
- Verschattung der Fenster --> möglichst von außen
- Refklektion der Einstrahlung --> glasierte Ziegel (ist sicher nicht jedermanns Geschmack)
- Geringe Absorbtion --> helle Ziegel
- hohe Speichermasse in der Dachkonstruktion --> steht mitunter im Widerspruch zum Wärmeschutz, aber GK-Wände kann man auch doppelt beplanken

Auch ein Solarkollektor kann helfen.

Ob eine verdeckt liegende Sperr- oder Brems-Schicht nun hell oder dunkel ist, sollte höchstens in der vierten Nachmommastelle von was auch immer eine Rolle spielen.

Gruß,
sh



Betondachsteine statt Ziegel...



Da liegt wohl ein Mißverständnis vor.
Es ging natürlich nicht um die Farbe einer verdeckt liegenden Bitumenbahn, sondern darum, ob sich der Aufwand einer Überzieglung, einer zweiten Ebene, wirklich lohnt, auch darum, was helle oder glasierte Ziegel denn in etwa bringen könnten. Nicht nur mein Dachdecker meint, dass das sehr gering sei. Ein Gespräch mit einem Mitarbeiter eines größeren Dachsteinherstellers ergab zunächst auch, dass die Ziegel hier eigentlich nur wegen der Optik gut bzw. hilfreich seien, beim Hitzeschutz eher dtl. vernachlässigbar - es käme da nur auf die Zwischensparrendämmung an. Zum Schluß, nach Einlassungen meinerseits, meinte er dann aber doch etwas anderes und hat Steine mit Protaget-Beschichtung empfohlen, möglichst helle.

Ich habe mich nun für eine hinterlüftete Variante, also Folie und Überdachung mit Dachsteinen entschieden. Nun gibt es davon hier aber keine kleine Menge, dafür hat ein Händler jetzt gleichartige Pfannen (mit einer aber wohl etwas anderen Beschichtung) einer anderen Firma in rot, sodass ich mir jetzt überlegen muss, einen dtl. Aufpreis und Wartezeit in Kauf zu nehmen, wegen heller(er) Ziegel, oder glasierter, oder ob ich eben einfach diese nehme.
Wieviel mehr kann hier denn so ein glasierter Ziegel - bzw. bei mir ja Beton-Dachstein - bringen?

Die anderen Punkte sind mir bekannt. Gleichwohl hatte ich gehofft, dass einer vielleicht auch zu der HWF-Dämmungs Frage einen persönliches Erlebnis hier mitteilte (wo man also z.B. Mineralwolle gleicher Stärke mal gegen HWF-Dämmung getauscht hat.)

Gruß und Dank
von
Tobiwer