Feuchten Keller verputzen

23.04.2012



Hallo, ich lese hier schon einige Zeit über`s sanieren älterer feuchter Keller.
Unser Haus ist ca. Bj 1928. Die Kellerwände sind aus Ziegelstein. Natürlich nicht von außen isoliert. Über den Ziegelsteinen war/ist ein alte Putz, der natürlich abplatzt bzw. den ich teilweise abgeschlagen habe. Nass sind die Wände nicht, ehr so leicht feucht. Wir wollen den Keller nicht bewohnen, es soll nur etwas schöner wirken, wo bei schön bei mir halt der gewisse alte Scharm darstellt. :-)

Meine Vorstellung ist, alter Putz ganz runter, sandige Fugen teilweise freikratzen.

Was ich auf jeden Fall hier gelernt habe ist, dass auf keinen Fall Zement zum Einsatz kommen soll, sondern ein Kalkmörtel, Kalkputz und warscheinlich Kalkfarbe zum weißeln. Bin ich da auf dem richtigen Weg? Muss ich die alten Fugen neu "vermörteln" oder reicht der Putz?

Wenn ihr mir bestätigt dass dies der richtige Weg ist, würde ich an einer kleinen Wand erst mal probieren wollen, weil ich so was noch nie gemacht habe.
Für den Kalkmörtel würde ich 1 Teil Kalkhydrat CL90 mit 3 teilen Sand mischen. Aber wie viel Wasser muss ich dazu geben? ...hoffentlich nicht zu viele Fragen auf einmal? ...

Gruß Olli



Nicht so viele Gedanken...



Hallo,

Also wir haben auch einen ziegelkeller. Ebenfalls feucht. Nicht nass! Haben alles mit Zementmörtel verputzt und mit Fassadenfarbe (nicht abdichtende) gestrichen.

Mein Vater ist Maurermeister und sagte, man kann es aufwendig machen oder einfach. Das Ergebnis ist das gleiche...

Klar - die Wände sind immer noch feucht wie zuvor, doch nun gerade und weiß.
Also untern Strich, war der Zementmörtel eine gute Wahl. Verputzt ist die Wand nun seit zwei Jahren und bis auf die Feuchtigkeit, keine Beanstandung.



Achso: unsere Wände sind von außen auch nicht abgedichtet.



Zement?



hallo, das wundert mich aber, wo doch immer von Zement abgeraten wird???



Die Einen sagen so:



…Mein Vater ist Maurermeister und sagte, man kann es aufwendig machen oder einfach. Das Ergebnis ist das gleiche...

und andere wieder anders!

Das Thema ist: Will ich was praktisch und schnell kaschieren, verstecken, zukleistern, "einbetonieren" oder soll es eine nachhaltige und gute Sanierung sein.

Ich rate vom absperrenden Zement ab und würde lieber Ihren eigenmisch Kalkmörtel nehmen - das mit dem Wasser werden Sie nach ein zwei Eimern schon raus haben.

STaubfrei
Vorspritz
Unterputz
Oberputz
Kalkfarbe

das richtig verarbeitet - und Gut is'!

oder mal bei www.solubel.de reinschauen


FK



Vorspritz



hallo Hr. Kurz
der Unterschied der verschiedenen Putze ist doch wahrscheinlich die Korngröße des Sandes, oder? Als erst grob, dann fein.
Gilt das auch für den Vorspritz? Also ganz grob???





Ich habe im Keller ein ähnliches Problem. Meine Wände sind innen Ziegel und außen Bruchstein - war 1910 so üblich. ALs Sperre von außen wurde Lehm gestampft - und dies klappte nicht mehr.
Also von außen isoliert, horizontal leider nicht. Der Ziegelfußboden war lückenhaft - nicht mehr zu retten. Also Beton gegossen, darunter Splitt und Drainage. Dann die Wände mit gekauftem Reinkalk geputzt, und dann mit Streichkalk gestrichen. Habe es nicht bereut. Der Keller ist wesentlich trockener geworden, der Kalk gibt ein angenehmes Klima.
Was mich sehr überraschte, war, dass der Streichkalk nicht abschmiert. Das isst ein feiner Anstrich.