Verfugen Sandsteinsockel?

26.08.2009



liebe gemeinde, wir haben vor kurzem den sandteinsockel unseres 300 jahre alten fachwerkhauses mit zugehörigem Stall aus unwissenheit mit folgendem Mörtel verfugt:

fachwerkhaus: Zementmörtel Z01 mg3
stall: dachdeckermörtel sakret mg2
(alles jeweils mit einer "kelle" Zement vermischt)

mit welchen nachteilen haben wir zu rechnen oder ist das ganze soweit in ordnung?

vielen lieben dank im voraus
beste grüße lars



Zementmörtelverfugung



Es ist alles drin von "gar nicht" bis "samt Verfugung abscherbelnde Steine".
Das kommt ganz auf die äußeren Umstände und das Mauerwerk an.
Was ich nicht verstehe: Wieso immer noch eine "Kelle Zement" mit dazu?
Glaubt Ihr, der Werkmörtelhersteller besch. Euch oder ist zu blöd, einen MG III oder II zu mischen?

Viele Grüße



Fugendrama



Hallo
… nicht nur bei Ihnen!

Die alte Mähr: "Dicht ist gut!" oder "Alles was hart und grau ist, bringt's!"

In erster Linie ist die weiche Luftkalkmörtel Fuge für die Entfeuchtung der Fassade zuständig.
Jetzt mit dem Zement ist sie dicht und die Feuchte muss sich durch den Stein oder die Zwischenkontaktfuge von Zement und Stein quälen. Steinränder waschen aus, werden mürbe etc.

Auf dem Dach der Zementmörtel wird schnell spröde und platzt ab.

Und immer wieder die Vergiftungskelle - aus der wurde aus einem Kalkmörtel ein Zementmörtel!

Bei so alten Gemäuern: Lieber keine Fuge als eine Zementfuge!
www.solubel.de

FK