Zement, kalk, schüttung, Perlit, Wetterseite

06.11.2005



hallo freunde des fachwerkhauses! mein fast komplett saniertes Fachwerkhaus möchte ich nun zwischen der außenwand (gefache mit ca. 7,5 cm blähtonstein ausgemauert) und Innenwand (ca. 17,5 cm blähtonstein) mit einer tonkugelschüttung (mit Kalk versetzt) dämmen. (ca. 15cm zwischenraum, bei einem tonkugeldurchmesser von ca.10mm.) kann ich ohne bedenken die Schüttung vornehmen oder gibt es bedenken bezüglich des sog. taupunktes? was mache ich an den fenstern? mein Maurer wollte mit Styrodur die wärmebrücke dämmen. "natürlich" auch mit Bauschaum an die holzkonstuktion!!! davon halte ich als laie nichts!



Perlit Schüttung



Mit einer perlit-Kalk Schüttung geht das auch hervorragend.
Sie mischen Perlit mit 20 Gew.Prozenz Kalk( Bei 100 L ca 15 L Kalk ). Bei fragen ereichen Sie mich unter 02330/ 809636



Blähton speichert Feuchtigkeit



Hallo Olav,
Blähton-Kügelchen speichern Feuchtigkeit. Man nimmt das Zeug auch in der Hygrokultur für Blumenvasen,damit man lange Zeit in Urlaub fahren kann,die Pflanzen nicht vertrocknen. Außerdem genügt bei Anlieferung/Lagerung 1 Regenschauer, die Kügelchen saugen sich mit Wasser voll (inder kapillaren Oberfläche). Noch schlimmer ists beim Anmischen im Betonmischer mit Kalk und Wasser: wenn man da länger als 30 Sekunden rühren läßt,saugen sich die Dinger mit Wasser voll. Ein praktisches Ergebnis war bei uns an einer solchen Baustelle,daß die Wand erst nach 8 Monaten trocken war!!! Das ist fürs Fachwerkholz höchst unangenehm-führt zu Bauschäden. Ich würde die Sache mit Perlite-Füllung sehr vorsichtig angehen,da auch diese Tuffkügelchen von der schönen griechischen Insel Yali (übrigens ist die schöne Insellandschaft durch den Export von Tuff-Perlite nach Deutschland böse verunstaltet)auch gerne Wasser saugen.
Ich rate Dir zu einer Füllung aus Naturbims aus der Heimat,gemischt mit Kalk und Sand,(Alternativ gemischt mit Lehm+Sand) im Betonmischer ca 30 Sekunden rühren lassen. Aufpassen beim Lagern (gut abdecken genen Regen).Auf Wunsch kann ich Dir dazu ein Angebot besorgen.
herzl. Grüße
Klaus Schillberg
www.texbis.de



Soweit ich das jetzt verstanden habe, sind die Gefache



doch auch mit Blähtonsteinen ausgemauert, oder? Wenn dieses Material wirklich Wasser hält, ist der Spätschaden doch schon vorprogrammiert! Da gibts hier schon sehr viele Fragen bzw. Antworten zu!

Einfach mal nach ytong, yton und Poroton suchen

mfg



@konstantin Petker



Blähtonsteine im Fachwerk als Ausfachung sind außen mit ca 15-20mm Kalkverputzt.Durch die Bindung der Steine mit Zement ist das hygroskopische Wasserhaltevermögen gemindert.Die Gefahr der Holz-Durchfeuchtung ist insbesondere an der Wetterseite relevant,wo Regenwasser an der Fuge eindringen kann.
mfg
Klaus Schillberg



Ich versteh nicht ganz, wieso



das hygroskopische Verhalten der Steine gemindert wird, wenn sie mit Zement gebunden sind? Hält Zement nicht auch Wasser? So hatte ich das bis jetzt jedenfalls verstanden. Und wie ist das mit dem Kalkputz von aussen, wird der bei Dauerregen nicht auch feucht?

mfg



Zement mindert den Feuchtetransport



Zement vermindert logischerweise den Feuchtetransport innerhalb der Blähtonsteinausfachung-es kann im Extremfall zu FeuchteStau führen. Der Kalkaußenputz wird durch Dauer-Schlagregen an der Wetterseite feucht,was zu weiterem Feuchtestau am Holz führen kann. An vielen Fachwerkgebäuden trifft diese Problematik meist nur die Wetterseite. Dort sollte der Wandaufbau besonders sensibel durchgeführt werden. Man kann dem Problem mit einer einfachen Holzschalung/Schiefer oder mit Holzschindelfassade sehr erfolgreich begegnen, wie das unsere Vorfahren auch tausendfach an Wetter/Schlagregenseiten gemacht haben.
mfg
Klaus