Dokumentation - Sanierung denkmalgeschütztes Fachwerkhaus - Wingst




Hier möchten wir in loser Folge die Sanierung eines denkmalgeschützten Fachwerkhauses, einem niederdeutschen Hallenhaus, dokumentieren.

Vielleicht kann der ein oder andere hieraus Nutzen gewinnen.

Wir beginnen mit Bestandsbildern.



Die Erstbegehung



typische Schäden in einem Bild:
Ein verringerter Dachüberstand, fehlende Dachrinnen und angehäufter Boden rund ums Haus führt zu häufigem Spritzwasser an den bodennahen Fachwerkteilen



Zement ist kein guter Ersatz für Holz...



sowohl optisch,



als auch technisch



die "Ausbesserungen" halten nicht lange



und der Verfall hinter dem Zement wird beschleunigt



da hätte man besser nichts gemacht, oder es gleich richtig gemacht



Manchmal hat man Glück



Das Fenster links könnte bauzeitlich sein



Zwei Fenster auf der Gartenseite



die unterschiedlichen Klobenbänder der Fenster (die Metallwinkel an der Ecken des Öffnungsflügels) geben einen Hinweis auf unterschiedliche Einbaujahre



Es gibt auch Fälle bei denen man ein neueres Fenster sehr schnell erkennt...



Ein Teil der Fachwerkwand wurde vor nicht allzu langer Zeit durch massives Mauerwerk ersetzt. Dort wurden dann auch Isolierglasfenster eingesetzt.



Obwohl der Beitrag...



...dem Titel nach, erst am Anfang steht, freue ich mich auf weitere Bilder und Dokumentationen.

Solche Beiträge braucht das Forum.
Das sind schöne Fotos von der Ausgangssituation. Insbesondere die, der "angeputzten" Ständer.

Mal schauen, was da noch so kommt.

Gespannte Grüße
Martin





“Zement ist kein guter Ersatz für Holz”

Gut ist relativ.[pubimg 24846]

Dieses Rayonhaus hätte längst nicht mehr gestanden hätten sich vor 30 Jahren nicht ein paar Maurer gefunden, die die gesamten Schwellen und Stiele bis ca. 50 cm Höhe rausgeschnitten und durch KalkZEMENTmörtel ersetzt hätten.
Optisch war das so gut ausgeführt das auch ich zwei mal hingucken musste.

Der böse Zement als guter Kompromiss?

Letztendlich scheint es aber egal zu sein, es fällt eh bald zusammen.



Schöne Idee,



hier eine Sanierung mit Bildern zu dokumentieren.

Da lese ich gern weiter mit. Mal was anderes als der Ringelpietz um immer dieselben Streitthemen.

Grüße

Thomas



vielen Dank für die Kommentare



@Baust,
wir wollten hier (mit Sicherheit) nicht allgemein gegen Zement als Baustoff Stellung beziehen, ich wünsche des öfteren eine Betondecke samt schwimmenden Estrich zwischen mir und meinen Nachbarn in meiner Altbauwohnung.
Ein Austausch einer Holzschwelle gegen Beton ist bei entsprechender Anbindung der Stiele durchaus machbar, das Ausfüllen beschädigter Holzteile mit Putz ist aber nicht der Weisheit letzter Schluß.

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Mal eine Totale der Westfassade
links der Wirtschaftsteil,
in der Mitte ein nachträglicher Einbau von Büro und Badezimmer
dann die Eingangstür (hinter dem Busch)
rechts der Wohnteil

Zum Dach gibt es später noch Informationen



hier die Einganstür



auf einem Einzelfoto



und die Grot Dör



im Sturz findet man schon mal einen Hinweis auf ein mögliches Baujahr. Ein Beweis ist so eine Inschrift aber nicht, die kann auch bei einem Eigentümerwechsel, Hochzeit oder Ähnlichem angebracht oder geändert worden sein.



und hier zusammen mit der rechten Missentür



deutlich erkennbar hier die Verformung des Fachwerks. Das Fundament ist "abgesackt". Die ausgemauerten Gefache wurden im Laufe der Zeit erneuert, die ursrünglichen Ausfachungen dürften eine solche Verformung nicht schadensfrei mitgemacht haben.



An der Südfassade



wurde die Eindeckung des Giebels durch Faserzentplatten ersetzt



nun zum Inneren



der Wirtschaftsteil



der Heuboden



hier im Gegenlicht sind die beabsichtigten und unbeabsichtigten Öffnungen zu erkennen



und ein Knoten des Ständerwerks



man erkennt Zeichen der Zimmerleute



schöne Fliesen im Flett



ein gewisser Reinigungsrückstand ist zu erkennen



Tv produktion sucht interessanten Bau



Öffentlich-rechtlicher Sender sucht gerade ein nettes Paar oder eine nette Familie, die derzeit ein Fachwerkhaus bauen. Die Sendung wäre für einen öffentlich-rechtlichen Sender. Falls Sie Interesse hätten sich mit der Kamera begleiten zu lassen udn ihr tolles Haus zu zeigen, würde ich mich sehr freuen. Gerne können Sie sich unter kolkmeyer@good-times.de oder 0221-355735-25 melden. Mit freundlichen Grüßen!