Kombination Einblasdämung und Mineralwölle

25.02.2008



Hallo,

ich möchte zusätzl. Wohnraum im Dachgeschoss meines Hauses Bj. um 1900 erweitern (Bad+Schlafzimmer) und das Dach entsrechend dämmen.
Folgender Aufbau von außen nach Innen:
Bitumenschindel, neu 2005
Unterspannbahn, neu 2005
Schalung
Balken ca. 100mm, Abstand ca. 1m
Schalung
verputzte Strohmatten??, Stärke ca. 1,5cm

mögliche angebotene Dämmvariante 1:
Einblasen Zelluloseflocken in den Hohlraum zwischen den Sparren + zusätzlich 8cm Mineralwolle an Innenseite+ Dampfbremsfolie (halboffen)+ Gipsfaserplatte

mögliche angebotene Dämmvariante 2:
Sparren freilegen, Auflatten, Mineralwolle 200mm mit Hinterlüftung+Dampfbremse verlegen

Reicht in Varinate 1 die Feuchteaufnahme der Zelluloseflocken aus, die enstehende Feuchtigkeit in den Wintermonaten zu puffern und kann diese wieder in den Innenraum abgegeben werden?
Reicht in Variante 2 eine Hinterlüftung (Traufe +First)aus, um die Feuchte Luft abzutransportieren?
Welche dieser beiden Varianten würden Sie empfehlen unter dem Aspekt des Feuchteverhaltens für die geplante Nutzung?



Dämmung



Die Bitu-Schindel + Unterdeckbahn wirkt als Dampfsperre, ausgerechnet auf der verkehrten Seite.
Ausblasen mit Isofloc führt deshalb in kurzer Zeit zum vorzeitigen Ende.
MIWO 200 ist absolut vom Funktionieren der Lüftung abhängig, trotz Fachregeln ist das nach wie vor eher experimentell.
Mit Hanfmatten oder Schafswolle wäre es weniger risikoreich, kostet aber mehr. Müssen Sie abwägen.

Grüße vom Niederrhein



ideall



ist der äußere Aufbau des Daches nicht.
Die Sparren freilegen ist aber sinnvoll um allein die Dachkonstruktion zu kontrollieren (über 100 jahre alt.
Je nach Ausrichtung des Hauses, Dachneigung und späterer Aufbau ist eine Wärmedämmung OHNE Hinterlüftung ratsam und sinnvoll, jedoch Naturdämmstoffe verwenden, diese können Feuchtigkeit speichern und später wieder abgeben (im Sommer erfolgt die austrocknung der Konstruktion nach innen)eine Berechnung der Konstruktion ist sinnvoll, jedoch nicht nach GLASER-Verfahren sondern mit WUFI,
bei weiteren Fragen einfach mal melden


Grüße aus dem Vogtland
Mirko Schlosser



an die Fachleute,



was gibt es denn gegen Zelluloseflocken einzuwänden, das ist doch gewissermaßen ein Naturdämmstoff mir nur wenig Zusätzen, der auch feuchtigkeit aufnehmen kann? wie ist den im Vergleich die Normalfeuchte von Hanf oder Schaafwolle bei 50% und 80% rel. Luftfeuchte, gibt es da Zahlen, Datenblätter, etc.
Und wie ist die Wärmeleitzahl solcher Dämmstoffe? Dann währe noch der Preis für einen m² bei 100mm Stärke interessant...

mfg
F. Lindner