Aufs Dach gestiegen

09.01.2004



Es wird langsam ernst: Aus dem Wagenhäuschen soll ein richtiges Haus werden. Seit Wochen zerbreche ich mir den Kopf über die richtige Dachdämmung. Die eigentlich angedachte Füllung der Sparrenzwischenräume mit Leichtlehm scheitert an statischen Problemen (Gewicht): Etwas Leichtes muss es sein. Wer kann mir Tipps geben: Gibt's noch andere Möglichkeiten außer Isofloc oder Thermohanf (Mineralwolle oder Styropor scheiden natürlich aus!). Der Dachaufbau von außen nach innen (sehr kompliziert gebautes Krüppelwalmdach mit Halbmansarde - unendlich viele Ecken und Winkel und Ritzen ...): Biberschwanzziegel, Lattung, Konterlattung, diffusionsoffene Braas-Dachbahn und 25 mm Pavatex, dann die Sparren (unterschiedliche Dicken und Abstände!). Ich möchte durch Aufdoppelung eine Dämmstärke von 160 mm erreichen). Danke für die Hilfe!



Gegenfragen



Hallo erstmal, ich weiß nicht ob Sie´s wußten aber....

... was spricht Ihrer Meinung nach gegen Glas- bzw. Steinwolle ? Haben Sie mal versucht Zellulose Dämmung oder Schafwolle oder Hanf nicht brennbar zu machen ? Da steckt jede Menge Chemie drin ! Außerdem Fragen Sie mal vorher Ihre Feuerversicherung um viewiel Prozent sich die Beiträge erhöhen, wenn Sie solche alternativen Dämmstoffe einbauen ( das ist kein Witz !!! ).

... warum hat man Ihnen eine diffusionsoffene Unterspannbahn und eine Pavatex-Platte verkauft und eingebaut ? Im zeitalter der latexvergüteten N+F Weichfaserdämmplatten kann man eine solche Platte bereits wasserabweisend bekommen. 1. ist diese immer noch billiger als Pavatex und diff. Folie und 2. steigert das die Lohnkosten, weil 2 Arbeitsgänge ! Wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld, wer hat soviel ......usw.
Grüße aus Bad Sobernheim





Danke; die Dachbahn war nötig als Wetterschutz, weil die Dachdeckerarbeiten nach einem Strumschaden im Winter bei Dauerregen, Schnee und Eis durchgeführt werden mussten. Da hätte sich dann sogar eine Isolair schnell in Pappmache verwandelt. Das mit der Feuerversicherung klingt ja interessant. Ich bin bisher davon ausgegangen,. dass die im Handel erhältlichen Baustoffe als solche den Anforderungen genügen und nicht als Brennstoffe verwendet werden. Muss mich da mal schlau machen. Haben Glas- und Steinwolle ähnliche bauphysikalische Eigenschaften wie Hanf oder Flachs (diffuisionsoffen etc.????). Ich bin für jeden Tipp dankbar!



Oh je!!!



Der Beitrag von Torsten ist ja gruselig. 1. Was für eine Versicherung kennt der denn? Also unsere interessiert überhaupt nicht was für ein Dämmstoff drin ist. 2. Was für Chemie? Um Schafwolle etc anzubrennen müssen Sie sich schon was einfallen lassen, und das imprägnieren mit Borsalzen dient hauptächlich dem Schutz vor Insekten. Borsalz ist ungefähr so giftig wie Kochsalz.

soweit dazu

Wir haben unser Dach mit Homatherm gedämmt. Und sind sowohl mit der Verarbeitbarkeit als auch mit der Wärmedämmung (besonders im Sommer, im Gegensatz zu torstens Glaswolle ;-)) super zufrieden. Homatherm wird in Plattenform geliefert und läßt sich mit einem elektrischen Fuchsschwanz (mit Hartmetallblatt) wunderbar auch für komplizierte Formen zurechtschneiden. Zur Not kann man auch mal die Krümel mit der Hand in ein kleines Loch stopfen. Die Platten gibt es in unterschiedlichen Stärken. Wichtig ist eine Vollsparrendämmung ohne Luftschicht. Von Innen kommt dann eine Dampfbremse aus Papier, z.B. Sisalex 500 dran. Die wird winddicht verklebt. Beim Verarbeiten ist auch kein Ganzkörperkondom nötig da keine unangenehmen oder gar schädlichen Reizstoffe austreten. Ein Mundschutz gegen den Staub kann man sich leisten.

Dann viel Erfolg. Bei Interesse kann ich Ihnen auch gern ein Angebot dazu machen.



Nachtrag



Glas- und Mineralwolle sind überhaupt nicht diffusionsoffen. Dort ist es zwingend notwendig, von innen eine luftdichtigkeit ( und nicht nur winddicht wie bei Naturmaterialien) zu erreichen, da einmal durch den Dampfdruck von innen eingedrungene Feuchtigkeit praktisch nicht mehr entweichen kann und zwangsläufig zu Schimmelbildung führt. Das gibt einen Heidenspass und eine satte Rechnung bei der Entsorgung des Sondermülls. Da trifft mal wieder der Satz zu "wer billig kauft, kauft teuer".

Beste Grüße (auch an Glaswolle-Fans)



dämmen- das ewige thema



Hallo Flegels Günther ,

unterschiedlich starke Sparren hören sich nach Schwierigkeiten beim Einbringen von Plattenmaterial an .
Nix gegen Zellulose einblasen , außer : Ihr könnts wahrscheinlich nicht selber machen ( Gräte / Erfahrung ).
Ecken und Winkel sind hier kein Problem , die "Ritzen"
sind doch wohl nicht so gemeint ??
Auch wenn z.Zt. Naturmaterial gefördert wird
(Hanf,Wolle,Flachs ), preislich geht ent Mineralwolle od Zellulose .
feinste Grüße Jürgen Kube
Ps. Wir verpusten selber seit vielen Jahren Zellulose diverser Hersteller - sicher die Arbeit mit der wenigsten Mecker !! Auch Thermographiert und geBlowerDoort ..