TV Tipp für heute Abend!

23.04.2012



Hab gerade die Ankündigung für "Hart aber Fair" in der ARD gesehen.

Thema: Baumarkt. "Was treibt Menschen dorthin, wo Männer sich überschätzen und Beratung Glücksache ist"!

Ich schau es mir an. Wird lustig glaube ich und könnte für viele hier von Selbsterkenntnis geprägt sein ;-))

Grüße
Martin



des fernsehn blöd macht..



..i hab no nix gmerkt , sagte mal der fernseh-schwabe - bin da gestern auch bei "hart aber.." hängen geblieben , seufz . Fazit : Ohne Torf geht's nicht und alle einigen sich auf PlastikTerrassendielen
Naja , wenn man eh im Fernsehen wohnt ..;-)
Jürgen Kube
FensterEcke Brüggemann + Kube ZiMMEREi
www.fensterecke-minden.de



Ich geb´s zu....



....bin dabei eingepennt ;-))

Was mir bis dorthin aber gefehlt hat, waren Diskussionspunkte zur Preispolitik der großen Baumärkte.

Hab´s grad vor zwei Wochen wieder erlebt:

Dachrinne, 6 teilig, Titanzink, 3m

bei OBI 49,99 Euro (nur die Rinne)

im Fachmarkt für Handwerker 8,11 Euro/m. Dort habe ich für alles inkl. Halter Endstücken etc., 45 Euro bezahlt. Im Baumarkt wäre es Abzocke gewesen.

Grüße
Martin



na, deswegen hat Herr Obi auch das ganze Geld -



rd. 5 Mrd , wie zu lesen ist , spendet aber großherzig ( und verm. steuerwirksam ) dem Nabu ..
Jürgen Kube
FensterEcke Brüggemann + Kube Zimmerei
www.fensterecke-minden.de
Ps. oder kam die Rinne doch vom Juwelier ?



Schön für diejenigen, ...



... die berechtigt sind, im Fachmarkt für Handwerker einzukaufen. Der blöde Deppenkunde, der nicht auf der Handwerksrolle steht, darf nicht nur bei Obi & Co. das Fünffache bezahlen, er wird obendrein von den Herren der Zunft noch verspottet.



Schön für den cleveren Rest, ...



... wenn er in Verwandtschaft, Bekanntschaft oder Nachbarschaft die benötigten Handwerker hat, die ihm das richtige Zeug & Werkzeug dann trotzdem noch besorgen können.



Stimmt so nicht!



der Fachmarkt bei uns ist für jedermann zugänglich. Und den Laden gibt es schon seit 1783 !!. Auch heute noch kann man dort z.B. Schrauben stückweise kaufen.
Ob privat oder Handwerker spielt da keine Rolle. Nur kaufen dort eben die Profis ein (die wissen schon warum).

Klar, wer Handwerker in der Verwandschaft oder Bekanntschaft hat, deren Rabatte er mitnehmen kann, ist noch besser dran. Hat aber eben auch nicht jeder.

Die Mehrheit der Leute hechtet aber eben lieber in den Baumarkt und gibt gern das Doppelte aus.

Offenbar geht langsam auch das Wissen darüber verloren, wo man gut beraten wird und die Preise trotzdem noch tragbar sind.

Nachdenkliche Grüße
Martin



Um die Rabatte ...



... ginge es mir am wenigsten, vor allem um hochwertige Werkzeuge und Verbrauchskleinkram wie Trennscheiben , Sägeblätter und Schraubenkram. Sowas bekommt man doch in den Baumärkten für kein Geld der Erde in guter Qualität.

Im Künstlerbedarf meiner Wahl bekomme ich außer giftigem Bleiweiß auch Salpetersäure und anderen Bombenbauerkram, beim Dachdeckerbedarfs-Platzhirschen nicht einmal ein paar Ziegel zum Austauschen oder brauchbares KVH weil nur an Handwerksfirmen mit Fachgewerbenachweis geliefert wird.

Klar gibt es auch Ausnahmen, aber: Weit weg, oft nur beschränktes Angebot und Unwille, etwas anderes als üblich bestellen.





Ich kann aber auch von Gegenteiligem berichten...

wenn ich hier so im Baustoff-Fachhandel etwas brauche, bekomme ich zum einen kaum kompetente Beratung und zum anderen muß ich mit denen teils Feilschen ohne Ende, damit ich vernünftige Preise bekomme...leider...zudem ist das Personal dort teils sehr unfreundlich und man muß sich fast entschuldigen, es gestört zu haben...die Monopolstellung im Ort merkt man dort...



Vor ca. 8-9 Jahren ...



... habe ich von einer Eisenwarenfirma, die zumindest früher auch einzelne Schräubchen aus Holzschubladen verkauft hat, ein großes Firmenhinweisschild an einem Straßenlaternenmasten anbringen lassen. Im letzten Sommer hing das Schild erst schief und wackelte im Wind, dann sackte es immer tiefer, bis auf Grafitty-Höhe weil das Metallband, welches das Schild hält, keine Spannung mehr hatte und per Hand aus der Führung gezogen werden konnte. Also packte ich mir das Schild und fuhr zu dieser Firma, nur um zu fragen, ob man das Band und die ausgenudelte Befestigungsschraube neu bekommen könnte.

Der unlustig-unmotivierte Mitarbeiter schaute sich das Schild an und sagte so etwas von "... minderwertig ... nicht mein Problem... keine Ahnung, was man da machen kann... gehen Sie doch dahin, wo Sie es her haben! ..."
Als ich ihm sagte, dass ich es genau in diesem Laden gekauft habe, schüttelte er nur die Schultern und meinte "Muss wohl vor meiner Zeit gewesen sein, auf jeden Fall kann man da nix mehr machen" und ging einfach weg und ließ uns am Tresen stehen.

Das Band inkl. Leih-Spannzange gab es dann für wenig Geld per Internet, vorher sagte ich noch meinem Vater, der auf den Laden große Stücke gehalten und ihn mir empfohlen hat, Bescheid, dass er sich evtl. mal neu umsehen sollte.



So hat halt jeder...



...seine eigenen Erfahrungen. Ich bleibe aber dabei: Die Preispolitik der großen Baumärkte ist für mich Abzocke.

1 Schlüsselschraube 10 mm x 100 mm beim Baumarkt: 2,50 Euro

im Fachhandel (nicht der oben genannte) das Kilo 11,50 Euro (und das ist schon teuer).

@Christian Bisping

meinst du ein "YippiyayaYippiYippiYeah" Baumarkt hätte dir das Schild überhaupt angebracht?



"YippiyayaYippiYippiYeah"



Der hatte Anfang der 90er-Jahre in unserer Gegend das Monopol eines Farbmischsystems für Lackfarben, basierend auf Sikkens oder Histor, bin mir nicht mehr ganz sicher. Es gab damals eine quasi ewige Garantie für Nachmischungen, man musste nur so eine Art Farbpass dafür mitbringen. Jedenfalls war die Farbe für den damaligen Zweck, nämlich verschlissene alte Gelsenkirchener Barockmöbel für die offene Sommerküche in provençalisch-blau zu lackieren, gut geeignet, war deckend, schlagfest und hält bis heute den klimatischen Belastungen stand. Ein paar Jahre später gab es Ergänzungen und Einbauten, die auch in dieser Farbe gestrichen werden sollten. Also mal wieder zu "YippiyayaYippiYippiYeah" inzwichen alles noch größer und bunter dort, und dem Typen am Farbmischer unsere Farbcodes gezeigt. Die Farbe im richtigen Ton zu mischen, war kein Problem, aber inzwischen stand auf den Farbdosen "YippiyayaYippiYippiYeah" und die Farbe war der letzte Schrott geworden. Keine Deckkraft mehr, keine gute Verstreichbarkeit und vor allem keine Durchhärtung, man konnte noch nach Jahren mit dem Fingernagel 'reinritzen.

Sorry für das lange Ausholen, eigentlich wollte ich damit nur exemplarisch erwähnen, wie "YippiyayaYippiYippiYeah" den Kunden für dumm verkauft.

Es lag übrigens nicht an mangelnder Technik unsererseits, denn wir hatten noch etwas vom alten Gebinde über, für den direkten Vergleich. Heute würde ich auch nicht mehr darauf hereinfallen, aber damals gab es noch gar nicht den großen Markt alternativer Farbanbieter aus der Bio-Ecke, statt dessen wurde Acryl als das große umweltfreundliche Ding allseits gefeiert (was mich aber trotzdem nicht von Lösungsmittelfarben abhielt).