Wie kann ich mir einen Grundofen bauen?

22.09.2008



Hallo an das Forum,

auf de Suche nach Antworten bin ich auf dieser Seite gelandet und denke es ist das Beste, mich gleich an die Gemeinschaft zu wenden.

Ich habe einen denkmalgeschützten Fachwerkbahnhof im "Harzer Landhausstil", der nach Jahren des Lerstandes nun wieder einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden soll. Dabei versuche ich, die Originalität so weit als irgend möglich zu wahren.

Nun möchte ich die Vorteile eines Grundofens, am besten mit Warmwassererwärmung für die Heizkörper, nutzen. Wenn ich das selbst bzw. mit fachkundiger Unterstützung bewerkstellige, wie mache ich das und wo bekomme ich die nötigen Informationen hinsichtlich Material, Kosten etc.?

Vielen Dank und mfG
M.C.Hecht



Der



Uwe Berghammer, auch hier gelistet der macht so etwas.

Hat bei uns auch ganz wunderbar mit der Integration von Eigenleistung geklappt.

Grüße



bei www.grundofenmanufaktur.de mal reinschauen



Fa Lieb stellt seit Grundöfen (auch in Lehmbauweise) im Selbstbausatzsystem mit integriertem WWasserregister her.





Hallo, und vielen Dank für die prompte Antwort.

Ich werde den Hinweisen gern nachgehen. Im Übrigen bleibt festzustellen, das ich mich hier gleich noch anmelden werde. Vielleicht kann ich auch einen Beitrag zum Erhalt alter Häuser leisten. Natürlich erst, wenn ich erst meine eigenen Erfahrungen gemacht habe. :)

Mit freundlichen Grüssen an die Community,

Chr. Hecht





Hallo

ich stelle grad meinen selbstgebauten Grundofen fertig.

Gebaut habe ich ihn mit Vollziegel-Steinen die mit Lehmmörtel gemauert sind. Der Brennraum besteht aus Schamott-Steinen, ebenfalls mit Lehmmörtel.

Momentan bin ich am Außenputz mit Lehmputz. Der Kaminfeger war bereits da zur Abnahme. Ein paar Probebrände habe ich schon gemacht.
Bauvorlage war die Broschüre "Einfälle statt Abfälle".

Grüße
neubrauer



@Neubrauer



Hallo Neubrauer,
wie haben Sie es geschafft Ihren BSF für das Projekt zu gewinnen?
Meiner lehnte meine Anfrage prompt ab. Ich hatte ebenfalls vor, einen Ofen nach dem Muster von "Einfälle statt Abfälle" zu bauen. Mein BSF sagte, er könne das nur von einem gelernten Ofenbauer abnehmen.
Ist es Willkür der BSF oder eine Frage der Argumentation?

Grüße Norbert





Hallo Norbert,

hat schon bisschen was mit Willkür zu tun.
Andererseits sind die BSF's mittlerweile durch die Gesetzesänderung im Schornsteinfegerwesen untger Druck und deshalb villeicht mittlerweile auch etwas kulanter.

Der Ablauf bei mir war folgendermaßen:
Ic hab den BSF dieses Frühjahr gebeten vorbeizukommen und hab ihn darüber informiert, was ich vorhabe. Hab gesagt, dass ich mit einem Bekannten der sowas schon öfter gemacht hätte, einen Grundofen bauen wollte. Hab mich etwaS vage ausgedrückt.
Er meinte das wäre o.k., ich solle mich aber melden, wenn ich mit dem Kaminanschluß soweit wäre.
Das tat ich dann Ende September. Bei diesem Telefongespräch erwähnte ich auch, dass es ein Lehmofen sei. Plötzlich war er wie ein umgedrehter Sack. So einen zusammengepappten Dreck, von einem Laien erstellt, würde er nicht abnehmen. Schließlich würde er die Verantwortung.....

Da wurde es mir zu bunt und ich habe kräftig dagegengehalten. Ich erwähnte, dass ich nie von einem Ofenbauer oder von einem "reinen Schamottofen" gesprochen hatte. Er sprach nioch von Wärmebedarfsberechnung usw.
Nach 5 min. hitziger Diskussion meinte er, er würde sich den Ofen anschauen und dann würde man weitersehen.

Als er dan kam, erwähnte ich wiederum sehr vage, dass der Bekannte, von dem ich im Vorfeld gesprochen hatte, auch villeicht Ofensetzer sein könnte, aber Schwarzarbeit ....
Er meinte man sähe es dem Ofen an, dass da ein Fachman mitgearbeitet hätte (klar, der Herr Kuhtz ist ja einer).

Schließlich erklärte er mir, wie er den Kaminanschluß wollte, und gut war's.


Weil ich nicht so sauber gemauert hatte, hab ich den Ofen mit Lehmputz verputzt und noch etwas trocknen lassen. Heute hab ich zum ersten mal richtig einfgefeuert - toll!

gruß neubrauer





Danke für die ausführliche Schilderung Neubrauer!

Freut mich zu hören, dass es auch mal klappen kann, zumindest mit einem gewissen Verhandlungsgeschick.