Fachwerk sanieren Schädlingsbekämpfung gegen Holzwurm




Hallo zusammen,

ish stehe kurz davor unseren 110 Jahre alten Bauernhof auszubauen. Bei Aufräumarbeiten habe ich feststellen müssen, dass in den Dielenbrettern auf dem Dachboden Holzwürmer sind. Auch in verschiedenen Balken der angrenzenden Fachwerkscheune habe ich Wurmlöcher mit Mehlhäufchen gefunden. Da unter den Dielenbretten (Eiche) auch Lehmgefüllte Holzbalkendecken sind, bin ich sehr verunsichert, was ich vor dem Ausbau machen muss um sicher zu gehen, damit ich die Schädlinge los werde.

Die beschriebene Scheune ist über einem alten Stall errichtet. Die Mauern sind aus Bruchstein und die Decke ist eine Rundbogendecke mit Stahlträgern.
Eine Seite ist in den Hang gebaut und feucht. Ich bin mir nicht sicher, ob die Wände und die Decke noch tragen??

Kann mir von Euch jemand eine Empfehlung geben, an wen ich mich richten kann bzw. was zu tun ist?
Will nicht, dass mir irgendwann das ausgebaute Haus über dem Kopf bzw. unter den Füßen zusammenbricht.

Vielen Dank für Eure Hilfe!

MfG
Uwe!





Ich empfehle einen sachkundigen für Holzschutz die Schäden ansehen zu lassen.
Möglicherweise ist es auch nur ein Altschaden und es liegt kein aktiver Befall mehr vor.
Nach PLZ können Sie sachkundige für Holzschutz unter www.dhbv.de finden.

Grüße aus Schönebeck



Fachwerk sanieren Schädlingsbekämpfung gegen Holzwurm



Hallo,

und vielen Dank für den Tip und die schnelle Antwort!

Grüße aus dem Sauerland!





Eine Sachverständigen draufschauen zu lassen ist bestimmt nicht verkehrt. Aber wenn es wirklich nur Holzwurm ist, ist keine Panik nötig. Der verzieht sich schon, wenn es erst schön warm und trocken wird.



Holzschutz



Hallo Anja,
welche Gattung bezeichnen Sie als "Holzwurm"?
Wie geht dieses "verzieht sich schon, wenn es warm und trocken ist" vonstatten?
Was bzw. welcher Mechanismus bringt den oder die "Holzwürmer" dazu, bei mehr Wärme und Trockenheit das Holz zu verlassen?
Krauchen die "Holzwürmer" dann aus dem Holz, fallen tot um oder wohin verziehen sie sich?

Viele Grüße





…warum macht der das?

Grüße aus Schönebeck



Fachwerk sanieren Schädlingsbekämpfung gegen Holzwurm



Hallo noch einmal,

vielen Dank für Eure rege Beteiligung,
aber das sich der Wurm verzieht oder tot umfällt wenn es warm wird verstehe ich nicht.
Gibt es ein effektives Behandlungsmittel gegen Holzwürmer?

Danke für Eure Hilfe!



Minimum, Optimum, Maximum



Guten Tag, ich denke Anja meinte folgendes:
Jeder Organismus, auch holzzerstörende Insekten haben bestimmte Bereiche der Umweltbedingungen, in denen sie sich entwicken können und Folgegenerationen hervorbringen. Besonders wichtig bei holzzerstörenden Insekten ist hier die Holzfeuchte, von einiger Wichtigkeit ist die Temperatur. Die Insekten, mit denen wir uns im Holzgebäude auseinandersetzen sind "Trockenholzinsekten" das sagt schon aus, dass diese Insekten in relativ trockenem Holz lebensfähig sind. auch diesen Insekten wird es irgendwann zu trocken. Beispielsweise liegt die untere Holzfeuchtegrenze für den Gewöhnlichen Nagekäfer bei ungefähr 10 - 11% Wenn solch trockene Bedingungen permanent herrschen, klingt ein Befall im Laufe der Jahre von allein ab. Der Hausbock ist ab ca. 9% noch gerade so entwicklungsfähig. Splintholzkäfer noch bei ungefähr 7% Holzfeuchte. In Holzbauteilen, die im üblichen beheiztem Wohnraumklima verbaut sind, herrscht im Winter folglich eine Holzfeuchte, die es den Insekten schwer macht zu überleben, auch im Sommer liegt die Holzfeuchte noch weit unter Optimumbedingungen für das Insekt Gew. Nagekäfer und Hausbock etwa Fasersättigung, Splintholzkäfer etwa 15 - 16% Holzfeuchte). Die Generationenentwicklung wird folglich sehr langsam verlaufen und man kann mit der Zeit erwarten, dass der Befall abklingt. Vorsicht ist jedoch bei allen Hüllflächenbauteilen und in die Außenhaut einbindenden Bauteilen geboten. Hier stellen sich in der Regel höhere Holzfeuchten ein. Mit freundlichen grüßen Ulrich Arnold





Danke!