womit gemauerten leicht feuchten Ziegelschornstein verputzen?

19.10.2014



Hallo,

hier steht ein sog. (ehemals) "begehbarer" Schornstein in einem EFH mit einer Grundfläche von 100*100cm Kantenlänge (außen). Ehemals weil die Luke unten entfernt wurde und eine einfache Reinigungsklappe eingebaut, durch die sich niemand durchzwängen kann. Gemauert mit weichgebranntem Ziegel und Lehmmörtel, Alter unbekannt. Gesamthöhe ca. 14m, nach oben etwas sich verjüngend. Ab Höhe der untersten Reinigungsöffnung (knapp 60cm OKFFB=ca. 120cm über gewachsenem Boden) im EG bis ca. 160cm über OKFFB ist das Mauerwerk feucht. Wahrscheinlich durch Regen von oben. Wasserführende Rohre verlaufen in der Nähe keine.
Schornsteinabdeckung ist oben drauf, vermutlich ungünstig angebracht. Versottung liegt im sichtbaren Bereich nicht vor.
Im EG war der Schornstein im Dickbett verfliest. Die Fliesen haben sich gelöst. Außerdem habe ich das Gefühl dass der bis vor 1 Woche verflieste Teil des Schornsteins deutlich feuchter ist als die 3. sichtbare Seite. die 4. Seite steht direkt an der Trennwand zum Nachbarn.
Im Deckendurchgang ist er trocken. Im sporadisch beheizten 1.+2. OG ist er gefliest bzw. mit Fermacell verkleidet. Im ungeheizten 3. OG mit einem rl. weichen Kalk(zement?)putz verputzt, darüber dann im Spitzboden nur mit Pinselputz überzogen und trocken.
Der Schornstein wird, seit 8 Jahren, wie das Haus, nur im Mitel 5 Tage /Monat genutzt. Davor war es immer bewohnt. Bj. ca. 1735.

Frage1:
Womit sollte man den Schornstein im EG neu verputzen?
Der beauftragte Maurer schlägt Sanierputz vor. Gibt es eine bessere Lösung?
Mir schwebt eher ein weicher Kalkputz (mit einer Priese Trasszement)vor.


Frage 2:
bei mir geht seit längerem die Suchfunktion auf fachwerk.de nicht. Geht es anderen auch so?

Gruß
Detlef



Feuchter Schornstein



Bitte „erforsche“ zunächst die Ursachen der Feuchte bevor Du ans Sanieren gehst... Der „Ort“ erscheint zunächst mal ungewöhnlich.



Die Herkunft der Feuchte ist klar



es ist Regenwasser was oben am Kopf reinläuft, welches dann die Masse an Asche durchfeuchtet und damit das Mauerwerk. Es soll jetzt wohl eine Art Edelstahlschublade der über den gesamten Boden des Schornsteins reicht eingebaut werden, in dem sich das Wasser sammeln kann evt. auch mit Wasserablauf in die Kanalisation. Mal hören was der Schorni dazu meint.

Bleibt die Frage nach dem geigneten Verputz. Wenn es denn trocken sein sollte, wird die Frage wohl nicht mehr so relevant sein, aber es muss jetzt verputzt werden bevor der Untergrund ausgetrocknet ist, sonst bekommt der Bauherr einen Koller und so ist der Handwerker dran.

Gruß
Detlef

PS: Es ght hier nicht um meine Hütte...